Benzinmotoren - Ausbau und Grundüberholung

Ausbau des Antriebsaggregats – Verfahren und Sicherheitshinweise

~7Min. Lesezeit

Wenn die Entscheidung getroffen wurde, den Motor für eine Grundinstandsetzung oder die Reparatur wesentlicher Baugruppen auszubauen, sind bestimmte vorbereitende Maßnahmen erforderlich.
Es ist sehr wichtig, den Arbeitsplatz festzulegen. Am besten geeignet ist zweifellos eine Werkstatt. Unverzichtbar sind ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz sowie ein Stellplatz für das Fahrzeug. Steht weder eine Werkstatt noch eine Garage zur Verfügung, ist zumindest eine ebene und saubere Beton- oder Asphaltfläche erforderlich.
Das Reinigen des Motorraums und des Antriebsaggregats vor Beginn des Ausbaus hält das Werkzeug sauber und dauerhaft einsatzbereit.
Außerdem werden ein Bodenhebegerät oder ein Elektrokettenzug benötigt. Stellen Sie sicher, dass diese Geräte eine ausreichende Tragfähigkeitsreserve besitzen und in der Lage sind, Motor mit Getriebe anzuheben. Die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften hat hierbei höchste Priorität, da das Herausheben des Motors aus dem Fahrzeug ein potenziell gefährlicher Arbeitsgang ist.
Wird der Motorausbau von einer unerfahrenen Person durchgeführt, ist ein Helfer erforderlich. Holen Sie Rat ein und bitten Sie Personen mit Erfahrung in solchen Arbeiten um Unterstützung. Es gibt zahlreiche Fälle, in denen Versuche, den Motor allein auszubauen und aus dem Motorraum herauszuheben, erfolglos blieben.
Planen Sie Ihr Vorgehen im Voraus. Leihen Sie vor Arbeitsbeginn alle erforderlichen Werkzeuge und Geräte aus oder beschaffen Sie diese. Zu den Hilfsmitteln, die die Sicherheit beim Aus- und Einbau des Motors gewährleisten und den Arbeitsaufwand senken, gehören (neben dem Hebezeug) ein Hubwagen mit ausreichender Tragfähigkeit, ein vollständiger Satz Schlüssel und Steckschlüsseleinsätze, Holzkeile, Putztücher und Lösungsmittel zum Beseitigen der unvermeidlichen Flüssigkeitspfützen von Motorbetriebsstoffen. Wird das Hebezeug ausgeliehen, vereinbaren Sie dies im Voraus und führen Sie zuerst alle Arbeiten aus, für die dieses Gerät nicht benötigt wird. So sparen Sie Geld und Zeit.
Bedenken Sie, dass Sie das Fahrzeug längere Zeit nicht nutzen können. Für einige Arbeiten, die ohne Spezialausrüstung zu Hause nicht durchführbar sind, müssen Sie eine Kfz-Werkstatt aufsuchen. Diese Betriebe arbeiten nach Zeitplan; es ist sinnvoll, sich dort vor dem Motorausbau zu erkundigen, um den Zeitaufwand für die Reparatur und die Wiederherstellung der Teile genau abzuschätzen.
Seien Sie beim Aus- und Einbau des Antriebsaggregats stets besonders aufmerksam.
Unüberlegtes Handeln kann zu schweren Verletzungen führen. Denken Sie Ihr Vorgehen im Voraus durch. Nehmen Sie sich dafür Zeit, denn das Wichtigste ist, die Arbeit ohne Verletzungen auszuführen.

Aus- und Einbau des Antriebsaggregats

* Machen Sie sich vor Ausführung der Arbeiten mit dem Inhalt dieses Abschnitts vertraut.
Der Hersteller empfiehlt den Ausbau des Motors mit Getriebe als Einheit, indem das gesamte Antriebsaggregat nach oben angehoben und aus dem Motorraum entfernt wird. Das Getriebe wird nach dem Ausbau des Antriebsaggregats und dem Absetzen auf den Werkstattboden vom Motor getrennt. Ist keine Getriebereparatur vorgesehen, kann der Motor allein ausgebaut werden, während das Getriebe im Fahrzeug verbleibt. Der Motor wird durch Anheben nach oben und Herausführen aus dem Motorraum ausgebaut; dazu ist die Riemenscheibe der Kurbelwelle abzunehmen und der Motor auf der Zahnriemenseite anzuheben, damit die Karosserie nicht berührt wird.

