Dieselmotor

Pflege des Dieselmotors

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ALLGEMEINE ANGABEN

Da Diesel das Schmieröl im Schmiersystem schneller verunreinigt als ein Benzinmotor, schreiben die meisten Fahrzeughersteller einen häufigeren Öl- und Filterwechsel vor.

Spezielle Dieselöle sind heute weit verbreitet und laut Erfahrungsberichten recht wirksam. Jedoch eignet sich auch jedes hochwertige Motoröl für Vergasermotoren für den Diesel, sofern es in festgelegten Intervallen gewechselt wird. Lesen Sie das Etikett auf der Dose, auf dem der Hersteller in der Regel Hinweise zu Dieselmotoren gibt. Falls Sie dort nichts finden, sehen Sie auf dem Etikett des Behälters nach, in dem die Dosen verpackt waren.

Bei Motoren mit obenliegender Nockenwelle muss der Zahnriemen in den angegebenen Intervallen gewechselt werden. Andernfalls ist nicht auszuschließen, dass der Kolben beim plötzlichen Riss des Riemens mit den Ventilen kollidiert. Die Beseitigung der Folgen erfordert erhebliche finanzielle Aufwendungen. In der Praxis sind bereits Fälle von Riemenriss bei einer Laufleistung von nur 48 000 km aufgetreten, jedoch durch Ölbenetzung bzw. Wassereintritt infolge undichter Schmier- bzw. Kühlsysteme. Wenn Sie jedoch nach 58 000 km ohne Riemenwechsel weiterfahren, kann Ihr Widerwille, Zeit in den rechtzeitigen Riemenwechsel zu investieren, später zu deutlich höheren Kosten an Zeit und Geld führen.

Verwenden Sie zum Wechseln des Kraftstofffilters den besten verfügbaren Filter. Manche Filter sehen von außen gut aus, erfüllen ihre Aufgabe jedoch schlecht. Vergessen Sie nicht, auch den O-Ring am Filtergehäuse zu erneuern. Beachten Sie außerdem, dass am Dieselmotor Kraftstoffleckagen und das Ansaugen von Luft in das Kraftstoffsystem gleichermaßen schwer zu verhindern sind; beides beeinträchtigt die Motorleistung erheblich.

Gelangt Luft in die Kraftstoffleitungen, muss sie über ein spezielles Entlüftungsventil mit einer kleinen Handpumpe entfernt werden. Diese ist meist für diesen Zweck an der Hochdruckeinspritzpumpe montiert. Viele moderne Dieselmotoren verfügen über Kraftstoffsysteme mit selbsttätiger Entlüftung. Dabei genügt es, den Motor mit dem Anlasser durchzudrehen, und die Luft wird entfernt.

Es ist schwierig zu verhindern, dass sich im Kraftstofffilter Feuchtigkeit niederschlägt. Daher ist bei einigen Dieselmotoren im Armaturenbrett eine Kontrollleuchte vorgesehen, die auf Wasser im Kraftstoffsystem hinweist.

Beim Ölwechsel genügt es in der Regel, den Zustand des Filters zu prüfen. Bei Betrieb des Fahrzeugs unter erschwerten Bedingungen, wie hoher Luftfeuchtigkeit und großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, sollte der Zustand der Filter jedoch häufiger geprüft werden.

Alle Dieselmotoren qualmen im kalten Zustand, das darf aber nicht übermäßig sein. Eine der häufigsten Ursachen ist eine Störung beim Einspritzbeginn der Hochdruckeinspritzpumpe, die sich leicht durch erneutes Einstellen des Einspritzzeitpunkts anhand der Markierungen an Kurbelwelle und Pumpe beheben lässt. Diese Arbeit ähnelt sehr dem Einstellen des Grundzündzeitpunkts am Ottomotor. Der Vorgang kann bei stehendem Motor durchgeführt werden; besser ist es jedoch, eine spezielle Einspritzzeitpunkt-Prüflampe zu verwenden, die mit einer Klemme an der Kraftstoffleitung der Einspritzdüse befestigt wird und durch die Druckstöße des durchströmenden Kraftstoffs aufleuchtet.

Eine weitere Ursache ist Kraftstoffnachtropfen an Einspritzdüsen mit undicht schließendem Kraftstoffkanal, wodurch der Zylinder mit Kraftstoff überflutet werden kann und es folglich beim Start zu starkem Rauchen kommt. Außer einer allgemeinen Reinigung der Einspritzdüsen und dem Austausch verschlissener Düsen bei einer Laufleistung von etwa 110 000 km lässt sich unter Werkstattbedingungen kaum etwas tun, um ihre Funktion zu prüfen. Allenfalls können sie ausgebaut und auf einem geeigneten Prüfstand kontrolliert werden.

Neue Einspritzdüsen sind nicht billig, doch können Sie erheblich sparen, wenn Sie eine Dieselwerkstatt aufsuchen und die Einspritzdüsen zu einem angemessenen Preis kalibrieren lassen. Der Preis für diese Leistung hängt vom Standort der Werkstatt und davon ab, ob sich in ihrer Nähe Ersatzteilhändler befinden.

