Betriebsanleitung

Fahreigenschaften des Fahrzeugs und Fahrassistenzsysteme (ABS, EDS, ASR, ESP)

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Wirtschaftlich und umweltschonend optimales Fahren

Kraftstoffverbrauch, Umweltbelastung sowie Verschleiß von Motor, Bremsen und Reifen hängen von verschiedenen Faktoren ab.

Die Fahrweise bestimmt maßgeblich den Verbrauch, die Schadstoffemissionen und den Geräuschpegel.

Warmlaufen lassen Sie den Motor nicht im Leerlauf.

Das Warmlaufen im Leerlauf dauert lange. Gerade in dieser Phase ist der Motorverschleiß besonders hoch und die Schadstoffemission stark erhöht. Fahren Sie daher sofort nach dem Start los und vermeiden Sie dabei hohe Drehzahlen.

Vermeiden Sie Beschleunigungen bei vollständig durchgetretenem Gaspedal.

Durch gefühlvolles Dosieren des Gaspedals lassen sich der Kraftstoffverbrauch deutlich senken und gleichzeitig die Umweltbelastung und der Verschleiß der reibenden Teile verringern.

Vermeiden Sie während der Fahrt unnötig hohe Drehzahlen. Schalten Sie so früh wie möglich in einen höheren Gang und nur dann in einen niedrigeren, wenn der Motorbetrieb sonst beeinträchtigt würde.

Beispielsweise ist der Kraftstoffverbrauch im 2. Gang mehr als doppelt so hoch wie bei Fahrt im höchsten Gang. Gleichzeitig sinkt durch die niedrigere Motordrehzahl der Motorgeräuschpegel.

Fahren Sie möglichst nicht mit Höchstgeschwindigkeit.

Mit steigender Geschwindigkeit nehmen Kraftstoffverbrauch, Schadstoffemissionen und Geräuschpegel überproportional zu.

Die Fahrweise sollte möglichst gleichmäßig sein und auf vorausschauendem Fahren beruhen.

Unnötiges Beschleunigen und Abbremsen erhöht den Kraftstoffverbrauch und belastet die Umwelt.

Bei verkehrsbedingten Wartezeiten den Motor abstellen.

Auch die jeweiligen Betriebsbedingungen beeinflussen den Kraftstoffverbrauch.

Ungünstig für den Kraftstoffverbrauch sind beispielsweise folgende Situationen:

Hohes Verkehrsaufkommen, besonders in Innenstädten mit zahlreichen Ampeln.

Fahrten mit häufigen Halts, bei denen der Motor vor jeder neuen Fahrt gestartet und warmgefahren werden muss.

Kolonnenfahren im niedrigen Gang, bei dem die Motordrehzahl pro gefahrenem Streckenabschnitt vergleichsweise hoch ist.

Vermeiden Sie durch vorausschauende Routenplanung nach Möglichkeit häufige Halts, Kolonnenfahrten und ähnliche Situationen.

Selbstverständlich hängt der Kraftstoffverbrauch auch von Faktoren ab, auf die der Fahrer keinen Einfluss hat. Ein Anstieg des Verbrauchs ist normal, beispielsweise im Winter oder bei schwierigen Betriebsbedingungen (schlechter Fahrbahnzustand, Anhängerbetrieb usw.).

Technische Bedingungen

Sparsamer Kraftstoffverbrauch und Wirtschaftlichkeit wurden bereits bei der Entwicklung und Herstellung des Fahrzeugs berücksichtigt. Besonderes Augenmerk lag auf der Verringerung der Umweltbelastung. Um diese Eigenschaften optimal zu nutzen und zu erhalten, die folgenden Empfehlungen beachten:

Die planmäßige Wartung gemäß Wartungsplan durchführen

Die Wartung gemäß Wartungsplan gewährleistet nicht nur ständige Betriebsbereitschaft, sondern auch Wirtschaftlichkeit, geringere Umweltbelastung und lange Lebensdauer.

