Dieselmotor

Prüfung der Zylinderkompression

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ALLGEMEINES
Bei Verdacht auf verminderte Verdichtung eines Zylinders ist die Verdichtung in den einzelnen Zylindern mit einem Kompressionsprüfer zu prüfen. Am Dieselmotor ist dies schwieriger, da ein Adapter erforderlich ist, der anstelle der Glühkerzen eingeschraubt wird. Dabei werden Kolben, Ventile oder Kolbenringe ermittelt, die den Druck nicht halten. Ist der Motor noch relativ neu, sollte eine Verdichtung von etwa 32,0 bar vorhanden sein. Verschleißgrenze ist ein Wert von 20,0 bar. Liegt die Verdichtung unter diesem Wert, ist zu entscheiden, ob der Motor ersetzt oder instand gesetzt wird. Wichtig ist außerdem, ob ein Zylinder oder alle Zylinder eine schlechte Verdichtung haben. Beträgt die Differenz einzelner Zylinder beispielsweise 5,0 atm, kann es sein, dass die Ventile des „schlechten“ Zylinders hängen und nur eine Instandsetzung des Zylinderkopfs, also eine Ventilreparatur, erforderlich ist. Ebenso möglich ist, dass die Kolbenringe in den Nuten festgebrannt sind, wodurch der Druck entlang des Kolbens in das Kurbelgehäuse entweicht. Bei gleichmäßigem Verdichtungsverlust kann in den meisten Fällen auf den Verschleiß der Zylinder geschlossen werden. Zur Prüfung der Verdichtung den Motor auf Betriebstemperatur bringen und die Glühkerzen herausschrauben. Das Kabel vom Abstellventil der Kraftstoffzufuhr abziehen. Das Kompressionsprüfgerät gemäß der Bedienungsanleitung des Herstellers anschließen. Ein Helfer muss im Fahrzeug Platz nehmen und den Anlasser etwa 5 Sekunden betätigen, dabei das Gaspedal bis zum Anschlag durchtreten. Die Verdichtung in allen Zylindern nacheinander prüfen und mit dem Sollwert vergleichen. Ist die Verdichtung in einem Zylinder gering, kann als Erste Hilfe zur vorübergehenden Wiederherstellung der Dichtheit das entsprechende Mittel in die Kerzenbohrung gegeben werden. Auskünfte zu diesen Produkten erhalten Sie im Kfz-Teilehandel.

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