Prüfen des Reifenzustands und des Reifenfülldrucks
(alle 400 km [250 Meilen] oder wöchentlich)

UNZUREICHENDER REIFENFÜLLDRUCK

SCHÜSSELFÖRMIGE ABNUTZUNG
Mögliche Ursachen für schüsselförmige Abnutzung:
- Der Reifenfülldruck ist zu niedrig, oder es liegt eine mechanische Abweichung vor (Unwucht des Rads oder Verformung der Felge).
- Die Befestigung der Spurstangen oder des Lenkzwischenhebels hat sich gelockert, oder die genannten Bauteile sind verschlissen.
- Teile der Vorderradaufhängung sind beschädigt oder verschlissen, oder deren Befestigung hat sich gelockert

ZU HOHER REIFENFÜLLDRUCK

SPUR FALSCH EINGESTELLT ODER STURZ ZU GROSS

SCHUPPENFÖRMIGE PROFILABNUTZUNG DURCH FALSCHE RADSTELLUNGSWINKEL
Die gewissenhafte regelmäßige Prüfung des Reifenzustands hilft dem Fahrer, ärgerliche Verzögerungen durch einen Radausfall während der Fahrt zu vermeiden. Außerdem lassen sich anhand des Abnutzungsbilds des Profils Defekte an Bauteilen der Aufhängung und der Lenkung rechtzeitig erkennen, solange sie sich noch im Entwicklungsstadium befinden.

Die minimal zulässige Profiltiefe beträgt 1,6 mm. Den Grad der Profilabnutzung können Sie mit einem speziellen, preisgünstigen Hilfsmittel prüfen – fragen Sie im Fachhandel für Autozubehör nach.
Achten Sie auf alle Anzeichen ungleichmäßiger Profilabnutzung. Lokale Schäden wie schüsselförmige Abnutzung, Abflachungen und Ähnliches haben meist ihre Ursache in falschen Radstellungswinkeln an den Vorderrädern oder in einer fehlerhaften Radwuchtung. Zur Ermittlung und Behebung der Fehler sollte das Fahrzeug in eine Fachwerkstatt oder einen Kundendienstbetrieb gebracht werden.

Prüfen Sie die Reifen aller Räder sorgfältig auf Schnitte, Einstiche und in den Profilrillen steckende Fremdkörper. Manchmal behält ein durchstochener Reifen über eine gewisse Zeit Luft, weil der Gegenstand, der den Reifen durchstochen hat, noch darin steckt. Ein langsamer Druckverlust kann auch durch einen Defekt am Ventileinsatz des Radventils verursacht werden – prüfen Sie den Zustand des Ventileinsatzes.

Reifenprofil sorgfältig auf eingedrungene Fremdkörper oder lose Reparaturstopfen prüfen, mit denen kleine Reifenpannen repariert wurden. Eine Undichtigkeit lässt sich leicht feststellen, indem die verdächtige Stelle der Reifenoberfläche mit Seifenwasser benetzt wird. Tritt Luft aus, bilden sich Blasen. Kleine Durchstiche können in einer Reifenwerkstatt problemlos repariert werden.
Die Innenseiten aller vier Reifen sorgfältig auf Bremsflüssigkeitsspuren prüfen. Wenn Spuren vorhanden sind, sofort die zugehörige Radbremse und die angeschlossenen Hydraulikleitungen prüfen.
Der vorgeschriebene Reifenfülldruck verlängert die Lebensdauer der Reifen erheblich, gewährleistet maximalen Fahrkomfort und erhält das Fahrverhalten des Fahrzeugs. Der Reifendruck lässt sich nach Augenschein praktisch nicht richtig beurteilen, besonders bei Gürtelreifen. Ein geeignetes Reifendruckmessgerät muss immer griffbereit sein. Den Anzeigen der Druckluftgeräte an Tankstellen und in Werkstätten sollte nicht vertraut werden.
Den Reifenfülldruck bei kalten Reifen prüfen. Das bedeutet, dass das Fahrzeug in den letzten drei Stunden nicht mehr als eine Meile gefahren wurde. Ein Druckanstieg von 0,3 ÷ 0,6 kgf/cm2 durch die Erwärmung der Reifen ist normal.

Die Schutzkappe vom Reifenventil abnehmen und den Messkopf des Reifendruckmessgeräts fest auf das Ventil drücken, sodass der Ventilstift niedergedrückt wird. Den Messwert ablesen und mit dem Sollwert vergleichen. Bei Bedarf den Druck korrigieren.
Die Schutzkappe wieder aufschrauben, damit keine Feuchtigkeit und kein Schmutz in das Ventil gelangen. Den Druck in allen Reifen einschließlich des Reserverads prüfen.
Der Fülldruck eines Notrads (Kompaktreserverad) ist normalerweise deutlich höher als bei normalen Reifen.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Honda Accord: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.