Druckregelmagnetventil „D“ Funktion (Schaltmagnetventil SLT) (P2714)
Das Schaltmagnetventil SLT steuert den Getriebe-Leitungsdruck für einen weichen Getriebebetrieb auf Basis der Signale von Drosselklappenstellungssensor und Fahrzeuggeschwindigkeitssensor. Das ECM regelt den Strom des Schaltmagnetventils SLT, um den vom Primär-Regelventil kommenden hydraulischen Leitungsdruck zu steuern. Ein passender Leitungsdruck sorgt bei wechselnder Motorleistung für weiche Schaltvorgänge.
DTC-Nr. | DTC-Erkennungsbedingung | Fehlerbereich |
|---|---|---|
P2714 |
Das ECM erkennt eine Fehlfunktion des Schaltmagnetventils SLT (EIN-Seite) anhand der Drehzahldifferenz zwischen Turbine und Abtriebswelle sowie anhand des ATF-Drucks (Fehlererkennungslogik: 2 Fahrten). |
|
Das ECM berechnet den Kupplungsschlupf anhand der Turbinendrehzahl am Eingang, der Drehzahl der Abtriebswelle und des Übersetzungsverhältnisses. Überschreitet der Kupplungsschlupf einen festgelegten Wert, speichert das ECM diesen DTC und schaltet die MIL ein.
Bleibt das Schaltmagnetventil SLT eingeschaltet, sinkt der Leitungsdruck und die Anpresskraft der Kupplung nimmt ab.
HINWEIS:
Wird das Fahrzeug unter diesen Bedingungen weiterbetrieben, brennt die Kupplung durch und das Fahrzeug ist nicht mehr fahrbereit.
STRATEGIE DER ÜBERWACHUNGZugehörige DTCs |
P2714: Schaltmagnetventil SLT/Störung EIN |
Erforderliche Sensoren/Bauteile |
Schaltmagnetventil SLT |
Betriebshäufigkeit |
Kontinuierlich |
Dauer |
Fehlfunktion EIN: 0.5 s |
MIL-Funktion |
2 Fahrzyklen |
Betriebsablauf |
Keine |
Die Überwachung läuft, solange folgende DTCs nicht gespeichert sind: |
P0712, P0713 (Stromkreis TFT-Sensor (ATF-Temperatur)) P0115, P0117, P0118 (Schaltkreis Motorkühlmitteltemperatursensor (ECT)) P0717, P07BF, P07C0 (Schaltkreis Turbinendrehzahlsensor) P0722, P077C, P077D (Stromkreis Abtriebsdrehzahlsensor) P0335 (Schaltkreis Kurbelwellenpositionssensor (diese Bedingung gilt nur bei Verwendung der Notlauffunktion)) P0748 (Schaltmagnetventil SL1 Stromkreis) P0778 (Schaltmagnetventil SL2 Stromkreis) P0798 (Schaltmagnetventil SL3, Schaltkreis) P2810 (Schaltmagnetventil SL4, Schaltkreis) P2716 (Schaltmagnetventil SLT Stromkreis) P0327, P0328, P0332, P0333 (Schaltkreis Klopfregelsensor (KCS)) P0120, P0121, P0122, P0123, P0220, P0222, P0223, P0604, P0606, P060A, P060B, P060D, P060E, P0657, P1607, P2102, P2103, P2111, P2112, P2118, P2119, P2135 (ETCS (Elektronische Drosselklappensteuerung)) U0100 (CAN-Kommunikationssystem) |
Stromkreis TFT-Sensor (ATF-Temperatur) |
Keine Störung im Stromkreis |
ECT-Sensor (Motorkühlmitteltemperatur), Schaltkreis |
Keine Störung im Stromkreis |
Turbinendrehzahlsensor, Schaltkreis |
Keine Störung im Stromkreis |
Stromkreis Ausgangsdrehzahlsensor |
Keine Störung im Stromkreis |
Schaltmagnetventil SL1, Schaltkreis |
Keine Störung im Stromkreis |
Schaltmagnetventil SL2, Schaltkreis |
Keine Störung im Stromkreis |
Schaltmagnetventil SL3, Schaltkreis |
Keine Störung im Stromkreis |
Schaltmagnetventil SL4, Schaltkreis |
Keine Störung im Stromkreis |
