Technische Beschreibung

ATF-Stand im Automatikgetriebe prüfen

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Regelmäßige Kontrolle

Das Automatikgetriebe ist mit einer synthetischen Flüssigkeit gefüllt, die als Automatic Transmission Fluid (ATF) bezeichnet wird. Diese Flüssigkeit dient als Schmiermittel und steuert zugleich den hydraulischen Druck im Getriebe. Damit sie den Anforderungen entspricht, muss das ATF die Freigabe haben und mit der Bezeichnung „Dexron“ (mit nachfolgender Kontrollnummer) gekennzeichnet sein. Eine falsch gewählte Flüssigkeit kann einen nicht reparierbaren Schaden am Getriebe verursachen!

VORGEHENSWEISE

Bei der Kontrolle muss das ATF Betriebstemperatur haben, was etwa einer Fahrstrecke von 10 km entspricht. Die Flüssigkeitsmenge ändert sich in Abhängigkeit von der Temperatur. Im kalten Zustand ist der Kontrollstand zu niedrig, nach einer längeren Fahrt zu hoch.

Fahrzeug mit der Feststellbremse sichern, Schalthebel in Stellung „P“ bringen, Motor im Leerlauf laufen lassen.

Ölmessstab für ATF herausziehen, der in Fahrtrichtung links hinten am Motor angeordnet ist. Er ist am Griff zu erkennen. Zum Abwischen nur ein völlig trockenes, fusselfreies Tuch verwenden.

Messstab einführen und erneut herausziehen. Die Flüssigkeitsmenge zwischen oberer und unterer Markierung beträgt 0.2 L.

Zwischen beiden Markierungen muss klares ATF sichtbar sein. Die Markierung am Stabende dient nur zur Messung bei der Befüllung im Falle eines ATF-Wechsels.

Früher war ATF stets klar und hellrot gefärbt. Heute wird eine Flüssigkeit verwendet, die sich im Betrieb schwarzbraun verfärben kann.

Riecht das ATF am herausgezogenen Messstab verbrannt, liegt ein Schaden am Getriebe vor.

Bei zu niedrigem Flüssigkeitsstand darf nicht einfach ATF nachgefüllt werden. Das Getriebe ist auf Undichtigkeiten zu prüfen. Die erforderlichen Abdichtarbeiten sind einer Werkstatt zu überlassen.

Ein zu hoher Flüssigkeitsstand kann durch Schäden an der Dichtung zwischen dem Planetengetriebe und dem Achsantrieb verursacht sein.

Ölstand im Achsantrieb prüfen.

Ist dort zu wenig Öl vorhanden, müssen beide Baugruppen in einer Werkstatt neu abgedichtet und das ATF gewechselt werden.

Liegt der Ölstand im Achsantrieb im Normalbereich, wird überschüssiges ATF einfach aus dem Automatikgetriebe abgesaugt. Ein zu hoher ATF-Stand kann ebenfalls zu Schäden am Getriebe führen.

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