Fehlerdiagnose an Baugruppen und Systemen des Fahrzeugs
ALLGEMEINE ANGABEN
Die Beschreibung der Diagnose elektronischer Steuersysteme und die Diagnosecodes finden Sie im Abschnitt Motorelektrik.
Dieser Abschnitt bietet ein möglichst einfaches Schema zur Ermittlung der Ursachen von Störungen und Ausfällen an Baugruppen und Systemen des Fahrzeugs. Die Ausfälle und ihre möglichen Ursachen sind nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Bauteilen oder Systemen gruppiert, etwa Motor, Kühlsystem usw. Außerdem enthält der Text Verweise auf die Abschnitte und Unterabschnitte, die mit den jeweiligen Problemen in Zusammenhang stehen.
Denken Sie daran, dass die Suche nach der Fehlerursache keine schwarze Magie ist, die nur erfahrenen Fachmechanikern vorbehalten bleibt, sondern auf einer Kombination aus bestimmtem Wissen und einer geduldigen, systematischen Vorgehensweise beruht. Immer vom Einfachen zum Komplexen vorgehen, jede Prüfung bis zum logischen Ende durchführen und offensichtliche Dinge nicht übersehen – jeder kann vergessen, Kraftstoff nachzutanken, oder die Beleuchtung über Nacht eingeschaltet lassen.
Schließlich sollten Sie stets versuchen, ein klares Bild vom Verlauf der Störung zu gewinnen, und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um ein erneutes Auftreten zu verhindern. Wenn ein Ausfall der Elektrik durch schlechte Kontaktgabe verursacht wurde, prüfen Sie gleichzeitig den Zustand aller übrigen Kontakte und elektrischen Steckverbindungen des Systems. Brennt dieselbe Sicherung mehrmals hintereinander durch, hat es keinen Sinn, sie immer wieder zu ersetzen – die Ursache des Ausfalls muss ermittelt werden. Denken Sie daran, dass der Ausfall einer untergeordneten Komponente ein Hinweis auf eine Funktionsstörung eines wichtigeren Bauteils oder des gesamten Systems sein kann.
Motor
Wenn der Motor nicht anspringt, sollte die Situation analysiert werden. Damit der Motor überhaupt anlaufen kann, müssen zwei grundlegende Bedingungen erfüllt sein. In die Zylinder muss ein Kraftstoff-Luft-Gemisch gelangen, und an der Zündkerze muss ein Zündfunke erzeugt werden. Deshalb sollte zunächst geprüft werden, ob Kraftstoff zugeführt wird. Wie dabei vorzugehen ist, ist im Abschnitt Kraftstoffsystem und Abgasanlage beschrieben.
Um festzustellen, ob ein Zündfunke erzeugt wird, sind alle Zündkerzen herauszuschrauben, die Steckverbinder aufzustecken und die Zündkerzen einzeln an Masse zu legen. Hinweis: Um eine Beschädigung des Katalysators zu vermeiden, ist dabei die Kraftstoffeinspritzung zu unterbinden. Dazu die Steckverbindung der Einspritzventile trennen. Falls kein Zündfunke vorhanden ist, die Störung gemäß Abschnitt Elektrische Anlage des Motors ermitteln.
ACHTUNG
Beachten Sie die Sicherheitshinweise bei Arbeiten an der elektronischen Zündanlage (Abschnitt Motorelektrik).Dabei den Zündkerzenstecker oder das Zündkabel nicht mit den Händen halten, sondern gut isolierte Zangen verwenden. Einen Helfer bitten, den Motor anzulassen. Falls kein Funke überspringt, die Störung gemäß Abschnitt Elektrische Anlage des Motors ermitteln.
Der Motor dreht sich beim Startversuch nicht durch
1. Die Batterieklemmen sind korrodiert oder die Kabelschuhe sind an den Klemmen locker. Zustand der Klemmen und Kabelschuhe prüfen. Klemmen festziehen, bei Bedarf Korrosion entfernen.
2. Die Batterie ist entladen oder defekt. Wenn die Kabelschuhe sauber und fest an den Batteriepolen sitzen, den Zündschlüssel in Stellung ON drehen und danach das Abblendlicht und/oder die Scheibenwischer einschalten. Funktioniert diese Elektrik nicht, ist die Batterie entladen.
3. Das Getriebe steht nicht korrekt in Stellung „P“ (AT) bzw. in Leerlauf (MT), oder die Kupplung ist nicht vollständig getreten.
4. Unterbrechung in der Verkabelung des Startstromkreises oder lose Leitungsverbindungen an den Klemmen. Prüfen, ob beim Startvorgang an Klemme 50 des Starterrelais mindestens 10 V anliegen, die zum Einzug erforderlich sind. Zustand der Leitungen, Klemmen und elektrischen Steckverbindungen der Batterie, des Starterrelais und des Zündschlosses prüfen.
5. Das Ritzel des Anlassers ist im Zahnkranz des Schwungrads verklemmt. Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe den Gang einlegen und das Fahrzeug von Hand anschieben, um so den Motor durchzudrehen. Sobald möglich, den Anlasser ausbauen und den Zustand von Ritzel und Zahnkranz des Schwungrads prüfen.
6. Starterrelais defekt (Abschnitt Elektrische Anlage des Motors).
7. Anlasser defekt (Abschnitt Elektrische Anlage des Motors).
8. Zündschloss defekt.
Der Motor dreht sich durch, springt aber nicht an
1. Der Startvorgang wird falsch durchgeführt
Startablauf des Benzinmotors:
Feststellbremse anziehen, Kupplungspedal treten. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe Bremspedal treten und halten. Bei Automatikgetriebe Wählhebel in Stellung „P“ oder „N“ bringen. Kein Gas geben. Zündschlüssel drehen und halten, bis der Motor anspringt. Springt der Motor innerhalb von 20 s nicht an oder geht sofort wieder aus, den Startvorgang mit halb getretenem Gaspedal wiederholen. Sobald der Motor läuft, Zündschlüssel loslassen.
Bei Frost unter –15 °C und in Höhenlagen über 1000 m über dem Meeresspiegel: Den Startvorgang mindestens 10 s mit halb getretenem Gaspedal durchführen. Unbedingt sofort losfahren. Bei starkem Frost den Motor 30 s laufen lassen.
Springt der Motor nicht an, den Startvorgang nach 10 s abbrechen und nach etwa einer halben Minute wiederholen.
ACHTUNG
Mehrere erfolglose Startversuche hintereinander können den Katalysator beschädigen, da unverbrannter Kraftstoff im Katalysator bei Erhitzung explosionsartig verbrennt.Nur bei warmem Motor nach dem Anspringen kurz Gas geben.
2. Wegfahrsperre des Motors defekt.
3. Sicherung defekt:
– elektrische Kraftstoffpumpe; – elektronisches Einspritzsystem.
Zur Prüfung der Sicherungen siehe Unterabschnitt Sicherungen.
4. Kraftstofftank leer oder minderwertiger Kraftstoff getankt.
5. Luftfilter stark verschmutzt. Unterdruckverluste in den Komponenten der Luftzufuhr, Störungen im System der Kraftstoffeinspritzung und Zündsteuerung.
6. Batterie entladen (Motor dreht zu langsam durch). Funktion der elektrischen Anlage prüfen.
7. Batteriepole korrodiert oder Klemmverbindungen locker (siehe vorherigen Abschnitt).
8. Kraftstoffpumpe defekt.
9. Komponenten der Zündanlage beschädigt oder übermäßig feucht (Abschnitt Elektrische Anlage des Motors).
10. Zündkerzen verschlissen oder defekt bzw. Elektrodenabstand falsch eingestellt (Abschnitt Elektrische Anlage des Motors).
11. Verkabelung des Startstromkreises unterbrochen oder abgetrennt bzw. Leitungsverbindungen an den Klemmen locker.
12. Verkabelung des Zündspulenstromkreises unterbrochen oder abgetrennt bzw. Leitungsverbindungen an den Klemmen der Zündspule locker (Abschnitt Elektrische Anlage des Motors).
