Ac60e Automatikgetriebe / Transaxle

Druckregelmagnet "C" Stellglied klemmt in AUS-Stellung (P07957F)

10Schritte
~60Min.
3/5Schwierigkeit
Erledigt 0 von 10
SYSTEMBESCHREIBUNG

Das ECM verwendet das Fahrgeschwindigkeitssignal und die Signale der Getriebedrehzahlsensoren (NT, SP2), um den tatsächlichen Gang (1., 2., 3., 4., 5. oder 6. Gang) zu erkennen.

Das ECM vergleicht den tatsächlichen Gang mit dem Schaltplan im ECM-Speicher, um mechanische Fehler der Schaltmagnetventile, der Ventilkörperbaugruppe oder der Automatikgetriebebaugruppe (Kupplung, Bremse, Zahnräder usw.) zu erkennen.

DTC-Nr.

DTC-Erkennungsbedingung

Fehlerbereich

SAE

P07957F

Eine der beiden Bedingungen ist erfüllt (2-Fahrt-Erkennungslogik):

  • Der Motor dreht frei hoch, wenn ein Schalten in den 2. oder 6. Gang angefordert wird.
  • Die folgende Bedingung ist zweimal erfüllt:

    Wenn ein Schalten in den 1. Gang angefordert wird, ist der 2. Gang eingelegt.

  • Schaltmagnetventil SL3 bleibt offen oder geschlossen.
  • Ventilkörperbaugruppe des Getriebes ist blockiert.
  • Automatikgetriebebaugruppe (Kupplung, Bremse, Zahnräder usw.)

P0796

BESCHREIBUNG DER ÜBERWACHUNG

Das ECM steuert die Gangwechsel, indem es die Schaltmagnetventile ein- und ausschaltet. Anhand der Turbinendrehzahl am Eingang und der Drehzahl der Ausgangswelle ermittelt das ECM den tatsächlichen Gang (1., 2., 3., 4., 5. oder 6. Gang). Stimmen der vom ECM angeforderte Gang und der tatsächliche Gang nicht überein, schaltet das ECM die MKL (Störungsanzeige) ein und speichert den DTC.

STRATEGIE DER ÜBERWACHUNG

Zugehörige DTCs

P0796:

Schaltmagnetventil SL3 / AUS-Störung

Schaltmagnetventil SL3 / EIN-Störung

Erforderliche Sensoren/Bauteile

Schaltmagnetventil SL3, Getriebedrehzahlsensor (NT), Getriebedrehzahlsensor (SP2), Kurbelwellenpositionssensor (NE)

Betriebshäufigkeit

Kontinuierlich

Dauer

Fehler AUS (A) und (B): 0.5 s

Störung AUS (C) und (D): 0.8 s.

EIN-Fehler: 0.8 s.

MIL-Funktion

2 Fahrzyklen

Betriebsablauf

Keine

TYPISCHE FREIGABEBEDINGUNGEN Alle:

Die Überwachung läuft, solange folgende DTCs nicht gespeichert sind:

P0712, P0713 (Stromkreis TFT-Sensor (ATF-Temperatur))

P0115, P0117, P0118 (Schaltkreis Motorkühlmitteltemperatursensor (ECT))

P0717, P07BF, P07C0 (Schaltkreis Turbinendrehzahlsensor)

P0722, P077C, P077D (Stromkreis Abtriebsdrehzahlsensor)

P0335 (Schaltkreis Kurbelwellenpositionssensor (diese Bedingung gilt nur bei Verwendung der Notlauffunktion))

P0748 (Schaltmagnetventil SL1 Stromkreis)

P0778 (Schaltmagnetventil SL2 Stromkreis)

P0798 (Schaltmagnetventil SL3, Schaltkreis)

P2810 (Schaltmagnetventil SL4, Schaltkreis)

P0327, P0328, P0332, P0333 (Schaltkreis Klopfregelsensor (KCS))

P0120, P0121, P0122, P0123, P0220, P0222, P0223, P0604, P0606, P060A, P060B, P060D, P060E, P0657, P1607, P2102, P2103, P2111, P2112, P2118, P2119, P2135 (ETCS (Elektronische Drosselklappensteuerung))

U0100 (CAN-Kommunikationssystem)

Stromkreis TFT-Sensor (ATF-Temperatur)

Keine Störung im Stromkreis

ECT-Sensor (Motorkühlmitteltemperatur), Schaltkreis

Keine Störung im Stromkreis

Turbinendrehzahlsensor, Schaltkreis

Keine Störung im Stromkreis

Stromkreis Ausgangsdrehzahlsensor

Keine Störung im Stromkreis

Schaltmagnetventil SL1, Schaltkreis

Keine Störung im Stromkreis

Schaltmagnetventil SL2, Schaltkreis

Keine Störung im Stromkreis

Schaltmagnetventil SL3, Schaltkreis

Keine Störung im Stromkreis

Schaltmagnetventil SL4, Schaltkreis

Keine Störung im Stromkreis

Stromkreis KCS (Klopfregelungssensor)