Schaltmagnetventil SLT-Stromkreis |
Keine Störung im Stromkreis |
Stromkreis KCS (Klopfregelungssensor) |
Keine Störung im Stromkreis |
ETCS (Elektronische Drosselklappensteuerung) |
Kein Systemausfall |
CAN-Kommunikationssystem |
Kein Systemausfall |
Getriebebereich |
"D" |
Dauer ab Schaltung von „N“ auf „D“ |
4 s oder mehr |
TFT (ATF-Temperatur) |
-10°C (14°F) oder höher |
Motor |
Fahrt |
Eine der folgenden Bedingungen ist erfüllt: Fehlfunktion EIN (A), (B), (C), (D), (E), (F) oder (G)
Fehler EIN (A):Summe der Kupplungswärmeentwicklung |
Sollwert |
Störung Schaltmagnetventil SL1 EIN |
Erkannt |
Schaltmagnetventil SL1 Fehlfunktion AUS |
Erkannt |
Fehlfunktion AUS des Schaltmagnetventils SL2 |
Erkannt |
Fehlfunktion AUS des Schaltmagnetventils SL3 |
Erkannt |
Fehlfunktion EIN des Schaltmagnetventils SL4 |
Erkannt |
Fehlfunktion AUS des Schaltmagnetventils SL4 |
Erkannt |
HINWEIS:
- Universal-Trip durchführen, um permanente DTCs zu löschen (siehe Seite
). - Registrierung und/oder Initialisierung durchführen, wenn Teile des Automatikgetriebes ersetzt werden (siehe Seite
).
HINWEIS:
Nach der Reparatur die DTCs löschen und folgendes Verfahren durchführen, um zu prüfen, ob keine DTCs ausgegeben werden.
- D-Stellungs-Schalttest bei der Probefahrt ausführen (siehe Seite
).*1 - Zündschalter ausschalten.
- Schritt (*1) erneut ausführen.
- DTCs erneut prüfen (siehe Seite
).
ANDERE DTCS AUSGABE PRÜFEN (ZUSÄTZLICH ZU DTC P2714)
(a) Techstream an den DLC3 anschließen.
(b) Zündschalter auf EIN stellen.
(c) Techstream einschalten.
(d) Folgende Menüs aufrufen: Powertrain / Engine and ECT / Trouble Codes.
(e) DTCs mit dem Techstream auslesen.
ErgebnisErgebnis | Weiter mit |
|---|---|
Nur DTC P2714 wird ausgegeben |
A |
P2714 und weitere DTCs werden ausgegeben |
B |
HINWEIS:
Klemmt ein Magnetventil in der EIN-Stellung, werden DTCs für mehrere Magnetventile einschließlich des fehlerhaften Magnetventils erkannt.
| A | ![]() |
ZU SCHRITT 4 GEHEN |
|
AKTIVEN TEST MIT TECHSTREAM DURCHFÜHREN (MAGNETVENTIL SLT ANSTEUERN)
HINWEIS:
- Die Prüfung bei einer Automatikgetriebeöltemperatur zwischen 50 und 80 °C durchführen.
- Darauf achten, dass der Schlauch des SST nicht mit dem Auspuffrohr in Berührung kommt.
- Diese Prüfung muss nach Kontrolle und Einstellung des Motors durchgeführt werden.
- Die Prüfung bei ausgeschalteter Klimaanlage durchführen.
HINWEIS:
Mit dem Techstream können Aktivtests durchgeführt werden, um Relais, VSVs, Aktuatoren und andere Komponenten ohne Ausbau von Teilen zu betätigen. Diese nicht eingreifende Funktionsprüfung kann sehr hilfreich sein, da ein sporadischer Betrieb erkannt werden kann, bevor Teile oder Leitungen bewegt werden. Die Durchführung von Aktivtests zu Beginn der Fehlersuche ist eine Möglichkeit, Diagnosezeit zu sparen. Während des Aktivtests können die Informationen der Datenliste angezeigt werden.
(a) Zündschalter ausschalten.
(b) Fahrzeug anheben.
(c) Testverschlussschraube vom Getriebegehäuse entfernen und SST anschließen. |
![]() |
SST: 09993-19015
09993-00010
09993-00040
(d) Fahrzeug absenken.