13. Verdichtungsdruck zu niedrig. Zylinderkopfdichtung erneuern. Motor bei Bedarf instand setzen. Dieselmotor:
14. Startvorgang falsch durchgeführt. Startablauf des Turbodieselmotors:
Bei kaltem Motor und Außentemperatur unter +8 °C Feststellbremse anziehen, Kupplungspedal treten. Bei Automatikgetriebe Wählhebel in Stellung „P“ oder „N“ bringen, bei Schaltgetriebe in Leerlauf schalten. Zündschlüssel in Stellung II drehen und warten, bis die Vorglühkontrollleuchte erlischt. Sofort nach dem Erlöschen der Kontrollleuchte den Motor starten, ohne Gas zu geben. Treten unregelmäßige Zündaussetzer auf, den Anlasser nicht loslassen, bis der Motor gleichmäßig läuft (höchstens 30 s). Springt der Motor nicht an, den Startvorgang nach etwa einer halben Minute wie oben beschrieben wiederholen. Während des Vorglühens keine Stromverbraucher einschalten (Licht, Heckscheibenheizung).
Bei kaltem Motor und Außentemperatur über +8 °C sowie bei warmem Motor ist kein Vorglühen erforderlich. Der Motor kann sofort gestartet werden. Kein Gas geben.
15. Wegfahrsperre des Motors defekt.
16. Sicherung defekt:
– elektrische Kraftstoffpumpe; – Vorglühsystem.
17. Motor nicht warm: Funktion der Vorglühanlage prüfen.
18. Am elektromagnetischen Absperrventil liegt keine Spannung an. Schließen Sie ein Voltmeter oder einen LED-Prüfstift an den Schalter an. Schalten Sie die Zündung ein. Die LED muss aufleuchten. Andernfalls die Unterbrechung in der Verkabelung suchen und beheben.
19. Das elektromagnetische Absperrventil ist defekt. Prüfen Sie den festen Sitz des elektromagnetischen Schalters und die Kontakte. Schalten Sie die Zündung ein und wieder aus. Im Schalter muss ein Klicken zu hören sein.
20. Beschädigung in der Kraftstoffzufuhrleitung oder Luft in den Leitungen:
a) Leitungen oder Schläuche sind mechanisch beschädigt oder verstopft. Reinigen Sie die Kraftstoffleitungen und entlüften Sie Leitungen und Filter. b) Kraftstofffilter verstopft. Filterelement ersetzen. c) Im Winter Filter und Leitungen auf Eis oder Paraffin prüfen. Fahrzeug in einer beheizten Garage abstellen und dem System Benzin zusetzen. d) Tankentlüftung oder Saugkorbsieb des Kraftstoffansaugs verstopft.
Reinigen.
21. Förderbeginn falsch eingestellt. Prüfen und korrigieren.
22. Einspritzdüsen defekt. Prüfen. Überwurfmuttern nacheinander lösen. Beim Lösen der Mutter des defekten Zylinders darf die Motordrehzahl nicht abfallen.
23. Einspritzpumpe (Hochdruckpumpe) defekt. Zur Prüfung eine neue oder einwandfrei funktionierende Einspritzpumpe einbauen.
24. Verdichtungsdruck zu niedrig. Zylinderkopfdichtung ersetzen. Ggf. Motor instand setzen.
Starter arbeitet ohne Durchdrehen des Motors
1. Starterritzel blockiert. Starter ausbauen (Kapitel Motorelektrik) und Zustand prüfen.
2. Zähne des Starterritzels oder des Zahnkranzes am Schwungrad verschlissen oder beschädigt.
Schwieriger Start des kalten Motors
1. Batterie entladen oder nicht ausreichend geladen.
2. Störung an Bauteilen des Kraftstoffsystems oder der Elektrik.
3. Paraffin im Feinfilter des Dieselmotors. Filterelement ersetzen. Winterkraftstoff einfüllen oder mit Benzin verdünnen.
4. Glühkerzen des Dieselmotors defekt.
Schwieriger Start des warmen Motors
1. Luftfilter verstopft.
2. Störung an Bauteilen des Kraftstoffsystems oder der Elektrik.
3. Kraftstoff erreicht die Einspritzdüsen nicht.
4. Förderbeginn des Dieselmotors verstellt.
5. Niedriger Verdichtungsdruck in den Zylindern. Einspritzpumpe des Dieselmotors defekt oder falsch eingestellt.
Starter greift zu laut oder schwergängig ein
1. Zähne des Starterritzels oder des Zahnkranzes verschlissen oder beschädigt.
2. Befestigungsschrauben des Starters verloren oder Anzugsmoment gelockert.
Motor springt an, geht aber sofort wieder aus
1. Wegfahrsperre des Motors defekt.
2. Verkabelung defekt oder Anschlüsse an der Zündspule oder der Lichtmaschine lose.
3. Störung an Bauteilen des Kraftstoffsystems oder der Elektrik.
4. Grundeinstellungen des Motorsteuergeräts (ECM) verstellt.
5. Schaden am Abgassystem oder am Katalysator.
6. Unterdruckverluste über die Dichtflächen des Ansaugkrümmers oder der Einspritzeinheit. Festen Sitz der Befestigungsschrauben und -muttern prüfen. Festen Sitz und Zustand aller Unterdruckschläuche an den Anschlüssen des Ansaugkrümmers prüfen. Korrekten Anschluss der Schläuche (an den richtigen Stutzen) prüfen.
Unruhiger Leerlauf des Motors
1. Unterdruckverluste. Festen Sitz der Befestigungsschrauben und -muttern prüfen. Festen Sitz und Zustand aller Unterdruckschläuche an den Anschlüssen des Ansaugkrümmers prüfen. Laufenden Motor mit einem Stethoskop oder einem Stück Kraftstoffschlauch abhören. Ein zischendes Geräusch zeigt die Quelle des Unterdruckverlusts. Ebenso wirksam ist die Prüfung mit Seifenwasser.
2. Störung an Bauteilen des Kraftstoffsystems oder der Elektrik.
3. Ventil der Kurbelgehäuseentlüftung blockiert.
4. Luftfilter verstopft.
5. Kraftstoffpumpe liefert nicht genug Kraftstoff zu den Einspritzdüsen.
6. Undichtigkeiten an der Zylinderkopfdichtung. Verdichtungsdruck in den Zylindern messen.
7. Arbeitsflächen der Nockenwellennocken verschlissen. Dieselmotor:
8. Verbindungsqualität der Kraftstoffschläuche an der Einspritzpumpe und am Kraftstofffilter beeinträchtigt. Kraftstoffschläuche ersetzen, mit Schellen sichern, Winkelverschraubungen nachziehen.
9. Einspritzpumpe mechanisch beschädigt oder Befestigung gelockert. Befestigung prüfen.
10. Anschlüsse von Rücklaufleitung und Kraftstoffzulaufleitung vertauscht. Anschlüsse korrekt anschließen. Die Schraube der Rücklaufleitung ist mit „OUT“ markiert.
11. Beschädigung in der Kraftstoffzufuhrleitung:
a) Leitungen oder Schläuche mechanisch beschädigt oder verstopft. Kraftstoffleitungen reinigen. b) Kraftstofffilter verstopft. Filterelement ersetzen. c) Im Winter Filter und Leitungen auf Eis oder Paraffin prüfen. Fahrzeug in einer beheizten Garage abstellen und dem System Benzin zusetzen. d) Tankentlüftung oder Saugkorbsieb des Kraftstoffansaugs verstopft.
Reinigen.
12. Förderbeginn falsch eingestellt. Prüfen und korrigieren.
13. Einspritzdüsen defekt. Prüfen. Überwurfmuttern nacheinander lösen. Beim Lösen der Mutter des defekten Zylinders darf die Motordrehzahl nicht abfallen.
