Karosserie-Elektrik

Adaptives Frontlichtsystem (AFS)

38Schritte
~228Min.
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Technische Daten

Technische Daten

Inhalt Wert
AFS Nennspannung 13,5 V DC
Maximale Spannung 16,5 V
Nennspannung 9,5–16 V DC
Betriebstemperatur -22 bis 167 °F (-30 bis 75 °C)
Betriebsstrom MAX. 200 mA

Komponenten und Anordnung der Bauteile

Bauteile

1. AFS-Steuergerät
2. Hinterer Höhensensor
3. Scheinwerfer (schwenkbar, einstellbar)

Schaltpläne

Stromlaufplan

Beschreibung und Betrieb

Beschreibung

Adaptives Frontlichtsystem (AFS)

AFS (Adaptive Front-Lighting System) – System zur Steuerung der Scheinwerferausrichtung, das sowohl den Lenkwinkel als auch die Fahrzeuggeschwindigkeit berücksichtigt, um die Scheinwerfer so auszurichten, dass bei Nacht eine bessere Sicht entsteht.

Wechselnde Bedingungen lassen das Lichtbild eines fahrenden Fahrzeugs wie ein Kaleidoskop wirken.

AFS-Komponenten

  1. Eingangsteil: Empfängt Informationen von Geschwindigkeitssensor, Höhensensor usw. über den Fahrzeugzustand.

  2. Steuerteil (AFS-Steuergerät): Steuert das Ausgangsteil durch Analyse und Auswertung des Eingangssignals.

  3. Ausgangsteil: Steuert über das Ausgangssignal des AFS-Steuergeräts die Abblendlicht-Schwenkung nach oben/unten und links/rechts sowie die seitliche optimale Lichtverteilung.

Grundfunktion des AFS

Inhalt Beschreibung
1 Dynamische Kurvenfahrtbeleuchtung
(Schwenken)
  • Gewährleistung einer optimalen Lichtverteilung in Kurven

  1. Verbesserte Sicht in Kurven

  2. Betätigung des Abblendlichts links/rechts

2 Automatische Nivellierung
(Leveling)
  • Ausgleich des Abblendlichts in Abhängigkeit von der Fahrzeugneigung

  1. Ausgleich in Abhängigkeit vom statischen Zustand (Beladung)

  2. Ausgleich bei dynamischen Bedingungen (schnelles Anfahren, plötzliches Bremsen)

3 Ausfallsicher
  • Ausfallsichere Reaktion bei Erkennung eines Fehlers und einer Systemstörung

  1. Erkennung von Signal-/Kommunikationsfehlern für das Schwenken

  2. Erkennung von Signal- und Kommunikationsfehlern für die Nivellierung

  3. Erkennung von Systemausfällen


Vorteile des AFS

Inhalt Beschreibung
1 Erhöhte Stabilität
  • Gewährleistung der Sicht in Kurven

  • Abhängig von Fahrzeuggeschwindigkeit und Lenkwinkel wird der Stellantrieb automatisch angesteuert, um die optimale Lichtverteilung sicherzustellen.

  • Fehlertolerante Funktion zum Schutz des Gegenverkehrs

    → Bei einem Kommunikationsfehler kehrt der Schwenkantrieb automatisch in die Ausgangsposition zurück.

2 Erhöhter Komfort
  • Vom Fahrer wählbarer AFS-Betrieb (AFS-OFF-Schalter)

  • Bereitstellung einer Diagnosefunktion zur Erkennung von Systemausfällen und Störungen sowie zur Prüfung der Dateninformationen (mit Diagnosegerät)

  • Reduzierter Kabelbaum durch Anwendung der CAN-/LIN-Kommunikation im Fahrzeug.

  • Kurvenlicht-Funktion

    → Steigerung des Fahrspaßes


Blockschaltbild

Bedienung

Bauteil

AFS-Steuergerät (A)

  1. Allgemein

    Systeminitialisierung bei Motorstart (AFS-Steuergerät, Schwenkmotor)

    Anpassung des AFS-OFF-Schalters

    Das AFS arbeitet nur bei eingeschaltetem Abblendlicht normal.

    Bereitstellung der Kontrollfunktion AFS (Anzeige „AFS“ im Kombiinstrument).

    Bei einem Systemausfall leuchtet die Kontrollleuchte „AFS“ im Kombiinstrument.