(e) Feststellbremse vollständig anziehen und alle 4 Räder unterlegen.
(f) Techstream an den DLC3 anschließen.
(g) Motor starten.
(h) ATF (Automatikgetriebeöl) auf Betriebstemperatur bringen.
(i) Leitungsdruck bei Leerlauf des Motors messen.
(j) Techstream einschalten.
(k) Folgende Menüs aufrufen: Antriebsstrang / Motor und ECT / Aktiver Test.
(l) Den Anweisungen im Techstream folgen und den Aktiven Test durchführen.
(m) Leitungsdruck mit SST messen.
Motor und ECTTester-Anzeige | Prüfteil | Stellbereich | Diagnosehinweis |
|---|---|---|---|
Magnetventil (SLT) ansteuern* |
Betätigt Schaltmagnetventil SLT zur Erhöhung des Leitungsdrucks. |
EIN/AUS HINWEIS: EIN: Keine Aktion (normaler Betrieb) AUS: Leitungsdruck erhöht (Wenn der Aktive Test „Magnetventil (SLT) aktivieren“ durchgeführt wird, schaltet das ECM das Schaltmagnetventil SLT aus). |
[Fahrzeugzustand]
|
*: Der Aktive Test "Magnetventil (SLT) ansteuern" wird durchgeführt, um zu bestätigen, dass sich der Leitungsdruck ändert. Die Änderungen des Leitungsdrucks werden mit demselben SST bestätigt, das auch für den Hydraulik-Test verwendet wird (Siehe Seite
).
HINWEIS:
Beachten Sie, dass die Druckwerte für den Aktiven Test und den Hydraulik-Test voneinander abweichen.
i.O.:
Der Leitungsdruck ändert sich wie vorgegeben, wenn der Aktiv-Test durchgeführt wird.
| NICHT i.O. | ![]() |
ZU SCHRITT 4 GEHEN |
|
AKTIVTEST MIT TECHSTREAM DURCHFÜHREN (SCHALTSTELLUNG STEUERN)
HINWEIS:
Dieser Test sollte immer mit mindestens 2 Personen durchgeführt werden.
(a) Motor warm laufen lassen.
(b) Zündschalter ausschalten.
(c) Techstream an den DLC3 anschließen.
(d) Zündschalter auf ON stellen.
(e) Techstream einschalten.
(f) Folgende Menüs aufrufen: Antriebsstrang / Motor und ECT / Aktivtest.
(g) Aktivtest gemäß der Anzeige im Techstream durchführen.
HINWEIS:
Durch Vergleich des über den Active Test angesteuerten Gangs mit dem tatsächlichen Gang kann das Problem bestätigt werden (siehe Seite
).
Tester-Anzeige | Prüfteil | Stellbereich | Diagnosehinweis |
|---|---|---|---|
Schaltposition steuern |
Betätigt die Schaltmagnetventile, damit Gänge manuell gewählt werden können. |
|
Dient zur Überprüfung der Funktion der Schaltmagnetventile. Hoch- und Herunterschaltungen sollten nacheinander durchgeführt werden. Zwischen den Gangwechseln ist ein Intervall von 10 Sekunden erforderlich. Bei hohen Geschwindigkeiten nicht herunterschalten. Dies beschädigt das Automatikgetriebe. [Fahrzeugzustand]
|
HINWEIS:
- Dieser Test kann bei einer Fahrzeuggeschwindigkeit von 50 km/h oder weniger durchgeführt werden.
- Die Hochschaltungen vom 4. in den 5. und vom 5. in den 6. Gang müssen mit losgelassenem Fahrpedal durchgeführt werden.
- Die Rückschaltungen vom 6. in den 5. und vom 5. in den 4. Gang müssen mit losgelassenem Fahrpedal durchgeführt werden.
- Das Fahrpedal mindestens 2 Sekunden nach dem Schalten nicht betätigen und nicht aufeinanderfolgend schalten.
- Der vom ECM angeforderte Gang wird im Datenlisten-/Schaltstatus-Display des Techstream angezeigt.
(h) Den vom ECM angeforderten Gang mit dem tatsächlichen Gang vergleichen.