14. Einspritzpumpe (Hochdruckpumpe) defekt. Zur Prüfung eine neue oder einwandfrei funktionierende Einspritzpumpe einbauen.
Zündaussetzer im Leerlauf
1. Zündkerzen verschlissen oder verschmutzt oder Elektrodenabstand falsch eingestellt (Kapitel Motorelektrik).
2. Störung an Bauteilen des Kraftstoffsystems oder der Elektrik.
3. Zündkerzenkabel defekt (Kapitel Motorelektrik).
4. Minderwertiger Kraftstoff getankt. Kraftstofffilter verstopft.
5. Unterdruckverluste im Ansaugkrümmer oder an den Schlauchverbindungen.
6. Verdichtungsdruck in den Zylindern ungenügend oder ungleichmäßig verteilt. Verdichtung messen.
7. Störungen im Motorsteuerungssystem liegen vor.
Während der Fahrt im Gang treten Zündaussetzer auf
1. Kraftstofffilter verstopft oder Kraftstoffsystem verschmutzt.
2. Zündkerzen defekt oder verschmutzt bzw. Elektrodenabstand falsch eingestellt (Kapitel Motorelektrik).
3. Störung an Bauteilen des Kraftstoffsystems oder der Elektrik.
4. Zündkabel defekt (Kapitel Motorelektrik).
5. Bauteile der Abgasnachbehandlung defekt.
6. Verdichtungsdruck zu niedrig oder zylinderungleich. Zündkerzen ausbauen und den Verdichtungsdruck messen.
7. Zündanlage defekt (Kapitel Motorelektrik).
8. Unterdruckverlust an der Drosselklappeneinheit, am Ansaugkrümmer oder über die Unterdruckschläuche.
Motor stirbt ab
1. Leerlaufdrehzahl falsch eingestellt.
2. Kraftstofffilter verstopft und/oder Feuchtigkeit oder Schmutz im Kraftstoffsystem.
3. Ausfall von Bauteilen des Kraftstoffsystems oder von Sensoren.
4. Bauteile der Abgasnachbehandlung defekt.
5. Zündkerzen defekt oder verschmutzt bzw. Elektrodenabstand falsch eingestellt. Außerdem den Zustand der Zündkabel prüfen (Kapitel Motorelektrik).
6. Unterdruckverlust an der Drosselklappeneinheit oder über die Unterdruckschläuche.
Motor erreicht nicht die volle Leistung
1. Störung an Bauteilen des Kraftstoffsystems oder der Elektrik (Kapitel Motorelektrik).
2. Luftfilter verstopft. Reinigen oder ersetzen.
3. Zündkerzen defekt oder Elektrodenabstand falsch eingestellt
4. Zündspule defekt (Abschnitt Motorelektrik).
5. Automatikgetriebeölstand entspricht nicht den Anforderungen
6. Kupplung rutscht
7. Kraftstofffilter verstopft und/oder Schmutz/Feuchtigkeit im Kraftstoffsystem
8. Falsche Kraftstoffsorte getankt. Füllen Sie Kraftstoff mit der vorgeschriebenen Oktanzahl in den Tank.
9. Regelventil des Turboladers beschädigt.
10. Steller der Nockenwellenverstellung des Steuertriebs defekt.
11. Verdichtungsdruck zu niedrig oder zylinderweise ungleichmäßig. Verdichtungsdruck messen; das Messergebnis zeigt Ventilundichtigkeiten und/oder eine undichte Zylinderkopfdichtung an. Zusätzlich für Dieselmotor
12. Luftfilter verstopft. Reinigen oder ersetzen.
13. Ungleichmäßige Kraftstoffmenge der Einspritzpumpe je Zylinder. Bei betriebswarmem Motor einstellen.
14. Spritzbeginn der Einspritzpumpe falsch eingestellt. Einstellen.
15. Kraftstofffilter oder Einspritzpumpe (Einspritzdüse) verstopft. Vorfilter spülen, Filtereinsatz des Feinfilters ersetzen, Düse reinigen oder Pumpe (Einspritzdüse) ersetzen.
16. Einstellung der Maximaldrehzahl der Kurbelwelle gestört.
Es treten Fehlzündungen im Ansaugtrakt oder Knallen im Auspuff auf
1. Störung an Bauteilen des Kraftstoffsystems oder der Elektrik (Kapitel Motorelektrik).
2. Defekt im Sekundärkreis der Zündanlage (Isolatoren der Zündkerzen beschädigt oder Zündkabel defekt) (Abschnitt Motorelektrik).
3. Kraftstoffeinspritzsystem oder dessen Bauteile müssen eingestellt werden oder sind übermäßig verschlissen
4. Unterdruckverluste an Drosselklappengehäuse, Ansaugkrümmer oder über Unterdruckschläuche
5. Ventile klemmen
6. Zündkabelreihenfolge falsch angeschlossen (Abschnitt Motorelektrik).
Bei Beschleunigung oder Bergfahrt treten Klopfgeräusche auf
1. Minderwertiger Kraftstoff getankt.
2. Bauteile des Kraftstoffsystems oder der Elektrik defekt (Abschnitt Motorelektrik).
3. Falscher Zündkerzentyp eingebaut. Zündkerzen und Zündspulen auf Beschädigungen prüfen (Abschnitt Motorelektrik).
4. Grundeinstellungen des elektronischen Steuergeräts gestört.
5. Klopfsensor defekt.
6. Unterdruckverluste treten auf
Nachglühen liegt vor (Motor läuft nach dem Ausschalten der Zündung weiter)
1. Leerlaufdrehzahl zu hoch
2. Bauteile des Kraftstoffsystems oder der Elektrik defekt (Abschnitt Motorelektrik).
3. Spülventil des Aktivkohlebehälters des Tankentlüftungssystems (EVAP) beschädigt.
4. Motorbetriebstemperatur zu hoch. Mögliche Ursachen sind ein niedriger Kühlmittelstand, ein defekter Thermostat, ein verstopfter Kühler oder eine defekte Wasserpumpe
Dieselmotor raucht
1. Schwarzer Rauch:
a) Luftfilter verschmutzt. Reinigen und mit frischem Öl füllen oder Filtereinsatz ersetzen. b) Ungeeigneter Kraftstoff verwendet. Tank spülen und Kraftstoff wechseln. c) Spritzbeginn der Einspritzpumpe falsch eingestellt.
2. Blauer Rauch:
a) Öl verbrennt im Brennraum infolge Verschleiß der Kolbenringe, zu hohem Ölstand im Luftfilter, Verschleiß der Dichtungen in den Turboladerdeckeln oder undichter Dichtung zwischen Motorblock und Turbolader. Motor instand setzen, normalen Ölstand einstellen, Dichtungen ersetzen, Befestigungsschrauben des Turboladers nachziehen oder Dichtung ersetzen. b) Einer der Einspritzdüsen wird kein Kraftstoff zugeführt. Anhand der Erwärmung der Auslasskrümmerstutzen prüfen. c) Schlechte Zerstäubung des Kraftstoffs durch die Düse infolge eines defekten Ventils oder eines abgebrochenen Düsenkörpers. Ventil einschleifen oder Düse ersetzen.
3. Weißer oder brauner Rauch:
a) Niedrige Temperatur im Kühlsystem. Thermostat prüfen. b) Schlechte Funktion der Einspritzdüsen infolge Verschleiß oder abgebrochenem Düsenkörper. Düsenkörper ersetzen.
Motorelektrik
Batterie hält die Ladung nicht
1. Keilriemen des Generators verschlissen oder beschädigt oder Riemenspannung falsch eingestellt (Abschnitt Motorelektrik).
