Motorelektrik

Zündzeitpunkt (OHC-Modelle) – Einstellung

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Hinweis: Im Werk wird der Zündzeitpunkt mit einem Mikrowellenverfahren genau eingestellt, und die Verteilerklemmschraube wird mit Dichtmittel versiegelt. Da die elektronischen Bauteile wartungsfrei sind, gehört die Prüfung des Zündzeitpunkts nicht zum regelmäßigen Wartungsplan und ist daher nur nach dem Aus- und Wiedereinbau des Verteilers erforderlich. Für dieses Verfahren wird eine Stroboskoplampe benötigt. Einzelheiten zur Zündzeitpunkt-Einstellung für den Betrieb mit bleifreiem Benzin finden Sie im entsprechenden Abschnitt dieses Kapitels.

Alle Modelle außer 2.0-Liter-DOHC
1 Vor der Prüfung des Zündzeitpunkts müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
a) Der Motor muss die normale Betriebstemperatur haben.
b) Falls vorhanden, den Unterdruckschlauch zur Unterdruckdose des Verteilers bzw. zum elektronischen Steuergerät (je nach Ausstattung) vom Anschluss lösen und verschließen.
c) Die Leerlaufdrehzahl muss unter 900 U/min liegen (gegebenenfalls das Kabel der Leerlaufdrehzahlregelung abklemmen).
d) Alle geerdeten Kabel der Oktanzahl-Einstellung müssen vorübergehend abgetrennt werden.
2 Die Zündzeitpunkt-Markierungen an der Kurbelwellenriemenscheibe und den Zeiger am Dichtungsgehäuse der vorderen Kurbelwellendichtung säubern. Beachten Sie, dass je nach Ausführung zwei verschiedene Riemenscheiben verbaut sein können (siehe Abbildung).

16.2a Highlighted timing marks - SOHC engine with cast crankshaft pulley
16.2a Markierte Zündzeitpunkt-Markierungen – SOHC-Motor mit Gussriemenscheibe an der Kurbelwelle

Die Sollwerte für den Zündzeitpunkt sind in den Technischen Daten angegeben. Falls nötig, die betreffende(n) Zündzeitpunkt-Markierung(en) mit weißer Farbe oder Kreide hervorheben (siehe Abbildung).

16.2b Crankshaft pulley timing marks - SOHC engine
16.2b Zündzeitpunkt-Markierungen an der Kurbelwellenriemenscheibe – SOHC-Motor

A Gussriemenscheibe B Riemenscheibe aus Stahlblech

3 Eine Stroboskoplampe gemäß den Herstelleranweisungen an das Zündkabel von Zylinder 1 anschließen.

4 Den Motor im Leerlauf bei normaler Betriebstemperatur laufen lassen und die Stroboskoplampe auf die Markierungen an der Kurbelwellenriemenscheibe richten. Prüfen, ob die passende Zündzeitpunkt-Markierung scheinbar stillsteht und mit dem Zeiger am Steuergehäuse fluchtet.

Darauf achten, dass sich die Kabel der Stroboskoplampe, die Kleidung usw. nicht in den Lüfterflügeln oder anderen beweglichen Motorteilen verfangen.

5 Ist eine Einstellung erforderlich, den Motor abstellen, die Klemmschraube des Verteilers lösen und das Verteilergehäuse leicht drehen. Drehen Sie das Verteilergehäuse im Uhrzeigersinn, um den Zündzeitpunkt zu verzögern (der Zündzeitpunkt wird näher an OT verschoben), und gegen den Uhrzeigersinn, um ihn vorzuverlegen.

Beachten Sie, dass die erforderliche Drehung des Verteilergehäuses halb so groß ist wie die erforderliche Drehung der Kurbelwelle (z. B. erfordert eine Verstellung des Zündzeitpunkts um 5° eine Drehung des Verteilergehäuses um 2°). Klemmschraube festziehen und den Zündzeitpunkt erneut prüfen.

6 Bei Modellen mit induktivem Zündsystem können die Fliehkraft- und Unterdruckverstellung wie folgt geprüft werden. Bei allen anderen Modellen weiter mit Absatz 10.

7 Bei laufendem Leerlauf, angeschlossener Zündlichtpistole und abgezogener Unterdruckleitung gemäß den vorangegangenen Absätzen die Motordrehzahl auf etwa 2000 U/min erhöhen (falls gewünscht, einen Drehzahlmesser gemäß den Angaben des Herstellers an den Motor anschließen). Den ungefähren Abstand notieren, um den sich die relevante Markierung an der Riemenscheibe vom Zeiger entfernt.

8 Die Unterdruckleitung wieder am Verteiler bzw. am Elektronikmodul anschließen (je nach Ausführung) und den Vorgang aus dem vorherigen Absatz bei gleicher Drehzahlerhöhung wiederholen. Der Abstand zwischen Markierung an der Riemenscheibe und Zeiger muss nun größer sein als zuvor.

9 Bewegt sich die Markierung an der Riemenscheibe im ersten Teil der Prüfung nicht, deutet dies auf einen Defekt der Fliehkraftverstellung im Verteiler hin. Bewegt sich die Markierung im zweiten Teil der Prüfung nicht stärker, deutet dies auf eine defekte Membran in der Unterdruckdose des Verteilers oder auf eine undichte Unterdruckleitung hin.

10 Nach Abschluss der Einstellungen und Prüfungen den Motor abstellen und die Zündlichtpistole abklemmen. Falls zutreffend, die Unterdruckleitung wieder anschließen, sofern noch nicht geschehen, und alle Leitungen für die „Oktanabgleich“- und „Leerlaufdrehzahl-Einstellung“ wieder anschließen. Abschließend prüfen, ob die Klemmschraube des Verteilers fest angezogen ist.

11 Abschließend sollten Leerlaufdrehzahl und Gemisch geprüft und bei Bedarf eingestellt werden.

2.0-Liter-DOHC-Vergasermodell 12 Der Zündzeitpunkt wird vom Steuergerät ESC II geregelt; eine Einstellung ist nicht möglich.

2.0-Liter-DOHC-Einspritzmodell
13 Der Zündzeitpunkt wird vom Steuergerät EEC IV geregelt; eine Einstellung ist nicht möglich.

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