Den Reifenfülldruck alle 4 Wochen prüfen.

Bei zu niedrigem Reifendruck erhöht sich der Rollwiderstand. Dadurch steigen nicht nur der Kraftstoffverbrauch, sondern auch der Reifenverschleiß. Gleichzeitig verschlechtern sich die Fahreigenschaften des Fahrzeugs.

Keinen unnötigen Ballast im Kofferraum mitführen.

Besonders im Stadtverkehr mit häufigem Anfahren beeinflusst das Fahrzeuggewicht den Kraftstoffverbrauch erheblich.

Den Dachträger nach Gebrauch sofort abnehmen.

Besonders bei hoher Geschwindigkeit steigt der Kraftstoffverbrauch aufgrund des erhöhten Luftwiderstands.

Elektrische Verbraucher nur einschalten, wenn sie wirklich benötigt werden.

Heckscheibenheizung, Zusatzscheinwerfer, Heizungsgebläse und Klimaanlage* haben eine hohe Leistungsaufnahme. Die entsprechend höhere Generatorlast erhöht den Kraftstoffverbrauch.

Den Kraftstoffverbrauch regelmäßig kontrollieren.

Den Kraftstoffverbrauch bei jedem Tanken prüfen. So lassen sich Störungen, die zu einem erhöhten Verbrauch führen, rechtzeitig erkennen.

Den Ölstand beim Tanken prüfen.

Der Ölverbrauch hängt wesentlich von der Belastung und der Drehzahl des Motors ab.

Der Ölverbrauch kann erst nach den ersten 5000 km zuverlässig beurteilt werden.

Dies gilt auch für den Kraftstoffverbrauch und die Motorleistung.

Die einwandfreie Funktion des Katalysators ist eine wesentliche Voraussetzung für den Betrieb des Fahrzeugs.

Daher unbedingt die folgenden Regeln beachten:

Fahrzeuge mit Katalysator nur mit bleifreiem Kraftstoff betanken.

Bereits einmaliges Tanken von verbleitem Benzin verschlechtert die Wirkung des Katalysators.

Wurde das Fahrzeug mit verbleitem Kraftstoff betrieben, den Katalysator unbedingt ersetzen.

Bei Fahrzeugen mit Katalysator den Kraftstofftank niemals leerfahren.

Eine unterbrochene Kraftstoffzufuhr kann zu Zündaussetzern führen. Dadurch gelangt unverbrannter Kraftstoff in die Abgasanlage. Dies kann zu Überhitzung und Beschädigung des Katalysators führen.

Treten während der Fahrt Zündaussetzer, Leistungsverlust oder unruhiger Motorlauf auf, kann die Ursache eine Störung der Zündanlage sein. In diesem Fall kann unverbrannter Kraftstoff in die Abgasanlage und von dort in die Atmosphäre gelangen. Außerdem kann der Katalysator durch Überhitzung ausfallen. Sofort die Geschwindigkeit verringern und die Störung in der nächsten Audi Werkstatt beheben lassen.

Nicht mehr Öl einfüllen, als bis zur Markierung MAX.

Das Fahrzeug nicht über eine Strecke von mehr als 50 m anschleppen, um den Motor zu starten.

Beim Abstellen des Fahrzeugs Folgendes beachten:

ACHTUNG

Da der Katalysator sehr heiß wird, parken Sie das Fahrzeug nicht auf trockenem Laub oder anderen leicht entzündlichen Materialien.

Fahren auf schlechten Straßen

Um Schäden am Fahrzeug zu vermeiden, Folgendes beachten:

Beim Auffahren auf eine Plattform oder einen Bordstein sowie beim Fahren auf schlechten Straßen darauf achten, dass Bauteile unter dem Fahrzeugboden, z. B. Spoiler und Auspuffrohr, nicht beschädigt werden.

Dies gilt insbesondere für Fahrzeuge mit tiefergelegtem Fahrwerk (Sportausführung) und bei voller Beladung.