Keine Störung im Stromkreis

ETCS (Elektronische Drosselklappensteuerung)

Kein Systemausfall

CAN-Kommunikationssystem

Kein Systemausfall

Getriebebereich

"D"

Dauer ab Schaltung von „N“ auf „D“

4 s oder mehr

TFT (ATF-Temperatur)

-10°C (14°F) oder höher

Motor

Fahrt

Fehler AUS (A):

Vom ECM gewählter Gang

2.

Drosselklappenöffnungswinkel

3 % oder mehr

Vom ECM angezeigter Druckwert von SL1

1600 kPa (16,3 kgf/cm², 232 psi)

Vom ECM angezeigter Druckwert von SL2

0,1 kPa (0 kgf/cm², 0 psi)

Vom ECM angezeigter Druckwert von SL3

1600 kPa (16,3 kgf/cm², 232 psi)

Fehler AUS (B):

Vom ECM gewählter Gang

6.

Drosselklappenöffnungswinkel

3 % oder mehr

Vom ECM angezeigter Druckwert von SL1

0,1 kPa (0 kgf/cm², 0 psi)

Vom ECM angezeigter Druckwert von SL2

1600 kPa (16,3 kgf/cm², 232 psi)

Vom ECM angezeigter Druckwert von SL3

1600 kPa (16,3 kgf/cm², 232 psi)

AUS-Störung (C):

Vom ECM gewählter Gang

2.

Fahrzeuggeschwindigkeit

2 km/h oder mehr

Drosselklappenöffnungswinkel:

(Wenn Bedingung „D“ nicht erkannt wird)

7.7 % oder mehr bei Motordrehzahl 1600 U/min

(Bedingung variiert mit der Motordrehzahl)

Drosselklappenöffnungswinkel:

(Wenn Bedingung „D“ erkannt wird)

3 % oder mehr bei Abtriebsdrehzahl 900 U/min

(Bedingung variiert je nach Abtriebsdrehzahl)

ECT (Kühlmitteltemperatur)

40 °C oder höher

AUS-Störung (D):

Drosselklappenöffnungswinkel

3 % oder mehr bei Abtriebsdrehzahl 900 U/min

(Bedingung variiert je nach Abtriebsdrehzahl)

Fehler EIN:

Vom ECM gewählter Gang

1.

Fahrzeuggeschwindigkeit

2 km/h bis 40 km/h

Motordrehzahl - Turbinendrehzahl

50 U/min oder mehr

ECT (Kühlmitteltemperatur)

40 °C oder höher

TYPISCHE FEHLERSCHWELLEN
  • [OFF-Störung]
    • Eine der folgenden Bedingungen ist erfüllt: Störung AUS (A), (B) oder ((C) und (D))
Fehler AUS (A):

Turbinendrehzahl - Abtriebsdrehzahl x Übersetzung 2. Gang

1000 U/min oder mehr

Fehler AUS (B):

Turbinendrehzahl - Abtriebsdrehzahl x Übersetzung 6. Gang

1000 U/min oder mehr

Störung AUS (C) und (D):

Turbinendrehzahl / Ausgangsdrehzahl, wenn Ausgangsdrehzahl kleiner als 1000 U/min

3,3500 bis 7,3000

  • [ON-Fehler]
    • Pro Fahrzyklus sind 2 Erkennungen erforderlich:
    • 1. Erkennung: Temporärer Merker EIN
    • 2. Erkennung: Anstehender Fehlercode EIN
Fehler EIN:

Turbinendrehzahl / Ausgangsdrehzahl, wenn Ausgangsdrehzahl kleiner als 1000 U/min

1,9500 bis 2,4000

BESTÄTIGUNGSFAHRMUSTER

VORSICHT:

Beim Durchfahren des Prüffahrzyklus alle Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehrsregeln einhalten.

HINWEIS:

  • Nach Abschluss der Reparaturen die DTCs löschen und anschließend mit der folgenden All-Readiness-Prüfung kontrollieren, ob das Fahrzeug wieder in den Normalzustand zurückgekehrt ist.
  • Beim Löschen der permanenten DTCs das Verfahren „Permanenten DTC löschen“ beachten (siehe Seite ).
  1. Techstream an den DLC3 anschließen.
  2. Zündschalter auf EIN stellen und Techstream einschalten.
  3. DTCs löschen (auch wenn keine DTCs gespeichert sind, das Verfahren zum Löschen der DTCs durchführen).
  4. Zündschalter ausschalten und 2 Minuten oder länger warten.
  5. Zündschalter auf EIN stellen und Techstream einschalten.
  6. Motor starten.
  7. Die Prüfung D-Positions-Schalttest in der Probefahrt durchführen (siehe SeiteHINT: ). [*1]

    HINWEIS:

    [*1]: Normales Prüfverfahren.