2. Elektrolytstand zu niedrig oder Batterie stark entladen (Abschnitt Motorelektrik).
3. Korrosion an den Batteriepolen oder Kabelschuhe an den Polen locker (Abschnitt Motorelektrik).
4. Generator liefert nicht den erforderlichen Ladestrom (Abschnitt Motorelektrik).
5. Leitung des Ladekreises unterbrochen oder anderweitig beschädigt oder Leitungsanschlüsse an den Klemmen locker
6. Кurzschluss der Verkabelung verursacht einen ständigen Abfluss des von der Batterie erzeugten Stroms nach Masse.
7. Liegt ein interner Defekt der Batterie vor.
Die Ladekontrollleuchte erlischt bei steigender Drehzahl nicht.
1. Keilrippenriemen ist locker. Prüfen Sie den Spanner des Keilrippenriemens.
2. Freilauf beschädigt (nur Turbodiesel). Generator ausbauen und die Antriebswelle des Generators nach links drehen. Dreht sich die Lauffläche der Riemenscheibe nicht, liegt der Schaden in der Regel im Freilauf.
3. Spannungsregler/Generator beschädigt. Trennen Sie die Leitung (D+) an der Rückseite des Generators und schalten Sie die Zündung ein. Leuchtet die Kontrollleuchte jetzt nicht auf, liegt der Fehler in der Regel am Spannungsregler oder am Generator.
4. Bürsten verschlissen. Bürsten visuell prüfen und bei Bedarf ersetzen.
5. Regler beschädigt. Prüfen und bei Bedarf ersetzen.
6. Generator beschädigt. Prüfen und bei Bedarf ersetzen.
7. Leitung zwischen Generator und Spannungsregler beschädigt. Trennen Sie die blaue Leitung an Kontakt 12 des Steckverbinders T32a und am Instrumententafelblock. Leuchtet die Kontrollleuchte jetzt nicht auf, hat die Leitung D+ Masseschluss. Kabelbaum ersetzen.
8. Instrumententafelblock beschädigt. Leuchtet die Kontrollleuchte bei eingeschalteter Zündung auf, nachdem die blaue Leitung vom Steckverbinder T32a getrennt wurde, liegt der Fehler in der Regel im Instrumententafelblock.
Die Ladekontrollleuchte leuchtet nicht auf, wenn der Zündschlüssel in Stellung „ON“ gedreht wird (Zündung eingeschaltet).
1. Kontrollleuchte im Instrumententafel durchgebrannt oder anderweitig defekt.
2. Generator defekt.
3. Defekt an der Leiterplatte, an der Verkabelung im Inneren des Instrumententafelblocks oder an der Lampenfassung.
Die Ladekontrollleuchte brennt nach dem Ausschalten der Zündung weiter.
Plusdioden haben Kurzschluss. Dioden prüfen, Diodenplatte ersetzen.
Anlasser
Dreht der Anlasser nicht, ist zuerst zu prüfen, ob an Klemme 50 des Anlasserrelais die erforderliche Spannung von mindestens 10 V anliegt. Liegt die Spannung darunter, sind die Leitungen im Stromkreis des Anlassers anhand des Schaltplans zu prüfen.
Ob der Anlasser bei voller Batteriespannung anspricht, lässt sich wie folgt prüfen:
– Bei nicht eingelegtem Gang die Zündung einschalten. – Klemmen 30 und 50 des Anlassers mit einer Leitung mit mindestens 4 mm² Querschnitt überbrücken. Siehe auch Abschnitt „Prüfung des Anlasserrelais“.
Arbeitet der Anlasser einwandfrei, ist die Ursache des Fehlers in den Anlasserleitungen zu suchen. Dreht der Anlasser nicht, ist er im ausgebauten Zustand zu prüfen.
Prüfbedingung: Die Anschlussstellen der Leitungen müssen fest verbunden und dürfen nicht oxidiert sein.
Der Anlasser dreht nicht, wenn das Zündschloss betätigt wird.
1. Batterie entladen. Batterie laden.
2. Klemmen 30 und 50 des Anlassers überbrücken: Anlasser dreht. Unterbrechung der Leitung von Klemme 50 zum Zündschloss, Anlasserschalter defekt. Unterbrechung beheben, defekte Teile ersetzen.
3. Unterbrechung des Massekabels oder Massesteckers, Batterie entladen. Batteriekabel und -stecker prüfen, Batteriespannung messen, bei Bedarf laden.
4. Unzureichende Stromführung durch lockere oder oxidierte Steckverbindungen. Batteriepole und -klemmen reinigen, Verbindungen zwischen Batterie, Anlasser und Masse prüfen.
5. Keine Spannung an Klemme 50 des Anlasserrelais. Leitungsunterbrechung, Anlasserschalter defekt.
Der Anlasser dreht langsam und bewegt die Kurbelwelle nicht.
1. Batterie entladen. Batterie laden.
2. Sommeröl eingefüllt. Mehrbereichsöl einfüllen.
3. Unzureichende Stromführung durch lockere oder oxidierte Steckverbindungen. Batteriepole und -klemmen reinigen, Verbindungen zwischen Batterie, Anlasser und Masse prüfen.
4. Kohlebürsten liegen nicht am Kollektor an, klemmen in den Führungen, sind verschlissen, gebrochen, verölt oder verschmutzt. Bürsten prüfen, reinigen oder ersetzen. Führungen prüfen.
5. Zu geringer Abstand zwischen Bürsten und Kollektor. Bürsten ersetzen und Bürstenführungen reinigen.
6. Kollektor riefig oder verbrannt und verölt. Kollektor überarbeiten oder Anker ersetzen.
7. Keine Spannung an Klemme 50 (min. 8 V). Anlasserschalter oder Anlasserrelais prüfen.
8. Lager gebrochen. Lager prüfen, bei Bedarf ersetzen.
9. Anlasserrelais defekt. Anlasserrelais ersetzen.
Der Anlasser greift ruckartig und dreht den Motor ruckweise.
1. Ritzeltrieb defekt. Ritzeltrieb ersetzen.
2. Ritzel verschmutzt. Ritzel reinigen.
3. Zahnkranz des Schwungrads defekt. Zahnkranz nacharbeiten, bei Bedarf Schwungrad ersetzen.
Das Anlasserritzel rückt nicht vom Zahnkranz ab.
1. Ritzeltrieb oder Gewinde verschmutzt oder beschädigt. Ritzeltrieb reinigen oder ersetzen.
2. Anlasserrelais defekt. Anlasserrelais ersetzen.
3. Rückstellfeder erlahmt oder gebrochen. Rückstellfeder ersetzen.
Der Anlasser läuft weiter, nachdem der Zündschlüssel losgelassen wurde.
1. Anlasserrelais klemmt und schaltet nicht ab. Zündung sofort ausschalten, Anlasserrelais ersetzen.
2. Zündschloss schaltet nicht ab. Batterie sofort abklemmen, Zündschloss ersetzen.
Kraftstoffsystem
Erhöhter Kraftstoffverbrauch.
1. Luftfilterelement verschmutzt oder verstopft.
2. Fehler an Komponenten des Kraftstoffsystems, der Elektrik oder der elektronischen Steuerung.
3. Undichtigkeiten im Ansaugsystem.
4. Schäden am Abgassystem/Katalysator.
5. Reifendruck zu niedrig oder Reifen falscher Größe montiert. Dieselmotor
6. Rücklaufleitung verstopft. Rücklaufleitung von der Hochdruckpumpe zum Kraftstofftank mit Druckluft ausblasen.
7. Leerlauf- und Höchstdrehzahl zu hoch. Einstellen.
8. Motor mechanisch beschädigt. Verdichtung prüfen, Motor bei Bedarf instand setzen.
Kraftstoff tritt aus und/oder es riecht nach Benzin.
1. Undichtigkeiten in den Kraftstoffleitungen oder Entlüftungsleitungen.
2. Kraftstofftank überfüllt. Nur bis zur automatischen Abschaltung der Zapfpistole tanken.
3. Undichtigkeiten oder Verdunstung aus den Leitungen des Kraftstoffsystems und der Abgasentgiftung.
Der Motor springt nicht an.