Bremsen

Allgemeines

Neue Bremsbeläge müssen eingefahren werden und bieten daher in den ersten 400 km nach dem Wechsel nicht die optimale Bremswirkung. Die verminderte Bremswirkung wird durch entsprechend höhere Pedalkraft ausgeglichen. Während der Einfahrzeit starkes Bremsen vermeiden, insbesondere bei sehr hoher Geschwindigkeit sowie an steilen Steigungen und Gefällen (z. B. Pässen).

Unter bestimmten Betriebsbedingungen, z. B. nach Wasserdurchfahrten, bei starkem Regen oder nach der Fahrzeugwäsche, kann die Bremswirkung durch Nässe nachlassen, im Winter können die Bremsbeläge oder Bremsscheiben sogar vereisen. In diesem Fall die Bremsen durch leichtes Bremsen trocknen. Die Bremswirkung kann auch nach längerem Nichtgebrauch der Bremsen auf salzbestreuten Straßen nachlassen. Zuerst die Salzschicht durch leichtes Bremsen von Bremsscheiben und Bremsbelägen entfernen.

Korrosion der Bremsscheiben und Verschmutzung der Beläge werden durch lange Standzeiten, geringe Fahrleistung und geringe Belastung der Bremsanlage begünstigt.

Bei längerer geringer Belastung der Bremsanlage sowie bei Korrosion wird empfohlen, die Bremsscheiben und Bremsbeläge durch mehrmaliges kräftiges Bremsen bei mittlerer Geschwindigkeit zu reinigen, um die einwandfreie Funktion der Bremsen wiederherzustellen.

Dieses Bremsen nur bei günstigen Straßenverhältnissen durchführen und wenn dadurch andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden.

Ein plötzlich vergrößerter Bremspedalweg ist möglich, wenn einer der Kreise der Zweikreis-Bremsanlage ausfällt. In diesem Fall langsam zur nächsten Audi Werkstatt fahren und dabei die erhöhte Pedalkraft und den längeren Bremsweg berücksichtigen. Den Bremsflüssigkeitsstand regelmäßig prüfen.

Fällt der Flüssigkeitsstand unter das Minimum, leuchtet die Bremsen-Warnleuchte auf oder es erscheint eine Anzeige des Fahrzeugüberwachungssystems* (siehe Abschnitt Instrumente und Anzeigen. Warn- und Diagnosesysteme).

Bremskraftverstärker

Der Bremskraftverstärker arbeitet nur, wenn der laufende Motor Unterdruck erzeugt. Lassen Sie das Fahrzeug daher niemals mit abgestelltem Motor rollen.

Wenn der Bremskraftverstärker nicht arbeitet, z. B. aufgrund eines Defekts oder beim Abschleppen des Fahrzeugs, muss die Kraft auf das Bremspedal deutlich größer sein, um die fehlende Verstärkungswirkung auszugleichen.

Verwendung zusätzlicher Fußmatten im Fahrerfußraum

Die Bedienung der Pedale darf niemals behindert werden. Daher dürfen unter den Füßen keine Gegenstände liegen, die unter die Pedale rutschen können.

Bei Störungen des Bremssystems kann zum Bremsen ein größerer Pedalweg erforderlich sein.

Das Kupplungs- und das Gaspedal müssen jederzeit bis zum Anschlag durchgetreten werden können.

Die Rückkehr aller Pedale in die Ausgangsposition muss ungehindert gewährleistet sein.

Im Pedalbereich dürfen sich außerdem keine Fußmatten und sonstige zusätzliche, den Boden abdeckende Gegenstände befinden.

Zulässig sind daher nur Fußmatten, die nicht in den Pedalbereich ragen und die gegen Verrutschen gesichert werden können.

ACHTUNG

Im Fußraum dürfen auf keinen Fall Gegenstände liegen, da diese bei plötzlichem Ausweichen oder Bremsen in den Pedalbereich rutschen können und Sie die Brems-, Kupplungs- oder Gaspedale dann nicht mehr bedienen können!