* Die betreffenden Fahrzeuge sind mit Airbags ausgestattet. Bei angeschlossener Batterie kann sich der Airbag (der eine feste Bauform hat) jederzeit entfalten. Um ein versehentliches Auslösen des Airbags (und mögliche Verletzungen) bei allen Arbeiten in der Nähe von Airbag-Bauteilen zu vermeiden, drehen Sie den Zündschlüssel in Stellung LOCK und trennen Sie die Batterie vom Massepol. Nach dem Abklemmen der Batterie warten Sie zwei Minuten (zur vollständigen Entladung des Reservekondensators). Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie in Unterabschnitt 12.24.

Ausbau

VORGEHENSWEISE

1. Kraftstoffsystem druckentlasten (siehe Unterabschnitt 5.2).
2. Batterie-Massekabel abklemmen.
3. Batterie und Batteriehalter ausbauen.
4. Motorhaube abnehmen; Schutzabdeckung unterlegen (siehe Unterabschnitt 11.8).
5. Luftfilter ausbauen (siehe Unterabschnitt 5.9).
6. Fahrzeug anheben und auf Stützen absetzen. Kühlflüssigkeit und Motoröl ablassen und Antriebsriemen abnehmen (siehe Unterabschnitt 2.6.4).

7. Нанесите четкие метки на шланги системы охлаждения и снижения токсичности

7. Deutlich sichtbare Markierungen an Kühlsystem- und Abgasentgiftungsschläuchen, Unterdruckschläuchen, Steckverbindern, Masseanschlüssen und Kraftstoffleitungen anbringen. Markierungen mit Klebeband aufkleben oder mit Farbe aufbringen, damit sie gut sichtbar sind. Die Lage der Bauteile und Halterungen fotografieren oder skizzieren.
8. Scheibenwaschbehälter und Kühlmittelbehälter ausbauen.
9. Lüfter und Kühler ausbauen (siehe Unterabschnitt 4.8 und Unterabschnitt 4.5).
10. Heizungsschläuche abklemmen.
11. Restdruck im Kraftstofftank abbauen: Tankdeckel öffnen und Kraftstoffleitungen vom Motor trennen (siehe Unterabschnitt 5.2).
12. Gaszug am Motor, Drosselklappengestänge des Getriebes und Schaltseil abklemmen (falls vorhanden).
13. Batterie und Batteriehalter ausbauen (siehe Unterabschnitt 3.3.2).
14. Ansaug- und Auslasskrümmer gemäß Beschreibung in Unterabschnitt 3.1.1.4 und Unterabschnitt 3.1.1.5 ausbauen.
15. Bei Fahrzeugen mit Servolenkung die Befestigungsschrauben der Servopumpe lösen. Falls genügend Platz vorhanden ist, Pumpe festbinden und zur Seite legen, ohne die Schläuche abzuklemmen. Schläuche bei Bedarf abklemmen (siehe Unterabschnitt 10.19).

* Kompressor mit Draht sichern; er darf nicht an den Schläuchen hängen.

16. Hebezeug am Motor anschlagen, Hebezeugkette einhängen und die Anschlagketten an der Kette befestigen. Das Spiel bis zu einer leichten Vorspannung der Kette ausgleichen.
17. Antriebswellen ausbauen (siehe Abschnitt 8.3).
18. Die Spannschraube des hinteren Motorlagers (auf der Seite der Spritzwand) lösen, die Gummistopfen aus dem Längsträger des Motorlagers entfernen und
die vier Muttern und fünf Schrauben lösen (siehe Abschnitt 7.1.5).
19. Antriebsriemen, Kühlmittelpumpenriemenscheibe und Kurbelwellenriemenscheibe abnehmen.
20. Schraube des kühlerseitigen Motorlagers zum Fahrgestell lösen.
21. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe das Kunststoffschutzblech an der Unterseite des Getriebegehäuses entfernen. Schrauben des Drehmomentwandlers an der Antriebsscheibe lösen (siehe Abschnitt 7.2.8) und den Drehmomentwandler leicht in Richtung Getriebe schieben.
22. Schrauben der Getriebebefestigung am Motor lösen und Motor vom Getriebe trennen (siehe Abschnitt 7.1.5). Der Drehmomentwandler muss am Getriebe verbleiben.

