Bremsanlage

Funktion der Kontrollleuchten

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ALLGEMEINES.

1. Beim Einschalten der Zündung (vor dem Motorstart) leuchtet die Kontrollleuchte "ABS" auf, die nach 3 Sekunden erlischt. Gleichzeitig leuchtet die Kontrollleuchte "BRAKE" kurz auf und erlischt schnell..

2. Beim Betätigen des Anlassers müssen beide Kontrollleuchten, die rote "BRAKE" und die gelbe "ABS", dauerhaft

leuchten..

3. Nach dem Motorstart muss die Kontrollleuchte "BRAKE" sofort erlöschen, die Kontrollleuchte "ABS" nach 3–4 Sekunden..

Die Reifengröße des Fahrzeugs ist für die Funktion des ABS sehr wichtig. Beim Reifenwechsel dürfen nur Reifen

verwendet werden, die

in Größe, Tragfähigkeit, Bauart und anderen

Betriebseigenschaften den Originalreifen entsprechen, mit denen das Neufahrzeug ausgerüstet war.

Auf die Reifenkennzeichnung ist zu achten.

Reifen dürfen nur satzweise je Achse ersetzt werden. Die Montage anderer Reifen kann die Funktion des ABS erheblich beeinträchtigen. Das ABS besteht aus der Standardbremsanlage und Zusatzkomponenten. Die Bremsanlage umfasst den Unterdruckverstärker, den Hauptbremszylinder, die vorderen Scheibenbremsen, die hinteren Trommelbremsen mit primärer und sekundärer Bremsbacke, Bremsleitungen und -schläuche sowie den Sensor für den Bremsflüssigkeitsstand.

Bremsflüssigkeit und die Kontrollleuchte "BRAKE". Zu den Zusatzkomponenten des ABS gehören:

hydraulische Modulatoren mit elektromechanischem Antrieb, ECU, Relais der Stromversorgung

der Stellglieder, zwei Sicherungen, vier Raddrehzahlsensoren (an jedem Rad), elektrische Verkabelung, Steuergerät mit

Kontrollleuchte und Kontrollleuchte "ABS".

Modulator und elektromechanischer Antrieb umfassen Gehäuse, Kolben,

Kugelgewindetrieb, Rückschlagventil, Magnetventil (nur für Vorderräder),

Elektromotor, Bremsfeder und Zahnradgetriebe. Der Modulator

dient zur Regelung des Bremsflüssigkeitsdrucks im Radzylinder. Die Steuerung des Bremsvorgangs einzelner Räder übernimmt das mikroprozessorgesteuerte ECU. Am Eingang des ECU gehen Signale der Raddrehzahlsensoren

des Bremslichtschalters und des Zündschlosses ein. Die Stromversorgung der ABS-Stellglieder

erfolgt vom ECU und der Batterie über ein Relais, dessen Schaltung vom ECU gesteuert wird. An den

Ausgang des ECU sind drei Modulatormotoren, zwei Magnetventile, das Relais für die Stromversorgung der ABS-Stellglieder und der Diagnosestecker angeschlossen. Die serielle Datenleitung des ECU ist an Klemme M des Diagnosesteckers angeschlossen und überträgt Diagnoseinformationen bei der Systemprüfung. Das ECU

überwacht die Raddrehzahlen aller vier Räder. Wenn bei betätigtem Bremspedal (Bremslicht eingeschaltet) ein Rad zu blockieren beginnt, gibt das ECU dem entsprechenden Modulator den Befehl, den Bremsflüssigkeitsdruck im Radzylinder dieses Rades zu senken. Dabei werden das Magnetventil und der Motorantrieb des Modulators eingeschaltet. Nach Verringerung des Radschlupfs

gibt das ECU den Befehl

zur Druckerhöhung im Radzylinder und überwacht die Änderung der Raddrehzahl. Bei erneut zunehmendem Schlupf gibt das ECU den Befehl zur Freigabe des

Rades. Die beschriebenen Zyklen der Bremsdruckregelung wiederholen sich

bis das Fahrzeug anhält, das Bremspedal losgelassen wird oder bis

keine Gefahr des Blockierens der bremsenden Räder mehr besteht. Neben den unmittelbaren

Steuerfunktionen führt das ECU die Selbstdiagnose sowie die Diagnose aller an seinem Eingang und Ausgang angeschlossenen Sensoren und Stellglieder durch. Bei Erkennung eines Fehlers im ABS legt das ECU den entsprechenden Fehlercode fest und speichert ihn im nichtflüchtigen Speicher (EEPROM), in dem die Information auch bei Abschaltung der Stromversorgung erhalten bleibt..

Warnung.

Das ABS-Steuergerät (ECU) ist nicht zerlegbar und im Betrieb nicht reparierbar. Bei einem Ausfall wird das Steuergerät komplett ersetzt..