Antiblockiersystem (ABS)

ABS trägt wesentlich zur Erhöhung der Fahrzeugsicherheit bei. Der entscheidende Vorteil eines Bremssystems mit ABS gegenüber einem konventionellen System besteht darin, dass die Räder auch bei einer Notbremsung auf rutschiger Fahrbahn nicht blockieren. Dadurch bleiben Lenkbarkeit und Stabilität des Fahrzeugs in größtmöglichem Umfang erhalten.

Man darf sich jedoch nicht darauf verlassen, dass der Bremsweg durch ABS unter allen Umständen kürzer wird. Beim Fahren auf Schotter oder auf frisch gefallenem Schnee, der auf einer rutschigen Fahrbahn liegt, wo ohnehin äußerste Vorsicht und geringste Geschwindigkeit erforderlich sind, kann sich der Bremsweg sogar leicht verlängern.

Funktionsprinzip des ABS

Bei einer Fahrzeuggeschwindigkeit von etwa 6 km/h beginnt der automatische Regelvorgang. Dabei ist das Betriebsgeräusch der Pumpe zu hören.

Neigt ein Rad zum Blockieren, wird der Bremsdruck an diesem Rad reduziert. Dieser Regelvorgang macht sich durch Pulsieren des Bremspedals sowie charakteristische Geräusche bemerkbar. Damit wird dem Fahrer ein Warnsignal gegeben, dass ein oder mehrere Räder im Bereich des Blockierens arbeiten. Für eine optimale Regelwirkung des ABS treten Sie das Bremspedal durchgehend und keinesfalls in mehreren kurzen Stößen!

ACHTUNG

Auch ein ABS kann die physikalischen Grenzen nicht aufheben. Berücksichtigen Sie dies besonders auf glatter oder nasser Fahrbahn. Bei ersten Anzeichen von Schlupf der Räder sofort die Geschwindigkeit entsprechend der Verkehrssituation verringern.

Die erhöhte Sicherheit darf nicht zu gefährlichem Risikoverhalten verleiten.

Eine Störung des Antiblockiersystems wird durch die Kontrollleuchte angezeigt – siehe Abschnitt Kontroll- und Messinstrumente. Warn- und Diagnosesysteme.

Elektronische Differentialsperre (EDS)*

EDS arbeitet zusammen mit ABS. EDS arbeitet automatisch, d. h. ohne Eingreifen des Fahrers.

Mithilfe der ABS-Sensoren wird die Drehzahl der Antriebsräder bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 40 km/h oder 80 km/h überwacht.

ABS bremst durchdrehende Räder (z. B. auf rutschiger Fahrbahn) ab, während den Rädern mit besserem Fahrbahnkontakt ein erhöhtes Drehmoment zugeführt wird.

Beachten Sie folgende Hinweise:

Beim Anfahren das Gaspedal entsprechend den Fahrbahnverhältnissen betätigen. Dreht ein Rad durch (z. B. ein Rad auf Eis), das Gaspedal so betätigen, dass das Fahrzeug anfährt.

Beim Beschleunigen auf gleichmäßig rutschiger Fahrbahn über die gesamte Breite, z. B. bei Glatteis und Schnee, das Gaspedal vorsichtig betätigen. Besonders bei Fahrzeugen mit Vorderradantrieb besteht trotz EDS die Gefahr, dass die Antriebsräder durchdrehen und dadurch die Fahrstabilität verloren geht.

EDS schaltet sich bei außergewöhnlich hoher Belastung kurzzeitig ab, damit die Scheibenbremse des abbremsenden Rades nicht überhitzt. Das Fahrzeug bleibt dabei betriebsbereit und hat dieselben Fahreigenschaften wie ein Fahrzeug ohne EDS.

ACHTUNG

Die Fahrweise muss dem Zustand der Fahrbahn und der Verkehrssituation entsprechen. Die durch EDS erhöhte Fahrsicherheit darf keinen gefährlichen Risikofaktor begünstigen!

