Fahrwerk und Lenkung

Lenkgetriebe - Aus- und Einbau

~3Min. Lesezeit

Manuelle Lenkung

Ausbau

1. Das Massekabel der Batterie abklemmen.

2. Nur bei Fahrzeugen mit Vergaser: Luftfilter ausbauen.

3. Bei Fahrzeugen mit Scheinwerferwaschanlage den Flüssigkeitsbehälter lösen und zur Seite stellen.

4. Beide Schrauben der Spurstangen in der Mitte der Zahnstange entfernen (siehe Abbildung). Sicherungen der Schrauben, Distanzplatte und Unterlegscheiben aufbewahren.

Suspension and steering
Spurstangenverbindung zur Zahnstange

5. Falls ein Lenkungsdämpfer verbaut ist, diesen am Ritzelende lösen und zusammen mit dem Rohr des beweglichen Endes und der Halterung abnehmen.

6. Die Lenkung in Geradeausstellung bringen.

7. Beide Klemmschrauben der elastischen Kupplung lösen. Die Kupplung so weit wie möglich nach oben schieben.

8. Das vordere rechte Rad abnehmen.

9. Die Befestigungskonsolen des Lenkgetriebes an der Spritzwand lösen. Sicherstellen, dass das Ritzel von der Kupplung getrennt ist, und das Lenkgetriebe anschließend durch das Radhaus herausziehen.

Einbau

10. Beim Einbau das Lenkgetriebe an der Spritzwand befestigen. Die Schrauben der Befestigungskonsolen mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen. Auf den Gewindebolzen neue selbstsichernde Muttern verwenden.

11. Vor dem Anschließen der elastischen Kupplung sicherstellen, dass sich das Lenkgetriebe in Geradeausstellung befindet (siehe Abbildung).

Zentrierungsschema des Lenkgetriebes

A = 325 mm

12. Die elastische Kupplung wieder anschließen.

13. Die Spurstangen wieder an der Zahnstange anschließen. Dabei die Unterlegscheiben unter den Stangenenden einsetzen. (Hinweis: Die Spurstangen sind seitenspezifisch. Sie sind richtig eingebaut, wenn ihre Klemmschrauben von unten eingesetzt werden.) Die Distanzplatte oder Dämpferhalterung montieren und die Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen. Dabei neue Sicherungsbleche verwenden.

14. Die übrigen Bauteile in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus einbauen.

Servolenkung

Ausbau

15. Die Punkte 1 bis 9 beachten. Zusätzlich müssen die Vorlauf- und Rücklaufleitungen vom Ritzelgehäuse getrennt werden. Die Flüssigkeit aus den offenen Anschlüssen ablaufen lassen und dann die Öffnungen verschließen, damit kein Schmutz eindringt. Eindringender Schmutz kann das Hydrauliksystem schwer beschädigen.

Einbau

16. Nach Abschluss der Arbeiten das System auffüllen und entlüften.

Lenkgetriebe – Instandsetzung

1. Das Lenkgetriebe auf Verschleiß oder Beschädigungen prüfen. Außerdem prüfen, ob sich die Zahnstange über den gesamten Weg leichtgängig bewegt und ob zwischen Ritzel und Zahnstange keine Rauheit oder übermäßiges Spiel auftritt. Die Gehäusebauteile des Lenkgetriebes können überholt werden, diese Arbeit sollte jedoch einem Opel-Händler überlassen werden. Die einzigen Bauteile, die der Heimwerker problemlos erneuern kann, sind die Faltenbälge des Lenkgetriebes und die Spurstangenköpfe, die an anderer Stelle in diesem Kapitel beschrieben sind.

2. Bei Fahrzeugen mit Servolenkung alle Anschlüsse des Lenkgetriebes auf Undichtigkeiten prüfen und sicherstellen, dass alle Überwurfmuttern fest angezogen sind.

3. Gummilager und Abdeckung des Ritzels prüfen. Wenn die Gummis Verschleiß- oder Alterungserscheinungen zeigen, erneuern.

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