* Wenn zusammen mit dem Motor auch das Getriebe ausgebaut wird, lösen Sie das linke Motorlager sowie die Seilzüge, Leitungen und Schläuche am Getriebe. Die Schrauben der Getriebebefestigung am Motor werden in diesem Schritt nicht gelöst.

23. Nochmals prüfen, ob alle Teile, die Motor mit Karosserie oder Getriebe verbinden, gelöst sind. Alle übrigen Teile vor dem Lösen kennzeichnen.
24. Getriebegehäuse mit einem Untersetzer abstützen und ein Holzbrett unterlegen, um das Gehäuse nicht zu beschädigen. Schrauben der Motorlager lösen, außer denjenigen, die zum Getriebe gehören.

* Nach dem Anheben des Motors bzw. Antriebsaggregats ist das Arbeiten unter Motor oder Getriebe streng verboten.

25. Осторожно поднимите двигатель (или силовой агрегат в сборе) из моторного

25. Motor (bzw. Antriebsaggregat komplett) vorsichtig aus dem Motorraum heben. Erforderlichenfalls die Lager aus den Halterungen am Rahmen drücken.

* Beim Ausbau des Motors aus einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe, wenn das Getriebe im Fahrzeug verbleibt, muss das Getriebe mit einem Untersetzer abgesenkt werden. Dies ist erforderlich, um den Motor zu kippen und aus dem Motorraum herauszuheben.

26. Отведите двигатель в сторону от двигателя и осторожно опустите до упора в

26. Motor zur Seite führen und vorsichtig bis zum Anschlag auf dem Boden absetzen oder die Antriebsscheibe (Kupplung) abnehmen und den Motor auf einen Montageständer oder eine Werkbank stellen.

* Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe die inneren und äußeren Distanzscheiben (falls vorhanden) markieren und die Scheiben zusammen mit der Antriebsscheibe aufbewahren.

Einbau

VORGEHENSWEISE

1. Zustand der Motorlager prüfen. Bei Beschädigungen oder Verschleißspuren die Lager ersetzen.
2. Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe den Zustand der Kupplung prüfen (siehe Abschnitt 8.2), bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe Dichtring und Buchse des Drehmomentwandlers prüfen.
3. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe etwas Universalfett auf die Nabe des Drehmomentwandlers auftragen.
4. Getriebe vorsichtig am Motor ansetzen. Vorgehen siehe Abschnitt 7.1.5 und Abschnitt 7.2.8.

* Lässt sich das Getriebe nur schwer ansetzen, darf die Montage keinesfalls durch starkes Anziehen der Schrauben erzwungen werden. Andernfalls können das Getriebegehäuse oder der Motorblock brechen.

5. Schrauben der Getriebebefestigung am Motor einsetzen und mit dem in Abschnitt 7.1.1 angegebenen Drehmoment anziehen.
6. Hebezeug am Motor anschlagen und den Motor (bzw. das Antriebsaggregat) vorsichtig in den Motorraum absenken.

* Wurde der Motor ohne Getriebe ausgebaut, den Motor so weit absenken, bis ein Helfer die Zentrierstifte am Motorblock mit dem Getriebe ausrichtet. Zum korrekten Ausrichten von Getriebe und Motor müssen beide Aggregate bewegt werden.

7. Befestigungsschrauben fest anziehen.
8. Übrige ausgebaute Teile und Befestigungselemente in umgekehrter Reihenfolge einbauen.
9. Füllstände von Kühlmittel, Motoröl, Automatikgetriebeöl und Servolenkflüssigkeit auffüllen (siehe Abschnitt 2.8.4, Abschnitt 2.5.1.1 und Abschnitt 2.5.1.2).
10. Motor starten, Funktion prüfen und auf Undichtigkeiten kontrollieren. Motor abstellen und die Füllstände aller Systeme prüfen.

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