Antriebsschlupfregelung (ASR)*

ASR verhindert das Durchdrehen der Antriebsräder beim Anfahren und Beschleunigen durch Reduzierung des Motormoments. ASR arbeitet über den gesamten Geschwindigkeitsbereich zusammen mit ABS. Bei einer Störung des ABS ist auch ASR außer Funktion.

ASR wird beim Motorstart automatisch eingeschaltet. Bei Bedarf kann es über die Taste in der Schalterleiste ein- und ausgeschaltet werden – siehe Abschnitt Schalter und Bedienelemente.

Bei ausgeschaltetem System leuchtet die ASR-Kontrollleuchte. Siehe Abschnitt Kontroll- und Messinstrumente. Warn- und Diagnosesysteme. In der Regel muss ASR immer eingeschaltet sein. Nur in bestimmten Ausnahmefällen, wenn Schlupf erforderlich ist, darf es ausgeschaltet werden, und zwar:

– bei Fahrt mit montiertem Notrad* – bei Fahrt mit Schneeketten – bei Fahrt auf tiefem Schnee oder losem Untergrund – beim Versuch, sich nach dem Festfahren durch Hin- und Herschaukeln zu befreien, sowie – bei der Auffahrt auf Steigungen mit stark unterschiedlichem Reibwert der Antriebsräder (z. B. unter dem linken Rad Eis, unter dem rechten trockener Asphalt). Schalten Sie danach das Gerät wieder ein.

ACHTUNG

Die Fahrweise muss dem Zustand der Fahrbahn und der Verkehrssituation entsprechen. Die durch ASR erhöhte Fahrsicherheit darf keinen gefährlichen Risikofaktor begünstigen! Voraussetzung für die einwandfreie Funktion von ASR ist die Montage gleicher Reifen an allen vier Rädern des Fahrzeugs. Die Verwendung unterschiedlicher Reifen kann zu einer Verringerung der Motorleistung führen.
Электронная программа стабилизации курсовой устойчивости (ESP)*

Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP)*

ESP verbessert die Kontrolle über das Fahrverhalten des Fahrzeugs in besonderen Situationen, z. B. beim Beschleunigen und in Kurven.

ESP erweitert die Funktionen von ABS / ASR und verringert unter allen Fahrbedingungen die Gefahr des Schleuderns. Dadurch wird die Fahrstabilität des Fahrzeugs verbessert.

ESP arbeitet im gesamten Geschwindigkeitsbereich zusammen mit dem ABS. Bei einer Störung des ABS arbeitet auch das ESP nicht.

ESP wird beim Motorstart automatisch eingeschaltet und führt eine Selbstdiagnose durch.

Bei Bedarf kann das ESP mit der Taste (ESP) ein- und ausgeschaltet werden.

Bei ausgeschaltetem ESP leuchtet die zugehörige Kontrollleuchte. Siehe Unterabschnitt Kontroll- und Messinstrumente. Warn- und Diagnosesysteme.

Normalerweise sollte das ESP immer eingeschaltet sein. Nur in bestimmten Ausnahmefällen, wenn ein Durchdrehen der Räder erforderlich ist, sollte es ausgeschaltet werden, und zwar:

– bei Fahrt auf tiefem Schnee oder losem Untergrund – beim Versuch, sich nach dem Festfahren durch Hin- und Herschaukeln zu befreien.

Schalten Sie danach das ESP wieder ein.

Bei ausgeschaltetem ESP bleiben ABS und EDS funktionsfähig.

Funktionsweise

Das elektronische Stabilitätsprogramm umfasst ABS, EDS und ASR. Zusätzlich zu den Daten, die bei der Arbeit dieser Systeme anfallen, benötigt das ESP-Steuergerät weitere Parameter, die von hochempfindlichen Sensoren erfasst werden. Gemessen werden die Drehgeschwindigkeit des Fahrzeugs um seine Hochachse, die Querbeschleunigung, der Druck im Bremssystem und der Lenkwinkel der Räder.

