Allgemeine Motorinstandsetzung und Grundüberholung

Demontagereihenfolge des Motors bei der Vorbereitung auf die Motorinstandsetzung

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Der Motor lässt sich am einfachsten zerlegen, wenn man ihn auf einem tragbaren Montageständer befestigt. Ein solches Gerät kann man meist recht günstig in einer Werkstatt ausleihen. Vor dem Befestigen des Motors am Ständer ist das Schwungrad bzw. die Antriebsscheibe abzunehmen.

Steht kein Ständer zur Verfügung, ist der Motor auf einer stabilen Werkbank oder fest auf dem harten Boden der Garage zu zerlegen. Achten Sie bei der Arbeit ohne Ständer darauf, dass der Motor nicht versehentlich kippt.

Wenn der Motor durch einen überholten Motor ersetzt werden soll, bauen Sie alle Anbauteile und äußeren Komponenten vom alten Motor ab und montieren sie am Austauschmotor. Zu diesen umzusetzenden Komponenten gehören:

a) Generator mit Halterungen;
b) Servolenkungspumpe mit Halterungen;
c) Komponenten der Abgasnachbehandlung;
d) Verteiler, Zündkabel und Zündkerzen;
e) Thermostat mit Gehäusedeckel;
f) Bypass-Rohr/Bypass-Schlauch der Wasserpumpe;
g) Komponenten der Kraftstoffeinspritzanlage;
h) Ansaugkrümmer und Abgaskrümmer;
i) Ölfilter
j) Motorlager;
k) Kupplungsbaugruppe (Schaltgetriebe);
l) Schwungrad bzw. Antriebsscheibe;


Beim Abnehmen der äußeren Komponenten vom alten Motor merken Sie sich die charakteristische Einbaulage der Teile. Notieren Sie in einem Notizbuch die Einbaupositionen von Dichtungen, Simmerringen, Distanzringen und Buchsen, Stiften, Halterungen, Scheiben, Schrauben und anderen Kleinteilen.

Wenn Sie den Teilsatz-Austausch wählen, bei dem der Block mit eingebauter Kurbelwelle und Kolben-Pleuel-Baugruppen verwendet wird, bauen Sie vom alten Motor außerdem Zylinderkopf, Ölwanne und Ölpumpe ab (mögliche Alternativen zur Instandsetzung finden Sie im Abschnitt Alternative Instandsetzungsverfahren für den Motor).

Bei einer vollständigen Instandsetzung des alten Motors zerlegen Sie ihn und entnehmen alle inneren Bauteile. Nachfolgend ist die optimale Reihenfolge für das Zerlegen des Motors angegeben:

a) Ansaugkrümmer und Abgaskrümmer;
b) Ventildeckel;
c) Steuerriemenabdeckungen mit Schrauben;
d) Steuertrieb (Zahnriemen mit Zahnrädern);
e) Kipphebelbaugruppe mit Nockenwelle(n);
f) Zylinderkopf/Zylinderköpfe;
g) Wasserpumpe;
h) Ölwanne;
i) Ölsieb mit Sieb;
j) Vorderdeckel/Ölpumpe;
k) Kolben-Pleuel-Baugruppen;
l) Kurbelwelle und Hauptlager;

Bevor Sie mit dem Zerlegen des Motors beginnen, bereiten Sie folgende Materialien, Werkzeuge und Teile vor (siehe auch Abschnitt Motormontage):

a) Standard-Werkzeugsatz;
b) Satz aus Karton- oder Kunststoffbehältern/Polyethylenbeuteln zur geordneten Aufbewahrung von Kleinteilen;
c) Schaber zum Reinigen der Dichtflächen;
d) Ausreibwerkzeug zum Entfernen des Stufenverschleißes am oberen Zylinderteil;
e) Abzieher für den Schwingungsdämpfer;
f) Mikrometersatz;
g) Teleskop-Innenmessgerät;
h) Messuhr mit Taststift (DTI);
i) Ventilfederspanner;
j) Honahle für Zylinderlaufbahnen;
k) Werkzeug zum Reinigen der Kolbenringnuten;
l) Elektrobohrmaschine;
m) Gewindebohrer- und Lehrensatz;
n) Drahtbürsten;
o) Zylinderbürsten zum Reinigen der Ölkanäle;
p) Lösungsmittel.

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