    Das normale Prüfverfahren dient zum Abschluss der DTC-Prüfung und wird auch beim Löschen permanenter DTCs verwendet.

  8. Folgende Menüs aufrufen: Antriebsstrang / Getriebe / Utility / All Readiness.
  9. DTC eingeben: P07957F.
  10. Prüfen Sie das Ergebnis der DTC-Bewertung.

    Anzeige im Techstream

    Beschreibung

    NORMAL

    • DTC-Beurteilung abgeschlossen
    • System in Ordnung

    FEHLERHAFT

    • DTC-Beurteilung abgeschlossen
    • System fehlerhaft

    UNVOLLSTÄNDIG

    • DTC-Beurteilung nicht abgeschlossen
    • Führen Sie nach Prüfung der DTC-Freigabebedingungen fahrzyklus­abhängig das Fahrmuster durch.

    N/A

    • DTC-Beurteilung kann nicht durchgeführt werden
    • Die Anzahl der DTCs, deren DTC-Voraussetzungen nicht erfüllt sind, hat die Speichergrenze des Steuergeräts erreicht.

    HINWEIS:

    • Zeigt das Bewertungsergebnis NORMAL, ist das System in Ordnung.
    • Zeigt das Bewertungsergebnis ABNORMAL, liegt eine Fehlfunktion im System vor.
    • Wenn das Prüfergebnis INCOMPLETE oder N/A anzeigt, das normale Prüfverfahren erneut durchführen.
WARNUNG / HINWEIS / TIPP

HINWEIS:

  • Universal-Trip durchführen, um permanente DTCs zu löschen (siehe SeitePerform registration and/or initialization when parts related to the ).
  • Registrierung und/oder Initialisierung durchführen, wenn Teile des Automatikgetriebes ersetzt werden (siehe Seite ).
VORGEHENSWEISE
  1. ANDERE DTCS AUSGABE PRÜFEN (ZUSÄTZLICH ZU DTC P07957F)

(a) Techstream an den DLC3 anschließen.

(b) Zündschalter auf EIN stellen.

(c) Techstream einschalten.

(d) Folgende Menüs aufrufen: Powertrain / Transmission / Trouble Codes.

(e) DTCs mit dem Techstream auslesen.

Ergebnis

Ergebnis

Weiter mit

Nur DTC P07957F wird ausgegeben

A

P07957F und andere DTCs werden ausgegeben

B

HINWEIS:

Wenn ein Magnetventil in der Stellung AUS festhängt, werden DTCs für mehrere Magnetventile einschließlich des fehlerhaften Magnetventils erkannt.

A

ZU SCHRITT 3 GEHEN

B
  1. AKTIVTEST MIT TECHSTREAM DURCHFÜHREN (SCHALTSTELLUNG STEUERN)

HINWEIS:

Dieser Test sollte immer mit mindestens 2 Personen durchgeführt werden.

(a) Motor warm laufen lassen.

(b) Zündschalter ausschalten.

(c) Techstream an den DLC3 anschließen.

(d) Zündschalter auf ON stellen.

(e) Techstream einschalten.

(f) Folgende Menüs aufrufen: Antriebsstrang / Getriebe / Aktiver Test.

(g) Aktivtest gemäß der Anzeige im Techstream durchführen.

HINWEIS:

Durch Vergleich des über den Active Test angesteuerten Gangs mit dem tatsächlichen Gang kann das Problem bestätigt werden (siehe SeiteTransmission ).

Getriebe

Tester-Anzeige

Prüfteil

Stellbereich

Diagnosehinweis

Schaltposition steuern

Betätigt die Schaltmagnetventile, damit Gänge manuell gewählt werden können.

1./2./3./4./5./6.

Start/Stop

Dient zur Überprüfung der Funktion der Schaltmagnetventile.

Hoch- und Herunterschaltungen sollten nacheinander durchgeführt werden. Zwischen den Gangwechseln ist ein Intervall von 10 Sekunden erforderlich.

Bei hohen Geschwindigkeiten nicht herunterschalten. Dies beschädigt das Automatikgetriebe.