1. Beim Betätigen des Anlassers läuft die elektrische Kraftstoffpumpe nicht (kein Betriebsgeräusch hörbar). Leicht auf das Pumpengehäuse klopfen, um ein klemmendes Teil zu lösen. Prüfen, ob an der Pumpe Spannung anliegt. Sicherung prüfen. Elektrische Kontakte auf gute Leitfähigkeit prüfen.
2. Kraftstoffpumpenrelais defekt. Relais prüfen.
3. Einspritzventile klemmen. Einspritzventile prüfen, bei Bedarf ersetzen. Spannungsversorgung der Einspritzventile prüfen. Dazu den Stecker der Einspritzventile trennen. Eine Diodenprüflampe an die Leitung anschließen und den Anlasser betätigen. Die Prüflampe muss blinken.
4. Kein Signal von den Sensoren für Zündzeitpunkt oder Motordrehzahl. Elektrische Leitungen prüfen. Fehlerspeicher auslesen.
5. Kraftstoffleitungen beschädigt, verstopft oder undicht, Schläuche defekt.
6. Kraftstofffilter verstopft.
7. Eis oder Wachs im Filter oder in den Leitungen des Dieselmotors.
8. Tankentlüftung verstopft, Filter im Tank verstopft.
9. Einspritzdüsen des Dieselmotors defekt. Überwurfmuttern nacheinander lösen und prüfen, ob der jeweilige Zylinder arbeitet.
Kalter Motor springt schlecht an und läuft unrund
1. CO-Gehalt entspricht nicht den Anforderungen. CO-Gehalt und Leerlauf prüfen.
2. Temperatursensor defekt. Temperatursensor für Kühlmittel/Ansaugluft prüfen.
3. Kraftstoffdruck entspricht nicht dem Sollwert. Kraftstoffdruck prüfen.
Warmer Motor springt schlecht an und läuft unrund
1. Undichtes Ansaugsystem. Prüfen Sie das Ansaugsystem. Dazu den Motor im Leerlauf laufen lassen und die Dichtstellen und Verbindungen im Ansaugtrakt mit Benzin bestreichen. Wenn sich die Drehzahl kurzzeitig erhöht, die undichten Stellen beseitigen.
ACHTUNG
Benzindämpfe sind giftig. Nicht einatmen.Motor läuft unrund
1. Die elektrischen Verbindungen zur Kraftstoffpumpe unterbrechen sich zeitweise. Prüfen Sie den Zustand der Steckverbindungen und Steckverbinder der elektrischen Leitungen der Kraftstoffpumpe, des Luftmassenmessers und des Kraftstoffpumpenrelais. Prüfen Sie die Sicherung und die Kontaktstellen am Kraftstoffpumpenrelais. Reinigen Sie die Kontakte, ersetzen Sie sie bei Bedarf.
2. Schlechte Kraftstoffqualität, Dampfblasenbildung. Tanken Sie hochwertigen Kraftstoff.
3. Kraftstofffördermenge zu gering. Prüfen Sie die Förderleistung der Pumpe.
4. Kraftstofffilter defekt. Kraftstofffilter ersetzen.
5. Kraftstoffpumpe defekt. Kraftstoffpumpe prüfen.
6. Einspritzdüsen defekt. Einspritzdüsen prüfen.
7. Drosselklappenstellungssensor defekt. Drosselklappenstellungssensor prüfen.
8. Kraftstoffschläuche an der Einspritzpumpe und am Kraftstofffilter des Dieselmotors locker.
Motor läuft bei Übergangsbetrieb und im Leerlauf unrund
1. Undichtes Ansaugsystem. Prüfen Sie die Verbindungen des Ansaugsystems. Motor starten und die Kontaktstellen und Verbindungen im Ansaugtrakt mit Benzin bestreichen. Wenn sich die Motordrehzahl kurzzeitig erhöht, die Undichtigkeit beseitigen.
2. Leerlaufeinstellung falsch. Prüfen Sie den Leerlaufregler, den Drosselklappenstellungssensor und die Lambda-Regelung.
3. Volllastsensor defekt oder falsch eingestellt. Drosselklappensensor prüfen.
Heißer Motor springt nicht an
1. Falsche CO-Einstellung. CO-Gehalt und Leerlauf prüfen.
2. Kraftstoffsystemdruck zu hoch. Kraftstoffdruck prüfen, Kraftstoffdruckregler bei Bedarf ersetzen.
3. Rücklaufleitung zwischen Kraftstoffdruckregler und Kraftstofftank verstopft oder geknickt. Leitung reinigen oder ersetzen.
4. Motortemperatursensor defekt. Temperatursensor prüfen.
5. Kraftstoffsystem undicht. Alle Verbindungen im Motorbereich und an der elektrischen Kraftstoffpumpe optisch prüfen. Alle Verbindungen nachziehen.
6. Ansaugsystem undicht. Alle Verbindungen des Ansaugsystems prüfen.
Motor läuft nach dem Abstellen nach
1. Einspritzdüsen undicht. Einspritzdüsen prüfen.
2. Beim Dieselmotor funktioniert das Kraftstoffabstellventil nicht.
Schmiersystem
Kontrollleuchte leuchtet nach dem Einschalten der Zündung nicht
1. Öldruckschalter defekt. Zündung einschalten, Leitung vom Öldruckschalter abziehen und gegen Masse legen. Wenn die Leuchte aufleuchtet, Schalter ersetzen.
2. Am Schalter liegt keine Spannung an, Kontakte korrodiert. Elektrische Leitungen und Kontakte prüfen.
3. Kontrollleuchte defekt. Kontrollleuchte ersetzen.
4. Steuergerät defekt. Steuergerät ersetzen.
Kontrollleuchte erlischt nach dem Motorstart nicht
Öl ist überhitzt. Wenn die Kontrollleuchte nach dem Gasgeben erlischt, ist nichts weiter zu tun.
Kontrollleuchte erlischt nach dem Gasgeben nicht oder leuchtet während der Fahrt auf
1. Öldruck zu niedrig. Ölstand prüfen, bei Bedarf Öl nachfüllen. Öldruck prüfen.
2. Leitung zum Öldruckschalter hat Masseschluss. Leitung vom Schalter abziehen und zur Seite legen (ohne Masseschluss), Zündung einschalten. Wenn die Leuchte aufleuchtet, Leitung prüfen.
3. Öldruckschalter defekt. Schalter ersetzen.
Öldruck bei allen Drehzahlen zu niedrig
1. Zu wenig Öl im Motor. Öl nachfüllen.
2. Siebfilter verstopft. Ölwanne abnehmen, Siebfilter reinigen.
3. Ölpumpe verschlissen. Ölpumpe ausbauen und prüfen, bei Bedarf ersetzen.
4. Lagerschäden. Motor ausbauen.
Öldruck bei niedrigen Drehzahlen zu niedrig
Druckbegrenzungsventil klemmt durch Verschmutzung in geöffneter Stellung. Ventil ausbauen und prüfen.
Öldruck bei Drehzahlen über 2000 U/min zu hoch
Druckbegrenzungsventil öffnet durch Verschmutzung nicht. Ventil ausbauen und prüfen.
Kühlsystem
Überhitzung
1. Zu wenig Kühlmittel im System
2. Keilriemen der Wasserpumpe verschlissen oder beschädigt, oder Spannung falsch eingestellt
3. Innere Kanäle des Kühlers verstopft oder Kühlergrill verschmutzt (verstopft)
4. Thermostat defekt
5. Fan blades are broken or cracked
6. Fan viscous clutch is faulty. Check the fan clutch: Increase the engine speed with the engine warmed up. As soon as the coolant temperature reaches 90 – 95 °C, the fan speed increases, which can be heard.