Aus dem Lenkwinkel der Räder und der Fahrzeuggeschwindigkeit wird die vom Fahrer beabsichtigte Fahrtrichtung ermittelt und ständig mit dem tatsächlichen Fahrzustand des Fahrzeugs verglichen. Bei Abweichungen, z. B. beim Beginn eines Schleuderns, bremst das ESP automatisch das entsprechende Rad ab.

Durch das gezielte Bremsen einzelner Räder wird das Fahrzeug stabilisiert. Bei Tendenz zum Ausbrechen der Hinterachse wird die Bremskraft hauptsächlich am kurvenäußeren Vorderrad aufgebracht. Bei Tendenz zum Untersteuern wird das dem Kurvenmittelpunkt nächstliegende Hinterrad abgebremst. Die Arbeit des ESP ist mit Geräuschen verbunden.

ACHTUNG

Auch ESP kann die physikalischen Grenzen nicht aufheben. Beachten Sie dies besonders auf glatter oder nasser Fahrbahn.

Die Fahrweise muss dem Zustand der Fahrbahn und der Verkehrssituation angepasst sein. Die durch das ESP erhöhte Sicherheit darf nicht zu gefährlichem Risikoverhalten verleiten!

Allradantrieb (quattro)*

Der Allradantrieb Ihres Fahrzeugs arbeitet automatisch.

Das Antriebsmoment wird automatisch entsprechend dem Fahrzustand des Fahrzeugs und den jeweiligen Fahrbahnverhältnissen optimal verteilt.

Dank des auf hohe Motorleistung ausgelegten Allradantriebs ist Ihr Audi ein äußerst leistungsfähiges Fahrzeug mit hervorragenden Fahreigenschaften, sowohl unter normalen Straßenbedingungen als auch unter extremen Bedingungen, bei Schnee oder Glatteis.

Beachten Sie unbedingt folgende Sicherheitshinweise:

ACHTUNG

Die Fahrweise muss dem Zustand der Fahrbahn und der konkreten Verkehrssituation entsprechen. Die erhöhte Sicherheit bei Modellen mit Allradantrieb und ABS darf keinen gefährlichen Risikofaktor begünstigen!

Die Bremsleistung ist durch den Reibwert zwischen Reifen und Fahrbahn begrenzt und unterscheidet sich nicht von der Bremsleistung eines Fahrzeugs mit zwei Antriebsrädern.

Die hohe Beschleunigung, die auch auf glatter Fahrbahn erhalten bleibt, darf daher niemals zu überhöhter Geschwindigkeit verleiten.

Denken Sie bei Fahrten auf nasser Fahrbahn daran, dass bei zu hoher Geschwindigkeit die Vorderräder aufschwimmen können (Aquaplaning). Anders als bei Fahrzeugen mit Vorderradantrieb kündigt sich das Aufschwimmen nicht durch einen plötzlichen Anstieg der Motordrehzahl an. Vermeiden Sie daher zu hohe Geschwindigkeiten und passen Sie die Geschwindigkeit den jeweiligen Straßenverhältnissen an.

Fahren auf unbefestigten Straßen

Der Audi ist kein Geländefahrzeug. Dafür ist die Bodenfreiheit zu gering.

Winterreifen

Allradfahrzeuge haben auch mit Serienbereifung bei winterlichen Bedingungen gute Traktionseigenschaften. Zur weiteren Verbesserung der Fahreigenschaften und der Bremswirkung sollten Sie jedoch an allen vier Rädern Winterreifen oder Ganzjahresreifen montieren. Siehe auch Unterabschnitt Kontrolle des Reifenzustands und des Reifendrucks. Reifenbezeichnung und Radbezeichnung.

Verwendung von Schneeketten

Vorschriften, die die Verwendung von Schneeketten vorschreiben, gelten auch für Allradfahrzeuge. Weitere Informationen zur Verwendung von Schneeketten finden Sie im Unterabschnitt Radwechsel und Reifenwechsel. Schneeketten.

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum Audi A3: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.