Bremsanlage

Vorderradbremsbeläge – Erneuerung

~3Min. Lesezeit
Warnung: Immer beide Sätze Vorderradbremsbeläge gleichzeitig erneuern – niemals nur die Beläge eines Rades, da sonst ungleichmäßige Bremswirkung auftreten kann. Der beim Verschleiß der Beläge entstehende Staub kann Asbest enthalten, der gesundheitsschädlich ist. Niemals mit Druckluft ausblasen und keinesfalls einatmen. Beim Arbeiten an den Bremsen ist eine zugelassene Filtermaske zu tragen. Bremsteile NICHT mit Benzin oder erdölbasierten Lösungsmitteln reinigen; nur Bremsenreiniger oder Brennspiritus verwenden. 1 Radmuttern lösen, Fahrzeugvorderseite anheben, mit Stützen sichern (siehe „Aufbocken und Abstützen des Fahrzeugs“) und das/die Rad/Räder abnehmen.

2 Sofern vorhanden, den Verschleißsensor der Bremsbeläge aus seinem Halteclip (unterhalb der Entlüfterschraube) lösen und den Kabelstecker abziehen (siehe Abbildung).

2.2 Disconnect the disc pad wear sensor lead at the connector
2.2 Kabel des Verschleißsensors der Bremsbeläge am Stecker abziehen

3 Den Halteclip mit einem Schraubendreher vom Bremssattel abhebeln (siehe Abbildung).

2.3 Disc pad retaining clip
2.3 Halteclip der Bremsbeläge

4 Die Schrauben mit einem 7-mm-Innensechskantschlüssel lösen, bis sie aus den Sattelhaltern herausgezogen werden können (siehe Abbildungen).

2.4a Unscrew the caliper bolt using an Allen key . . .
2.4a Innensechskantschraube des Bremssattels mit Innensechskantschlüssel lösen . . .2.4b . . . and withdraw the bolt from the anchor bracket
2.4b . . . und Schraube aus dem Sattelhalter herausziehen

5 Das Kolbengehäuse herausziehen und mit einem Stück Draht festbinden, damit die Bremsschlauchleitung nicht belastet wird (siehe Abbildung).

2.5 Withdraw the caliper piston housing
2.5 Bremssattel-Kolbengehäuse herausziehen

6 Den inneren Belag aus dem Kolbengehäuse entnehmen (siehe Abbildung).

2.6 Removing the inboard pad from the piston housing . . .
2.6 Innenlegten Belag aus dem Kolbengehäuse entnehmen . . .

7 Den äußeren Belag aus dem Sattelhalter entnehmen (siehe Abbildung).

2.7 . . . and the outboard pad from the anchor bracket
2.7 . . . und den äußeren Belag aus dem Sattelhalter entnehmen 8 Sämtlichen verbliebenen Staub oder Schmutz entfernen; dabei den Staub nicht einatmen, da er asbesthaltig und gesundheitsschädlich ist. 9 Mit einem flachen Holzstück, einem Reifenheber oder ähnlichem den Kolben gerade in seine Bohrung drücken. Dies ist nötig, damit die neuen, dickeren Beläge eingebaut werden können. 10 Beim Eindrücken des Kolbens steigt der Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter des Hauptbremszylinders an. Daher etwas Flüssigkeit mit einem alten Aräometer oder einem Geflügelbaster absaugen. Darauf achten, dass keine Bremsflüssigkeit auf den Lack tropft, da sie diesen wie ein Lackentferner angreift. 11 Den Zusammenbau beginnen, indem der innere Belag in das Kolbengehäuse eingesetzt wird. Sicherstellen, dass die Feder auf der Rückseite des Belags in den Kolben passt. 12 Das Kabel des Verschleißsensors so verlegen, dass es nicht an beweglichen Teilen scheuern kann. Den Stecker des Verschleißsensors am Befestigungsclip (sofern vorhanden) anbringen und wieder anschließen. 13 Falls sich das Kabel abgewickelt hat, das überschüssige Kabel locker aufwickeln, damit das Spiel beseitigt wird, aber noch genügend Flexibilität (25 mm) für den Belagverschleiß verbleibt. Das aufgewickelte Kabel darf keinesfalls gespannt werden. 14 Die Schutzfolie von der Oberfläche des neuen äußeren Belags abziehen und ihn in die Führung des Sattelhalters einsetzen. 15 Das Bremssattel-Kolbengehäuse aufsetzen und die Innensechskantschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festschrauben. 16 Den Halteclip einsetzen. 17 Die Arbeitsschritte an der gegenüberliegenden Bremse wiederholen. 18 Die Fußbremse mehrmals kräftig betätigen, um die Beläge an der Scheibe anzulegen, und anschließend den Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter des Hauptbremszylinders prüfen und gegebenenfalls auffüllen. 19 Das/die Rad/Räder montieren und das Fahrzeug absenken.

20 Nach dem Einbau neuer Beläge möglichst in den ersten 150 km starkes Bremsen vermeiden. So können sich die Beläge einschleifen und ihre volle Wirkung erreichen.

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