7. Coolant temperature gauge is faulty. Check the sensor.
8. Coolant pump is faulty. Remove and check the pump.
9. Radiator cap does not hold pressure. Check the cap pressure (contact a service station).
Engine overcooling
1. Thermostat is faulty
2. Temperature gauge readings are inaccurate.
External coolant leaks
1. Hoses are damaged or deteriorated due to aging, or hose connections at the fittings are loose. Replace the hoses and/or tighten the hose clamps
2. Water pump seals are worn. In this case, coolant will seep through the weep hole in the pump housing
3. Leaks from internal radiator passages or side tank(s). Professional radiator repair is required
4. Leaks through the engine drain plug or water jacket expansion plugs
Internal coolant leaks
ACHTUNG
Innere Undichtigkeiten des Kühlers werden in der Regel durch Prüfung des Motoröls festgestellt. Prüfen Sie die Ölmessstabklinge und die Innenflächen des (der) Zylinderkopfdeckel(s) auf Wasserspuren und Schaumbildung im Öl.1. Leaks through the cylinder head gasket. Perform a cooling system pressure test.
2. Cracks in the cylinder walls or cylinder head casting. Disassemble the engine for inspection
Coolant loss
1. Too much coolant has been added to the system
2. Coolant boils off due to engine overheating
3. Internal or external coolant leaks are present
4. Radiator cap is faulty. Check the cap pressure.
Coolant circulation is disrupted
1. Water pump is not functioning properly. The easiest way to check the pump is to pinch the upper radiator hose with the engine running at idle. If a surge of coolant is felt inside the hose when the hose is released, the pump is working properly
2. Cooling system passages are blocked. Drain the coolant, flush the system, and refill with fresh mixture. If necessary, remove the radiator and perform a reverse-flow flush.
3. Water pump drive belt is worn or damaged, or belt tension is incorrectly adjusted
4. Thermostat is stuck
Heizung
Heater fan does not operate
1. Heater fan motor fuse is faulty. Check the fan fuse and replace if necessary.
2. Fan switch is faulty. Check whether voltage is applied to the blower resistor, remove and check the fan switch.
3. Electric motor is faulty. With the ignition on and the fan switch closed, check whether voltage is applied to the fan motor terminals. If voltage is present, replace the motor.
Heater fan does not operate at one of the speeds
Blower resistor is faulty. Replace the connection board.
Heater cannot be turned off with the control
1. Switch is faulty. Check the switch.
2. Blend door control cables are damaged or do not move freely. Replace the cables.
Heating output is too low
1. Coolant level is too low. Check the coolant level and top up if necessary.
2. Heater control unit operates stiffly or is faulty. Check the heater control unit and replace the cable if necessary.
Noise from the heater fan area
1. Dirt or leaves have entered. Remove the fan and clean it, and clean the air duct.
2. Impeller is unbalanced or bearing is faulty. Remove the fan motor and check that it rotates freely.
Kupplung
Clutch does not disengage (the shift lever cannot be moved freely into reverse and back to neutral with the clutch pedal fully depressed)
Clutch disc is bent or damaged
Clutch slips (engine speed rises without an increase in vehicle speed)
1. Clutch disc is contaminated with oil or friction linings are worn. Remove the clutch and check the condition of its components.
2. Clutch disc has not bedded in properly. Final bedding-in of a new disc may require 30 to 40 normal vehicle starts.
3. Pressure plate/clutch cover is worn
Severe vibration occurs when the clutch is engaged
1. Clutch disc is oil-contaminated. Remove the clutch and check the condition of its components. Repair all leaks found.
2. Clutch disc hub splines are worn. Remove the clutch and check the condition of its components.
3. Pressure plate/clutch cover or flywheel is warped. Remove the clutch and check the condition of its components and the flywheel.
Jerking when the clutch operates
1. Engine and transmission mounts are damaged. Inspect and replace if necessary.
2. Transmission mount bolts on the suspension are loose. Tighten the mounting bolts.
3. Pressure plate is not seating evenly. Replace the clutch cover.
4. Crankshaft is not aligned with the transmission. Check the alignment.
Squealing or grinding occurs when the clutch is fully engaged (pedal released)
Clutch release bearing is seized. Remove the clutch and check the bearing condition. Remove all burrs and scoring, and lubricate the bearing before installation.
Squealing or grinding occurs when the clutch is fully disengaged (pedal depressed)
1. Release bearing is worn or damaged
2. Pressure plate springs (or diaphragm fingers) in the clutch cover are worn or damaged
Clutch pedal stays at the floor after release
Clutch master or slave cylinder piston is seized. Hydraulic clutch system or release bearing is damaged. Check the condition and remove the clutch components if necessary.
Schaltgetriebe (manuell)
Abnormal noises occur with the transmission in neutral while the engine is running
1. Input shaft bearing is worn.
2. Output shaft drive gear bearing is damaged.
3. Countershaft bearings are worn.
4. Countershaft end-play shims are worn or damaged.
Abnormal noises occur in any gear position
1. Any of the causes listed above and/or:
2. Im Schaltgetriebe befindet sich zu wenig Getriebeöl (Ölstand gesunken).
Geräusche treten bei einem bestimmten Gang auf
1. Zähne des Zahnrads dieses Gangs sind verschlissen, beschädigt oder abgebrochen.
2. Synchronring dieses Gangs ist verschlissen oder beschädigt.
Das Schaltgetriebe springt aus dem obersten Gang heraus
Schmutz ist zwischen Getriebeglocke und Motor gelangt oder das Getriebe ist gegenüber dem Motor verschoben.
Beim Schalten treten Probleme auf
1. Kupplungspedal ist nicht vollständig durchgetreten (Kupplung nicht vollständig getrennt).
2. Schaltgestänge ist beschädigt, seine Befestigung hat sich gelockert oder die Einstellung ist gestört. Prüfen Sie die Bauteile sorgfältig und ersetzen Sie bei Bedarf die defekten Teile.
Getriebeöl tritt aus
1. Im Schaltgetriebe befindet sich zu viel Getriebeöl. Lassen Sie bei Bedarf das überschüssige Öl ab.
2. Die Differentialdichtungen müssen ersetzt werden.
Automatikgetriebe (AT)
ACHTUNG
Aufgrund des komplexen Aufbaus des Automatikgetriebes (AT) sind eine vollständige Fehlerdiagnose und die Reparatur von Bauteilen für den durchschnittlichen Hobbymechaniker nicht machbar. Treten andere als die unten aufgeführten Funktionsstörungen des AT auf, muss das Fahrzeug zur Prüfung und Reparatur in eine Fachwerkstatt oder eine Vertretung der Marke AUDI A3 gebracht werden.Allgemeine Probleme mit der Funktion des Schaltmechanismus
Zu den Störungen, die auf eine falsche Einstellung des Schaltgestänges zurückzuführen sind, gehören:
a) Der Motor lässt sich in anderen Getriebestellungen als „P“ (Parken) und „N“ (Neutral) starten. b) Die Anzeige der Getriebestellung stimmt nicht mit dem tatsächlich eingelegten Gang überein. c) Das Fahrzeug fährt bei eingelegter Stellung „P“.
Stellen Sie das Schaltgestänge ein
Das Getriebe rutscht durch, lässt sich nur schwer schalten, macht Geräusche oder überträgt keine Kraft auf die Räder, wenn ein Vorwärtsgang oder der Rückwärtsgang eingelegt ist
1. Für die genannten Probleme gibt es viele mögliche Ursachen. Für den Hobbymechaniker ist jedoch nur eine davon relevant: ein falscher Füllstand des Getriebeöls.
2. Bevor Sie das Fahrzeug in eine Werkstatt bringen, prüfen Sie den Füllstand und den Zustand des Getriebeöls (Kapitel 1). Korrigieren Sie den Füllstand gemäß den Spezifikationen oder wechseln Sie das Öl zusammen mit dem Filter. Wenn das Problem dadurch nicht behoben wird, wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.