Der induktive Drehzahlsensor des Vorderrads ist am Achsschenkel des Vorderradfederbeins montiert. Der Magnetkern des Sensors befindet sich mit geringem Abstand zum Zahnkranz, der sich zusammen mit dem Vorderrad dreht. Beim Drehen des Zahnkranzes wird in der Sensorwicklung eine Wechselspannung induziert. Die Amplitude und.

die Frequenz des Sensorsignals hängen von der Fahrzeuggeschwindigkeit ab und steigen mit ihr. Dabei ist die Frequenz des Sensorsignals proportional zur Fahrzeuggeschwindigkeit..

Der Drehzahlsensor ist nicht zerlegbar. Der Spalt zwischen Sensorkern und Zahnkranz ist im Betrieb nicht einstellbar..

Der Zahnkranz mit 47 gleichmäßig verteilten Zähnen ist auf das Gehäuse des äußeren Gleichlauf-gelenks der Vorderradantriebswelle aufgepresst. Bei.

Wartungs- oder Reparaturarbeiten an der Vorderradaufhängung und am Antrieb der Vorderräder ist Vorsicht geboten, damit die Zähne des Zahnkranzes nicht beschädigt oder abgebrochen werden..

Sind die Zähne des Zahnkranzes beschädigt, ist das äußere Gleichlaufgelenk der Vorderradantriebswelle zu ersetzen..

Der Drehzahlsensor des Hinterrads arbeitet ähnlich wie der Sensor des Vorderrads. Sensor und Zahnkranz sind in die Radnabenbaugruppe des Hinterrads integriert. Bei Beschädigung des Sensors oder des Zahnkranzes ist die komplette Radnabenbaugruppe zu ersetzen..

Das Schließerrelais ist für den hohen Strom ausgelegt, der für

die Versorgung der Aktoren des ABS benötigt wird. Auf Befehl des ECU verbindet das Relais

die Batterie mit dem Eingang des Steuergeräts, das die Versorgung

der Elektromotoren und der Magnetventile der Modulatoren steuert. Das Relais befindet sich auf der rechten Seite des Motorraums neben dem Hydraulikmodulatorblock, der am Radhaus montiert ist. Während des Betriebs führt das ECU ständig die Selbstdiagnose und Diagnose der

Peripheriegeräte des ABS durch. Wird ein Fehler im ABS erkannt, leuchtet die gelbe Warnleuchte

"ABS" blinkt oder leuchtet dauerhaft und zeigt dem Fahrer den Fehler an. Die Warnleuchte

blinkt, wenn die aufgetretene Störung das ABS nicht sofort außer Betrieb setzt. Dennoch ist bei blinkender Warnleuchte "ABS" das System möglichst bald zu prüfen und die Störungen zu beseitigen.

Bei einem schweren Ausfall, der den normalen Betrieb des ABS verhindert, leuchtet die Warnleuchte "ABS" dauerhaft..

Bremsen des Fahrzeugs im Modus mit aktivem ABS ist nicht möglich. Die Bremsanlage des Fahrzeugs

kann jedoch im Grundbremsmodus (ohne ABS-Eingriff) betrieben werden. In diesem Fall ist die Ursache der Störung zu ermitteln und das ABS instand zu setzen..

Die rote Warnleuchte "BRAKE" leuchtet in folgenden Fällen: bei Absinken des Bremsflüssigkeitsstands unter den Sollwert, bei angezogener Feststellbremse, bei

eingeschalteter Zündung und stehendem Motor oder auf Befehl des ECU. Das ECU schaltet die Warnleuchte "BRAKE" ein, wenn im ABS Störungen auftreten, die die

Funktionsfähigkeit der Bremsanlage beeinträchtigen können. In diesem Fall speichert das ECU den Code der entsprechenden Störung, den Code A086 für das Einschalten der Warnleuchte "BRAKE" und

schaltet das ABS ab..

Die elektronische Einheit schaltet die Warnleuchte "ABS" auf Befehl des ECU aus. Bis zum Empfang

des Befehls vom ECU bleibt die Warnleuchte "ABS" eingeschaltet..

Warnung.

Bremsflüssigkeit kann Augen und Haut reizen. Bei

Kontakt von Bremsflüssigkeit mit offenen Körperstellen ist wie folgt vorzugehen. Bei Kontakt mit den Augen – gründlich mit Wasser spülen. Bei Hautkontakt – mit Wasser und Seife abwaschen. Bei Verschlucken – sofort

ärztliche Hilfe aufsuchen.

Tropfen von Bremsflüssigkeit auf lackierte Karosserieflächen, die Isolierung elektrischer Leitungen sowie Steckverbinder und Leitungen der elektrischen Geräte vermeiden. Bremsflüssigkeit kann die Lackierung und die Elektrik beschädigen.

Gelangt Bremsflüssigkeit auf diese Teile, ist die Stelle mit Wasser abzuspülen.

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum Daewoo Nexia: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.