Vorprüfung
Vor Beginn der Diagnoseverfahren müssen die folgenden Punkte geprüft werden:
Kundenbeanstandung erfassen und verstehen
Um ein Problem richtig zu diagnostizieren, zuerst die Kundenbeschwerde bzw. den Zustand verstehen.
Für die Überprüfung des Problems kann Kontakt mit dem Kunden erforderlich sein. Die Bedingungen verstehen, einschließlich wann das Problem auftritt. Beispiel:
- Heiße oder kalte Fahrzeugtemperatur
- Heiße oder kalte Umgebungstemperatur
- Fahrbedingungen des Fahrzeugs
- Fahrzeug beladen/unbeladen
Nachdem verstanden wurde, wann und wie das Problem auftritt, mit der Überprüfung des Zustands fortfahren.
Überprüfung des Zustands
Dieser Abschnitt enthält Informationen, die sowohl zur Feststellung der tatsächlichen Ursache von Kundenbeanstandungen als auch zur Durchführung der passenden Prüfverfahren benötigt werden.
Bei der Überprüfung von Kundenbeanstandungen am Getriebe müssen die folgenden Verfahren angewendet werden.
Kundenbeanstandung feststellen
HINWEIS: Einige Getriebezustände können Motorprobleme verursachen. Ein Kurzschluss im elektronischen Druckregler kann Motorfehlzündungen verursachen. Wenn die Wandlerkupplung nicht auskuppelt, würgt der Motor ab.
Kundenbeanstandungen in Bezug auf die Fahrzeugnutzung und die jeweiligen Fahrbedingungen ermitteln. Dabei auf folgende Punkte achten:
- Heiße oder kalte Betriebstemperatur des Fahrzeugs
- Heiße oder kalte Umgebungstemperatur
- Art des Geländes
- Fahrzeug beladen/unbeladen
- Stadt-/Autobahnfahrt
- Hochschalten
- Zurückschalten
- Segeln
- Einkuppeln
- Geräusche/Vibrationen – auf Abhängigkeiten prüfen: von der Drehzahl, von der Fahrgeschwindigkeit, vom Schaltvorgang, vom Gang, vom Wählhebelbereich oder von der Temperatur.
Ölstand und Zustand des Getriebeöls prüfen
Kontrolle des Flüssigkeitsstandes
VORSICHT: Das Fahrzeug darf nicht gefahren werden, wenn der Ölstandsanzeiger den Ölstand unterhalb der Markierung NICHT FAHREN zeigt, da sonst ein innerer Schaden entstehen kann.
HINWEIS: Wenn das Fahrzeug längere Zeit mit hohen Autobahngeschwindigkeiten, im Stadtverkehr, bei heißem Wetter oder beim Ziehen eines Anhängers betrieben wurde, muss das Öl abkühlen, damit ein genauer Messwert erhalten wird.
HINWEIS: Der Ölstand am Anzeiger weicht je nach Betriebs- und Umgebungstemperatur ab. Der korrekte Messwert sollte im normalen Betriebstemperaturbereich liegen.
Unter normalen Bedingungen sollte der Ölstand bei der regelmäßigen Wartung geprüft werden. Wenn das Getriebe zu rutschen beginnt, langsam schaltet oder Anzeichen von Ölverlust zeigt, sollte der Ölstand geprüft werden.
1. Bei Getriebe in P (PARK), Motor im Leerlauf und Fuß auf der Bremse den Wählhebel durch alle Fahrstufen bewegen und jeden Gang einlegen lassen. Den Getriebewählhebel anschließend in Stellung P bringen.
2. Ölstandsanzeiger-Verschluss abwischen und Anzeiger herausziehen.
3. Anzeiger mit einem sauberen Tuch abwischen.
4. Anzeiger bis zum Anschlag wieder in das Einfüllrohr einsetzen und anschließend herausziehen. Der Ölstand sollte im normalen Betriebstemperaturbereich liegen.


Zu hoher Ölstand
Ein zu hoher Ölstand kann dazu führen, dass das Öl durch das Verwirbeln der rotierenden inneren Teile mit Luft vermischt wird. Dies verursacht ungleichmäßigen Steuerdruck, Schaumbildung, Ölverlust über das Entlüftungsrohr und möglicherweise einen Getriebeschaden. Wird ein Überfüllungswert angezeigt, Getriebe ablassen und neu befüllen.
Zu niedriger Ölstand
Ein zu niedriger Ölstand kann zu schlechtem Einlegen, Rutschen oder Ausfall des Getriebes führen. Dies kann auch auf eine Undichtigkeit an einer Getriebedichtung oder Dichtung hinweisen.
Öl nachfüllen
VORSICHT: Die Verwendung einer anderen als der vorgeschriebenen Getriebeölsorte kann zu einem Getriebeschaden führen.
Falls Öl nachgefüllt werden muss, in Schritten von 0,25 l (1/2 pint) über das Einfüllrohr einfüllen. Nicht überfüllen. Zur Ölsorte die Spezifikationstabelle beachten.
Prüfung des Ölzustands
1. Ölstand prüfen.
2. Farbe und Geruch beurteilen. Unter normalen Bedingungen sollte die Farbe dunkelrötlich sein, nicht braun oder schwarz, und nicht nach Verbranntem riechen.
3. Den Ölstandsanzeiger über ein weißes Papiertuch halten, Öl auf das Tuch tropfen lassen und den Fleck untersuchen.
4. Wenn feste Partikel festgestellt werden, muss die Getriebeölwanne zur weiteren Untersuchung ausgebaut werden.
5. Ist der Fleck schaumig rosa, kann dies auf Kühlmittel im Getriebe hindeuten. Das Motorkühlsystem ist dann ebenfalls zu prüfen.
6. Wird eine Ölverunreinigung oder ein Getriebeschaden durch den Schlamm am Boden der Ölwanne bestätigt, muss das Getriebe zerlegt und vollständig gereinigt werden. Dies umfasst den Drehmomentwandler und die Kühlerleitungen. Der Öl-Luft-Kühler muss installiert werden.
7. Diagnoseprüfungen und Einstellungen durchführen. Diagnose nach Symptom in diesem Abschnitt NACHSCHLAGEN.
Probefahrt mit dem Fahrzeug
HINWEIS: Das Fahrzeug stets sicher und den Fahrbedingungen angepasst fahren und alle Verkehrsregeln beachten.
Die Schaltpunkt-Probefahrt und die Prüfungen der Drehmomentwandler-Funktion liefern Diagnoseinformationen zur Schaltsteuerung des Getriebes und zur Funktion des Drehmomentwandlers.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Ford Mustang: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.