Sie können die Lebensdauer der Einspritzdüsen jedoch verlängern, indem Sie die vom Dieselmotor angesaugte Luft und die Kraftstofffilter sauber halten und so einer Verschmutzung der Düsen entgegenwirken. Dazu sollten Sie regelmäßig geringe Mengen spezieller Reinigungsadditive in den Kraftstofftank geben.

Wenn Sie die Hochdruckeinspritzpumpe sorgfältig warten, funktioniert sie lange und zuverlässig. Wir weisen jedoch darauf hin, dass ihr Austausch sehr kostspielig ist.

Schlechtes Startverhalten und geringe Beschleunigung eines Dieselmotors können viele Ursachen haben: minderwertige Glühkerzen, Verstopfungen in den Kraftstoffkanälen, die zu einem Druckabfall in der Kraftstoffzufuhr führen, Defekte an den Kraftstoffleitungen und sogar eine falsche Montage der Einspritzdüsen. Defekte Glühkerzen erkennt man leicht daran, dass die Glühzeit-Kontrollleuchte besonders lange nicht erlischt.

Fragen Sie Besitzer von Dieselfahrzeugen, und Sie werden feststellen, dass keiner von ihnen daran denkt, wieder einen Ottomotor zu fahren. Vielleicht ist auch für Sie die Zeit gekommen, wenn ein Dieselmotor Ihren Anforderungen voll entspricht.

Fehlersuchtabelle und Abhilfemaßnahmen für Dieselmotor mit Bosch-Einspritzanlage Störung / Codes möglicher Ursachen Schwerer Start 1 – 9, 12, 13, 20, 22 Unruhiger Leerlauf 1, 2, 14, 18, 21, 22 Ungleichmäßiger Leerlauf des warmen Motors 2, 10, 13, 17, 20, 22 Aussetzer des Motors unter Last 1, 2, 4, 5 – 10, 16, 22 Leistungsabfall des Motors 1, 4 – 7, 9, 10, 11, 13, 15, 16, 19 – 22 Erhöhter Kraftstoffverbrauch 7, 9, 10, 11, 13, 14, 19, 21, 22 Motor geht nicht aus 3, 21, 22 Schlechtes Ansprechverhalten, schwarzer Rauch im Abgas, Leistungsabfall des Motors 2, 5, 9, 10, 11, 13, 19 – 22 Blauer Rauch im Abgas bei Volllast (weiß oder bläulich) 1, 2, 4, 5, 8, 9, 13, 19, 22 Unnormale minimale und maximale Leerlaufdrehzahl 14, 15, 18, 21 Motor dreht nicht hoch 1, 2, 4, 6, 8, 9, 10, 19, 20, 21 Hochdruckpumpe überhitzt 16 MÖGLICHE STÖRUNG / ABHILFE Kraftstofftank leer oder Tankentlüftungsventil verstopft Kraftstofftank auffüllen, Kraftstoffleitungen spülen, Tankentlüftungsventil reinigen Luft im Kraftstoffsystem Kraftstoffsystem entlüften, Luftansaugung beseitigen Magnetventil des Dieselmotors oder Startmengenregler defekt Instandsetzen oder ersetzen Kraftstofffilter verstopft Kraftstofffilter ersetzen Niederdruck-Kraftstoffleitungen verstopft Querschnitte der Kraftstoffleitungen wiederherstellen Niederdruck-Kraftstoffleitungen verstopft Kraftstoffleitungen spülen oder ersetzen Verbindungen undicht, Kraftstoffleitungen undicht oder gebrochen Verbindungen nachziehen, Undichtigkeit beseitigen Paraffinablagerungen im Kraftstofffilter Filter ersetzen, Winterkraftstoff verwenden Falscher Spritzbeginn Spritzbeginn einstellen Düsen der Einspritzdüsen defekt Instandsetzen oder ersetzen Luftfilter verstopft Filtereinsatz ersetzen Vorglühanlage defekt Defekte Glühkerzen ersetzen Einspritzverteilung auf die Zylinder entspricht nicht der Zündfolge Hochdruckkraftstoffleitungen in der vorgeschriebenen Reihenfolge umstecken Unnormale Leerlaufdrehzahl Leerlaufdrehzahl mit der Schraube einstellen Unnormale maximale Leerlaufdrehzahl Höchstdrehzahl des Motors mit der Schraube einstellen Umgehungsventil verstopft oder defekt Kalibrierte Bohrung reinigen oder Ventil ersetzen Druckventil undicht (beim Vierzylindermotor) bzw. zwei Ventile (beim Sechszylindermotor) Ventil(e) ersetzen Vorspannung der Pufferfeder des Drehzahlreglers nicht eingestellt Vorspannung der Pufferfeder einstellen Spritzversteller defekt Spritzversteller instand setzen oder ersetzen Niedrige Verdichtung Verdichtung wiederherstellen Drehzahlregler defekt oder nicht eingestellt Regler einstellen oder ersetzen Hochdruckpumpe defekt oder nicht einstellbar Pumpe ausbauen und zur Instandsetzung geben

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