[Fahrzeugzustand]

  • 50 km/h oder weniger

HINWEIS:

  • Dieser Test kann bei einer Fahrzeuggeschwindigkeit von 50 km/h oder weniger durchgeführt werden.
  • Die Hochschaltungen vom 4. in den 5. und vom 5. in den 6. Gang müssen mit losgelassenem Fahrpedal durchgeführt werden.
  • Die Rückschaltungen vom 6. in den 5. und vom 5. in den 4. Gang müssen mit losgelassenem Fahrpedal durchgeführt werden.
  • Das Fahrpedal mindestens 2 Sekunden nach dem Schalten nicht betätigen und nicht aufeinanderfolgend schalten.
  • Der vom ECM angeforderte Gang wird im Datenlisten-/Schaltstatus-Display des Techstream angezeigt.

(h) Den vom ECM angeforderten Gang mit dem tatsächlichen Gang vergleichen.

Ergebnis

Tatsächlicher Gang während der Störung

Vom ECM angeforderter Gang

Weiter mit

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Schaltmagnetventil SL1

Klemmt EIN

1.

2.

3.

4.

4.

4.

A

Klemmt AUS

N*1

N*1

N*1

N*1

5.

6.

Schaltmagnetventil SL2

Klemmt EIN

4.

4.

4.

4.

5.

6.

B

Klemmt AUS

1.

2.

3.

1.

N*1

N*1

Schaltmagnetventil SL3

Klemmt EIN

2.

2.

3.

4.

5.

6.

C

Klemmt AUS

1.

1.

3.

4.

5.

N*1

Schaltmagnetventil SL4

Klemmt EIN

3.

3.

3.

4.

5.

5.

D

Klemmt AUS

1.

2.

1.

4.

N*1

6.

Schaltmagnetventil SLT

Klemmt EIN

N*2

N*2

N*2

N*2

N*2

N*2

E

Klemmt AUS*3

1.

2.

3.

4.

5.

6.

HINWEIS:

  • *1: Neutral
  • *2: Wenn das Schaltmagnetventil SLT in der EIN-Stellung klemmt, ist der Leitungsdruck niedrig. Daher ist das Drehmoment, das von jedem Gang übertragen werden kann, geringer als die normale Grenze. Wenn die Motorleistung diese verringerte Grenze überschreitet, steigt die Motordrehzahl frei an.
  • *3: Wenn das Schaltmagnetventil SLT in der AUS-Stellung klemmt, ist der Schaltvorgang normal.
A

ZUM DTC-DIAGRAMM GEHEN (ZUGEHÖRIGES SCHALTMAGNETVENTIL SL1 FUNKTIONSSTÖRUNG DTC P07457F)

B

ZUM DTC-DIAGRAMM GEHEN (ZUGEHÖRIGES SCHALTMAGNETVENTIL SL2 FUNKTIONSSTÖRUNG DTC P07757F)

D

ZUR DTC-TABELLE GEHEN (ZUGEHÖRIGER DTC ZUR LEISTUNG DES SCHALTMAGNETVENTILS SL4 P28077F)

E

ZUM DTC-DIAGRAMM GEHEN (ZUGEHÖRIGES SCHALTMAGNETVENTIL SLT FUNKTIONSSTÖRUNG DTC P27137F)

C
  1. MAGNETVENTIL SCHALTVENTIL SL3 PRÜFEN

(a) Schaltmagnetventil SL3 ausbauen (siehe Seite ).

(b) Den Widerstand gemäß den Werten in der folgenden Tabelle messen.

Sollwert Widerstand:

Prüfanschluss

Zustand

Vorgegebener Zustand

1 - 2

20 °C

5.0 bis 5.6 Ω

(c) Schaltmagnetventil mit 12-V-Batteriespannung beaufschlagen und prüfen, ob sich das Ventil bewegt und ein Betriebsgeräusch erzeugt.

i.O.:

Messbedingung

Vorgegebener Zustand

  • Batterie Plus (+) mit einer 21-W-Lampe → Klemme 1
  • Batterie Minus (-) → Klemme 2

Ventil bewegt sich und erzeugt ein Betriebsgeräusch

Text in der Abbildung

*1

Schaltmagnetventil SL3

NICHT i.O.

SCHALTMAGNETVENTIL SL3 ERSETZEN

OK
  1. STEUERGERÄTEBLOCK DES GETRIEBES PRÜFEN

(a) Ventilkörperbaugruppe des Getriebes prüfen (siehe SeiteOK: ).

i.O.:

Auf keinem Ventil befinden sich Fremdkörper, und sie arbeiten leichtgängig.

OK

AUTOMATIKGETRIEBE INSTANDSETZEN ODER ERSETZEN

NICHT i.O.

STEUERGERÄTEBLOCK DES GETRIEBES INSTANDSETZEN ODER ERSETZEN

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum Toyota Tacoma: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.