ErgebnisTatsächlicher Gang während der Störung | Vom ECM angeforderter Gang | Weiter mit |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
1. | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. |
|||
Schaltmagnetventil SL1 |
Klemmt EIN |
1. |
2. |
3. |
4. |
4. |
4. |
A |
Klemmt AUS |
N*1 |
N*1 |
N*1 |
N*1 |
5. |
6. |
||
Schaltmagnetventil SL2 |
Klemmt EIN |
4. |
4. |
4. |
4. |
5. |
6. |
B |
Klemmt AUS |
1. |
2. |
3. |
1. |
N*1 |
N*1 |
||
Schaltmagnetventil SL3 |
Klemmt EIN |
2. |
2. |
3. |
4. |
5. |
6. |
C |
Klemmt AUS |
1. |
1. |
3. |
4. |
5. |
N*1 |
||
Schaltmagnetventil SL4 |
Klemmt EIN |
3. |
3. |
3. |
4. |
5. |
5. |
D |
Klemmt AUS |
1. |
2. |
1. |
4. |
N*1 |
6. |
||
Schaltmagnetventil SLT |
Klemmt EIN |
N*2 |
N*2 |
N*2 |
N*2 |
N*2 |
N*2 |
E |
Klemmt AUS*3 |
1. |
2. |
3. |
4. |
5. |
6. |
||
HINWEIS:
- *1: Neutral
- *2: Wenn das Schaltmagnetventil SLT in der EIN-Stellung klemmt, ist der Leitungsdruck niedrig. Daher ist das Drehmoment, das von jedem Gang übertragen werden kann, geringer als die normale Grenze. Wenn die Motorleistung diese verringerte Grenze überschreitet, steigt die Motordrehzahl frei an.
- *3: Wenn das Schaltmagnetventil SLT in der AUS-Stellung klemmt, ist der Schaltvorgang normal.
| A | ![]() |
ZUM DTC-ABLAUF (ZUGEHÖRIGE LEISTUNGSSTÖRUNG DES SCHALTMAGNETVENTILS SL1 DTC P0746) |
| B | ![]() |
ZUM DTC-ABLAUF (ZUGEHÖRIGE LEISTUNGSSTÖRUNG DES SCHALTMAGNETVENTILS SL2 DTC P0776) |
| C | ![]() |
ZUM DTC-ABLAUF (ZUGEHÖRIGE LEISTUNGSSTÖRUNG DES SCHALTMAGNETVENTILS SL3 DTC P0796) |
| D | ![]() |
ZUM DTC-ABLAUF (ZUGEHÖRIGE LEISTUNGSSTÖRUNG DES SCHALTMAGNETVENTILS SL4 DTC P2808) |
|
SCHALTMAGNETVENTIL SLT PRÜFEN
(a) Schaltmagnetventil SLT ausbauen (siehe Seite |
![]() |
(b) Den Widerstand gemäß den Werten in der folgenden Tabelle messen.
Sollwert Widerstand:
Prüfanschluss | Zustand | Vorgegebener Zustand |
|---|---|---|
1 - 2 |
20 °C |
5.0 bis 5.6 Ω |
(c) Schaltmagnetventil mit 12-V-Batteriespannung beaufschlagen und prüfen, ob sich das Ventil bewegt und ein Betriebsgeräusch erzeugt.
i.O.:
Messbedingung | Vorgegebener Zustand |
|---|---|
|
Ventil bewegt sich und erzeugt ein Betriebsgeräusch |
*1 |
Schaltmagnetventil SLT |
| NICHT i.O. | ![]() |
SCHALTMAGNETVENTIL SLT ERSETZEN |
|
STEUERGERÄTEBLOCK DES GETRIEBES PRÜFEN
(a) Ventilkörperbaugruppe des Getriebes prüfen (siehe Seite
).
i.O.:
Auf keinem Ventil befinden sich Fremdkörper, und sie arbeiten leichtgängig.
| OK | ![]() |
AUTOMATIKGETRIEBE INSTANDSETZEN ODER ERSETZEN |
| NICHT i.O. | ![]() |
STEUERGERÄTEBLOCK DES GETRIEBES INSTANDSETZEN ODER ERSETZEN |
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Toyota Tacoma: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.
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