Getriebeflüssigkeit tritt aus
1. Automatikgetriebeöl ist dunkelrot. Austretendes Öl darf nicht mit Motoröl verwechselt werden, das durch den Fahrtwind auf das Getriebegehäuse geweht werden kann.
2. Um die Austrittsstelle zu finden und einzugrenzen, entfernen Sie zuerst Schmutz und Schmierstoffe vom Getriebegehäuse. Verwenden Sie ein geeignetes Entfettungsmittel und/oder reinigen Sie mit Dampf. Fahren Sie danach eine kurze Strecke mit niedriger Geschwindigkeit (damit die Flüssigkeit nicht weit von der Austrittsstelle weggeweht wird). Halten Sie an, heben Sie das Fahrzeug an und suchen Sie die Austrittsstelle durch Sichtprüfung. Meist handelt es sich um folgende Stellen:
a) Ölwanne des Getriebes: Ziehen Sie die Befestigungsschrauben nach und/oder ersetzen Sie die Dichtung der Ölwanne. b) Einfüllrohr für Getriebeöl: Ersetzen Sie die Gummidichtung an der Stelle, an der das Rohr in das Getriebegehäuse eingeführt ist. c) Getriebeölleitungen: Ziehen Sie die Verschraubungen nach oder ersetzen Sie die Leitungen. d) Entlüftungsschlauch: Das Getriebe ist überfüllt und/oder Wasser ist eingedrungen.
Achsen
Geräusche
1. Normale Fahrgeräusche. Eine Einstellung ist nicht möglich.
2. Reifengeräusche. Prüfen Sie den Profilzustand und den Reifenfülldruck.
3. Radlager sind verschlissen oder beschädigt oder das Anzugsmoment hat sich verringert.
Vibrationen
Prüfen Sie den Zustand der Radlager, indem Sie nacheinander die einzelnen Fahrzeugecken anheben und das Rad von Hand drehen. Achten Sie dabei auf Geräusche aus dem Radlager. Nehmen Sie die Radlager ab und prüfen Sie ihren Zustand.
Ölaustritt
Die Dichtungen der Antriebswellen sind beschädigt
Bremsanlage
ACHTUNG
Bevor Sie auf ein endgültiges Problem im Bremssystem schließen, vergewissern Sie sich, dass die Reifen in ordnungsgemäßem Zustand sind und mit dem vorgeschriebenen Druck gefüllt sind, die Vorderradeinstellung (Spur und Sturz) in Ordnung ist und das Fahrzeug nicht ungleichmäßig beladen ist.Bremspedalweg ist vergrößert
Ein Bremskreis ist ausgefallen. Prüfen Sie, ob Bremsflüssigkeit austritt.
Bremspedal federt und sackt durch
1. Luft im Bremssystem. Entlüften Sie das System.
2. Zu wenig Flüssigkeit im Behälter. Füllen Sie neue Bremsflüssigkeit nach und entlüften Sie das System.
3. Dampfblasenbildung. Tritt hauptsächlich bei starker Bremsbelastung auf. Wechseln Sie die Bremsflüssigkeit und entlüften Sie das System.
Bremswirkung ist verringert, Bremspedal sackt durch
1. Undichte Leitung. Ziehen Sie die Leitungsverschraubungen nach oder ersetzen Sie die Leitungen.
2. Manschetten im Hauptbremszylinder oder in den Radbremszylindern sind beschädigt. Ersetzen Sie die Manschette. Ersetzen Sie im Hauptbremszylinder die Innenteile und tauschen Sie bei Bedarf den Hauptbremszylinder aus.
3. Gummidichtung ist beschädigt. Reparieren Sie den Bremssattel.
Schlechte Bremswirkung trotz starkem Treten des Bremspedals
1. Bremsbeläge sind verölt. Ersetzen Sie die Bremsbeläge.
2. Ungeeignete oder verhärtete Bremsbeläge sind montiert. Ersetzen Sie die Bremsbeläge. Verwenden Sie Original-AUDI-Bremsbeläge.
3. Bremskraftverstärker ist defekt. Prüfen Sie den Bremskraftverstärker.
4. Bremsbeläge sind verschlissen. Ersetzen Sie die Bremsbeläge.
Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite
1. Reifendruck entspricht nicht den Vorgaben. Prüfen und korrigieren Sie den Reifendruck.
2. Ungleichmäßiger Reifenverschleiß. Ersetzen Sie die verschlissenen Reifen.
3. Bremsbeläge sind verölt. Ersetzen Sie die Bremsbeläge.
4. An einer Achse sind unterschiedliche Bremsbeläge montiert. Ersetzen Sie die Bremsbeläge. Verwenden Sie Original-AUDI-Bremsbeläge.
5. Bremsbeläge sind in schlechtem Zustand. Ersetzen Sie die Bremsbeläge.
6. Führungsbohrungen der Bremssättel sind verschmutzt. Reinigen Sie die Führungen und die Auflageflächen der Beläge im Bremssattel.
7. Zylinder der Bremssättel sind korrodiert. Ersetzen Sie den Bremssattel.
8. Ungleichmäßiger Verschleiß der Bremsbeläge. Ersetzen Sie die Bremsbeläge (an beiden Rädern).
Bremse zieht von selbst an
1. Ausgleichsbohrung im Hauptbremszylinder ist verstopft. Reinigen Sie den Hauptbremszylinder und ersetzen Sie die Innenteile.
2. Spiel zwischen Betätigungsstange und Kolben des Hauptbremszylinders ist zu klein. Prüfen Sie das Spiel.
Bremsen werden während der Fahrt heiß
1. Ausgleichsbohrung im Hauptbremszylinder ist verstopft. Reinigen Sie den Hauptbremszylinder und ersetzen Sie die Innenteile.
2. Spiel zwischen Betätigungsstange und Kolben des Hauptbremszylinders ist zu klein. Prüfen Sie das Spiel.
3. Drosselbohrung im Spezialventil am Boden ist verstopft. Reinigen Sie den Hauptbremszylinder, ersetzen Sie die Innenteile und die Bremsflüssigkeit.
Bremsen vibrieren
1. Bremsbeläge falsch ausgewählt. Bremsbeläge ersetzen, Original-AUDI-Bremsbeläge einbauen.
2. Bremsscheibe stellenweise korrodiert. Bremsscheibe gründlich abschleifen.
3. Bremsscheibe hat Seitenschlag. Bremsscheibe nacharbeiten oder ersetzen.
Bremsbeläge lösen sich nicht von der Bremsscheibe, Rad lässt sich nur schwer von Hand drehen
Korrosion in den Zylindern der Bremssättel. Bremssattel instand setzen, gegebenenfalls ersetzen.
Ungleichmäßiger Bremsbelagverschleiß
1. Bremsbeläge falsch ausgewählt. Bremsbeläge ersetzen, Original-AUDI-Bremsbeläge einbauen.
2. Bremssattel verschmutzt. Führung des Bremssattels reinigen.
3. Kolben läuft schwergängig. Beseitigen.
4. Bremsanlage undicht. Dichtheit der Bremsanlage prüfen.
Keilförmiger Bremsbelagverschleiß
1. Bremsscheibe läuft nicht parallel zum Bremssattel. Anlageflächen des Bremssattels prüfen.
2. Korrosion im Bremssattel. Verschmutzungen beseitigen.
3. Kolben arbeitet fehlerhaft. Kolbenstellung prüfen.
Bremsenquietschen
1. Häufig Ursache sind Witterungseinflüsse (Luftfeuchtigkeit). Tritt das Quietschen nach längerem Stillstand bei hoher Luftfeuchtigkeit auf und verschwindet danach, ist nichts zu tun.
2. Bremsbeläge falsch ausgewählt. Bremsbeläge ersetzen, Original-AUDI-A3-Bremsbeläge einbauen, Trägerbleche mit Anti-Quietsch-Paste bestreichen.