  2. Grundfunktion

    Schwenkfunktion

    Nivellierfunktion

    Verarbeitung des Höhensensor-Signals

    Blendentrommel ansteuern, um die Lichtverteilung zu ändern

    Statisches Kurvenlicht ansteuern

Stellmotor (A)

  1. Allgemein

    Datenaustausch mit dem AFS-Steuergerät über LIN-Protokoll

    Zuverlässige Störungsunterdrückung

    Funktioniert nicht außerhalb des Nennspannungsbereichs.

  2. Grundfunktion und Nennwerte

    Betätigung des Abblendlichts links/rechts

    Fehlertoleranz-Funktion: Bei Erkennung eines Fehlers oder Systemausfalls in eine sichere Position zurückfahren.

Nivellierungsmotor (A)

  1. Grundspezifikation

    Datenaustausch mit dem AFS-Steuergerät über LIN-Protokoll

    Zuverlässige Störungsunterdrückung

    Funktioniert nicht außerhalb des Nennspannungsbereichs.

  2. Grundfunktion und Nennwerte

    Abblendlicht-Schwenkantrieb nach oben/unten

    Fehlertoleranz-Funktion: Bei Erkennung eines Fehlers oder Systemausfalls in eine sichere Position zurückfahren.

Höhensensor

  1. Allgemein

    Der Höhensensor zwischen Karosserie und Radaufhängung misst die lastabhängige Neigungsinformation.

    Fahrzeuge mit Stahlfederung übertragen das Neigungssignal per Kabel an das AFS-Steuergerät.

  2. Nennwert

    Nennspannung: 5 V ± 5 %

LED-Scheinwerfer, LDM (A)

  1. Beschreibung des LDM-Systems.

    Das LED-(Leuchtdioden-)Lichtmodul besteht im Wesentlichen aus dem LED-Modul, dem Kühlgebläse und dem LDM (LED-Treibermodul).

    Das LED-Modul besteht aus vier Einheiten, und jede Einheit aus drei LEDs. Das Kühlgebläse führt die von den LEDs erzeugte Wärme ab.

    Fällt das Gebläse aus, sendet es ein Fehlersignal an das LDM.

    Das LDM steuert die LEDs. Die Kontrollleuchte im Kombiinstrument leuchtet oder blinkt, wenn Gebläse oder LEDs ausfallen.

Reparaturverfahren

Inspektion

Initialisierungs- und Diagnosefolge mit Diagnosegerät

Nachfolgend eine Zusammenfassung des A/S-Verfahrens mit Diagnosegerät.

Parameter herunterladen

  1. Nach Auswahl des Fahrzeugs das Menü „AFS“ wählen.

  2. Wählen Sie das Menü »Parameter laden«, um die Fahrzeugeigenschaften zu bestimmen.

  3. Wenn „Parameter laden“ abgeschlossen ist, erscheint die Anzeige wie folgt.

Systemkalibrierung

  1. Nach Auswahl des Fahrzeugs das Menü „AFS“ wählen.

  2. Das KDS zeigt die Schritte der AFS-Kalibrierfunktion an.

  3. Wenn »Systemkalibrierung« abgeschlossen ist, sieht die Anzeige wie folgt aus.

AFS-Einstellverfahren

Wenn das AFS-Steuergerät, das H/Lamp-Modul oder der Höhensensor ersetzt wird, führen Sie das Einstellverfahren mit dem Diagnosegerät wie unten beschrieben durch.

Bei der Durchführung des AFS-Einstellverfahrens unbedingt die Fahrwerksart bestätigen und anschließend den Parameter herunterladen.

※ DTC: Diagnose-Fehlercode

DBL: Dynamisches Kurvenlicht

HLL: Leuchtweitenregulierung

Fahrzeugzustand AFS-Einstellung

  1. Fahrzeug auf ebener Fläche

  2. Keine Fahrzeugbewegung

  3. Getriebestellung in P&N

  4. Zündung EIN und Motordrehzahl >500 U/min.

  5. Diagnosegerät angeschlossen

  6. Alle ECUs am CAN installiert und aktiviert

  7. Batteriespannung > 10,5 V (ECU-Versorgung muss sichergestellt sein)

  8. Licht AUS

  9. AFS EIN oder AUS

Maßnahmen bei Laden eines falschen Parameters

  1. Parameter herunterladen

  2. B1661 prüfen (Parameter fehlt)

  3. Zündung AUS.

  4. Zündung EIN und Motordrehzahl > 500 U/min.

  5. Entsprechenden Parameter herunterladen

Testen Sie sich

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