Antriebseinheit

Diagnose und Prüfung – Vorab-Untersuchung

13Schritte
~78Min.
3/5Schwierigkeit
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Übersicht

Die Vorab-Untersuchung ist Teil der Diagnose des Automatikgetriebes. Sie dient dazu, offensichtliche Ursachen für Getriebeprobleme zu erkennen.

Um das Problem richtig zu diagnostizieren, muss zuerst das Kundenproblem bzw. der Zustand verstanden werden. Es kann erforderlich sein, mit dem Kunden zu sprechen, um die Bedingungen zu verstehen, unter denen das Problem auftritt.

Untersuchung des Motorraums

  1. Auf fehlende oder beschädigte Teile der Luftansaugung achten.
  2. Kabelbaum auf korrekte Verlegung prüfen, insbesondere in der Nähe der Rückseite der Zylinderköpfe. Sicherstellen, dass das Kabel nicht gescheuert oder eingeklemmt ist.
  3. Getriebeölkühler auf korrekten Einbau prüfen und auf fehlende Luftleitbleche kontrollieren.

Unterbodenprüfung des Fahrzeugs

  1. Fahrzeug auf der Hebebühne in Stellung NEUTRAL bringen.
    Siehe: Anheben und Aufbocken – Übersicht (100-02 Anheben und Aufbocken, Beschreibung und Funktion).
  2. Wählhebel in Stellung D bringen.
  3. Getriebegehäuse auf Undichtigkeiten prüfen.
  4. Leitungen des Getriebeölkühlers auf korrekte Verlegung, Quetschungen oder Knicke prüfen.
  5. Befestigung des Getriebeölkühlers prüfen und auf fehlende Luftleitbleche kontrollieren.
  6. Schaltseilzug des Wählhebels einstellen (falls vorhanden).

Getriebeölstand prüfen

Der Zustand des Getriebeöls kann viele Hinweise auf die Ursache eines Getriebeproblems geben. Der korrekte Getriebeölstand kann nur bei Getriebeöl innerhalb des vorgegebenen Temperaturbereichs bestimmt werden. Eine genaue Prüfung des Ölstands ist zu diesem Zeitpunkt nicht erforderlich. Liegt die Getriebeöltemperatur unter der Betriebstemperatur, ist auf der Ölstandsanzeige ein niedriger Stand zu erwarten. Bei einer Getriebeöltemperatur unter -1 °C (30,2 °F) wird unter Umständen nichts auf der Ölstandsanzeige angezeigt.

  1. Fahrzeug auf der Hebebühne in Stellung NEUTRAL bringen.
    Siehe: Anheben und Aufbocken – Übersicht (100-02 Anheben und Aufbocken, Beschreibung und Funktion).
  2. Getriebeöl-Einfüllschraube oder Ölmessstab herausnehmen.
  3. Einen Tropfen Getriebeöl auf ein Papiertaschentuch oder ein weißes Blatt Papier tropfen lassen.
  4. Fleck prüfen. Unter normalen Bedingungen dunkelt das Öl nach und kann einen Geruch entwickeln. Farbe und Geruch dürfen nicht zur Beurteilung des Zustands von Öl oder Getriebe herangezogen werden.
    • Geringe Mengen schwarzer oder glänzender metallischer Partikel können durch normalen Verschleiß und Betrieb entstehen. Einzelne Partikel in der Probe deuten nicht zwingend auf ein Getriebeproblem hin.
    • Große Mengen schwarzer Partikel deuten in der Regel auf verbranntes Reibmaterial hin.
    • Große Mengen kleiner und mittlerer glänzender metallischer Partikel können auf übermäßigen Verschleiß harter Bauteile hinweisen.
    • Schaumiges rosafarbenes Aussehen weist auf Wasser oder Motorkühlmittel im Getriebe hin.

Wasser im Getriebeöl

Um ein Automatikgetriebe, in das Wasser oder Kühlmittel eingedrungen ist, korrekt instand zu setzen, sind die folgenden Teile vollständig zu zerlegen, zu reinigen und zu ersetzen:

  • Alle inneren und äußeren Dichtungen
  • Alle Reibmaterialien
  • Drehmomentwandler
  • Alle Bauteile mit aufvulkanisierten Dichtungen
  • Alle Magnetventile
  • Alle Getriebeölfilter

Vor dem Wiedereinbau des Getriebes den bzw. die Getriebeölkühler sowie die Getriebeölkühlerleitungen und -schläuche spülen und reinigen.

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