3. Bremsscheibe läuft nicht parallel zum Bremssattel. Anlageflächen des Bremssattels prüfen.
4. Führung des Bremssattels verschmutzt. Führung des Bremssattels reinigen.
5. Haltefedern der Bremsbeläge verbogen. Haltefedern ersetzen.
6. Andruckfedern ausgeleiert. Andruckfedern ersetzen.
Pulsieren des Bremspedals
1. ABS ist aktiv. Normal, keine Hilfe erforderlich.
2. Seitenschlag oder Dickentoleranz der Bremsscheibe zu groß. Schlag und Dicke prüfen. Bremsscheibe nacharbeiten oder ersetzen.
3. Bremsscheibe läuft nicht parallel zum Bremssattel. Anlagefläche des Bremssattels prüfen.
ABS-Kontrollleuchte leuchtet während der Fahrt auf
1. Versorgungsspannung zu niedrig (unter 10 V). Spannung prüfen. Prüfen, ob die Ladekontrollleuchte nach dem Motorstart erlischt. Ist alles in Ordnung, Keilrippenriemen des Generatorantriebs prüfen.
2. ABS-Störung. Festen Sitz und Korrosion der Masseverbindung am Rückfördermotor (im Hydraulikblock) prüfen.
Fahrwerk und Lenkung
Fahrzeug zieht während der Fahrt nach einer Seite SYMPTOM-ABFOLGE
1. Reifen ungleichmäßig aufgepumpt.
2. Reifendefekt vorhanden.
3. Fahrwerks- oder Lenkungskomponenten übermäßig verschlissen.
4. Vorderradeinstellung muss eingestellt werden.
5. Vordere Bremsen klemmen.
Ruckeln, Zerren oder Vibrationen treten auf
1. Radauswuchtung gestört oder Felgen unrund. In einer Reifenwerkstatt auswuchten.
2. Radlager verschlissen, Anzugsmoment nachgelassen oder Einstellung gestört
3. Stoßdämpfer oder andere Fahrwerkskomponenten verschlissen oder beschädigt
Fahrzeug schaukelt übermäßig oder “taucht” in Kurven oder beim Bremsen mit der Nase ein
1. Stoßdämpfer defekt. Gesamten Satz ersetzen.
2. Federn und/oder andere Fahrwerkskomponenten gebrochen oder locker. Zustand der Komponenten prüfen.
Lenkrad läuft zu schwer
1. Flüssigkeitsstand im Behälter der Servolenkung übermäßig gesunken
2. Reifen falsch aufgepumpt.
3. Lenkgestänge unzureichend geschmiert
4. Vorderradeinstellung gestört.
5. Servolenkung erbringt nicht die erforderliche Leistung
Übermäßiges Lenkspiel
1. Anzugsmoment der Vorderradlager nachgelassen
2. Fahrwerks- oder Lenkungskomponenten übermäßig verschlissen
Servolenkung erbringt nicht die nötige Unterstützung
1. Antriebsriemen der Servopumpe verschlissen oder beschädigt oder Riemenspannung falsch eingestellt
2. Hydraulikflüssigkeitsstand übermäßig gesunken
3. Durchgang von Schläuchen oder Leitungen des Hydrauliksystems behindert. Prüfen und bei Bedarf ersetzen.
4. Luft im Hydrauliksystem. System entlüften
Übermäßiger Reifenverschleiß (nicht nur in einem Bereich)
1. Reifen falsch aufgepumpt.
2. Radauswuchtung gestört. An eine Reifenwerkstatt wenden.
3. Räder beschädigt. Prüfen und bei Bedarf ersetzen.
4. Fahrwerks- oder Lenkungskomponenten übermäßig verschlissen.
Übermäßiger Reifenverschleiß an der Außenkante
1. Reifen falsch aufgepumpt.
2. Kurven werden zu scharf gefahren. Geschwindigkeit verringern.
3. Vorderradeinstellung gestört (zu großer Vorspur). In einer Werkstatt fachgerecht einstellen lassen.
4. Querlenker verbogen oder verdreht.
Übermäßiger Reifenverschleiß an der Innenkante
1. Reifen falsch aufgepumpt.
2. Vorderradeinstellung gestört (Nachlauf/Spurdifferenz zu groß). In einer Kfz-Werkstatt einstellen lassen.
3. Lenkungskomponenten beschädigt oder Befestigung gelockert.
Lokaler Reifenverschleiß
1. Radauswuchtung gestört.
2. Felgen beschädigt oder verbogen. Prüfen und bei Bedarf ersetzen.
3. Reifendefekt vorhanden.
Mängel an den Wischerblättern
Rutschen
1. Gummilippen verschmutzt. Gummilippen mit harter Nylonbürste und Reinigungslösung oder Spiritus reinigen.
2. Ausgefranste Wischerkanten, Gummilippen verschlissen oder eingerissen. Gummilippen ersetzen.
3. Alte Gummilippen, rissige Oberflächen. Gummilippen ersetzen.
Im Wischfeld sammelt sich Restwasser sofort zu Tropfen
Windschutzscheibe mit Lackpolitur oder Öl verschmutzt. Windschutzscheibe mit sauberem Tuch und Fett-, Öl- und Silikonentferner reinigen.
Wischerblatt wischt nur einseitig – in eine Richtung gut, in die andere nicht
1. Wischerblatt-Gummi in eine Richtung verformt, „kippt nicht mehr um“. Neues Wischerblatt-Gummi einsetzen.
2. Wischerarm verdreht, Wischerblatt liegt nicht korrekt an der Scheibe an. Wischerarm vorsichtig drehen, bis die senkrechte Position erreicht ist.
Nicht gereinigte Flächen
1. Wischerblatt-Gummi ist aus der Halterung gerutscht. Gummi vorsichtig in die Halterung einsetzen.
2. Wischerblatt liegt ungleichmäßig an der Scheibe an, da Federbügel oder Schienen verbogen sind. Wischerblatt ersetzen. Dieser Fehler tritt vor allem bei unsachgemäßer Montage eines Ersatzwischerblatts auf.
3. Anpressdruck des Arms zu gering. Gelenke der Wischerarme und Feder leicht schmieren oder neuen Wischerarm einbauen.
Reifenschäden
Starker Verschleiß an beiden Seiten der Lauffläche
Reifenluftdruck zu niedrig.
Starker Verschleiß in der Mitte der Lauffläche, über den gesamten Umfang
Reifenluftdruck zu hoch.
Ungleichmäßiger Profilverschleiß
Statische und dynamische Unwucht des Rads. Möglicherweise zu großer Seitenschlag der Felge, zu großes Spiel in den Traggelenken.
Ungleichmäßiger Verschleiß in der Profilmitte
Statische Unwucht des Rads. Möglicherweise Folge eines starken Schlags in vertikaler Richtung.
Starker Verschleiß einzelner Stellen in der Mitte der Lauffläche
Spuren von Blockieren bei Vollbremsung.
Sägezahnförmiger Profilverschleiß. Häufig zusammen mit einem von außen nicht sichtbaren Riss der Gewebelage.
Fahrzeugüberladung. Reifeninnenseite auf Risse der Karkasse prüfen.
Gummilappen an den Seitenkanten der Lauffläche
Falsche Einstellung der Radstellung. Reifen verschlissen. Bei Hinterrädern außerdem Zustand des Stoßdämpfers prüfen.
Aufwerfungen auf einer Seite des Profils am Vorderrad
Falsche Spureinstellung. Reifen verschlissen. Häufige Fahrt über Wellblech. Schnelle Kurvenfahrt.
Cordrisse. Zunächst nur von innen sichtbar.
Überfahren scharfer Steine, Reifenstöße o.ä. bei hoher Geschwindigkeit.
Einseitig verschlissene Lauffläche
1. Sturz prüfen und einstellen.
2. Schaden am ABS. Masseanschluss an der Rücklaufpumpe (im Hydraulikblock) auf festen Sitz prüfen.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Audi A3: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.