Prüfung von Radaufhängung und Lenkung (alle 10.000 km oder 6 Monate)
1 Vorderwagen anheben und sicher auf Achsstützen abstellen (siehe „Anheben und Abstützen des Fahrzeugs“).
2 Die Staubschutzkappen der Kugelgelenke und die Manschetten des Zahnstangenlenkgetriebes auf Risse, Scheuerstellen oder Alterung prüfen (siehe Abbildung). Verschleiß an diesen Teilen führt zu Schmierstoffverlust sowie zum Eindringen von Schmutz und Wasser, was zu raschem Verschleiß der Kugelgelenke oder des Lenkgetriebes führt.

18.2 Prüfen der Lenkgetriebemanschette
3 Das Rad in den Positionen 12 Uhr und 6 Uhr greifen und versuchen zu rütteln (siehe Abbildung). Ein sehr geringes Spiel kann spürbar sein; ist die Bewegung jedoch deutlich, ist eine weitere Untersuchung nötig, um die Ursache festzustellen. Während ein Helfer die Fußbremse betätigt, weiter am Rad rütteln. Verschwindet die Bewegung nun oder wird sie deutlich geringer, liegen vermutlich die Radlager vor. Ist das Spiel bei betätigter Fußbremse weiterhin vorhanden, liegt Verschleiß an den Aufhängungsgelenken oder -lagern vor.

18.3 Rütteln am Rad zur Prüfung von Lenk- und Radaufhängungsteilen 4 Das Rad nun in der Position 9 Uhr und 3 Uhr greifen und wie zuvor rütteln. Ein dabei spürbares Spiel kann wiederum auf Verschleiß der Radlager oder der Spurstangenkugelgelenke zurückzuführen sein. Ist das innere oder äußere Kugelgelenk verschlissen, ist die Bewegung deutlich sichtbar. 5 Mit einem großen Schraubendreher oder Flachstahl die Lagerbuchsen der Radaufhängung auf Verschleiß prüfen, indem zwischen dem jeweiligen Aufhängungsteil und seiner Befestigungsstelle gehebelt wird. Eine gewisse Bewegung ist zu erwarten, da die Lager aus Gummi bestehen; übermäßiger Verschleiß sollte jedoch deutlich erkennbar sein. Außerdem den Zustand aller sichtbaren Gummibuchsen prüfen und auf Risse, Einrisse oder Verschmutzung des Gummis achten. 6 Bei auf den Rädern stehendem Fahrzeug einen Helfer das Lenkrad etwa eine Achtelumdrehung in jede Richtung hin und her drehen lassen. Zwischen Lenkrad und Rädern sollte kaum oder gar kein Spiel vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, die zuvor beschriebenen Gelenke und Lager genau prüfen; zusätzlich die Kardangelenke der Lenksäule auf Verschleiß sowie das Zahnstangenlenkgetriebe selbst prüfen. 7 Sichtprüfen, ob jedes untere Querlenker-Kugelgelenk korrekt im Achsschenkel sitzt, und sicherstellen, dass die Klemmschraube mit Torx-Profil vollständig in der Nut des Kugelgelenkbolzens eingreift. Prüfung des Federbeins/Stoßdämpfers
8 Die Umgebung des Federbein-/Stoßdämpfergehäuses sowie die Gummimanschette um die Kolbenstange auf Anzeichen von Flüssigkeitsaustritt prüfen. Tritt Flüssigkeit aus, ist das Federbein/der Stoßdämpfer innen defekt und muss erneuert werden. Hinweis: Federbeine/Stoßdämpfer immer paarweise an derselben Achse erneuern. 9 Die Wirksamkeit des Federbeins/Stoßdämpfers lässt sich prüfen, indem das Fahrzeug an jeder Ecke federnd auf- und abbewegt wird.
Grundsätzlich kehrt die Karosserie nach dem Einfedern in ihre normale Position zurück und kommt dort zur Ruhe. Federt sie darüber hinaus nach oben und pendelt zurück, ist wahrscheinlich das Federbein bzw. der Stoßdämpfer defekt. Prüfen Sie außerdem die oberen und unteren Lager des Federbeins bzw. Stoßdämpfers auf Verschleißspuren.
Testen Sie sich
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