Automatikgetriebe

Spezielle Prüfverfahren

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Anzugsdrehmoment auf dieser Seite

Die speziellen Prüfungen dienen dem Techniker zur Diagnose des hydraulischen und mechanischen Teils des Getriebes.

Leerlaufdrehzahlprüfung

Zur Diagnose und Prüfung der Motorleerlaufdrehzahl auf das Handbuch Powertrain Control/Emissions Diagnosis (PC/ED) verweisen.

Engine Idle Speed Check
Engine Idle Speed Check

Leitungsdruckprüfung

VORSICHT: Die Leitungsdruckprüfung vor dem Stall-Drehzahl-Test durchführen. Ist der Leitungsdruck beim Stall niedrig, den Stall-Drehzahl-Test nicht durchführen, da sonst weitere Getriebeschäden entstehen. Vollgas (WOT) in keiner Getriebestellung länger als fünf Sekunden halten.

Diese Prüfung stellt sicher, dass der Leitungsdruck innerhalb der Vorgabe liegt.

1. Druckmessgerät an den Leitungsdruck-Messanschluss anschließen.

2. Motor starten und Leitungsdrücke prüfen. Anhand der Leitungsdruck-Tabelle feststellen, ob der Leitungsdruck innerhalb der Vorgabe liegt.

Leitungsdruck-Tabelle

Line Pressure Chart

Kupplungsdruck-Tabelle 3.8L

Clutch Pressure Chart 3.8L

a - EPC-Werte variieren aufgrund der EEC-Strategie. Diese Werte sind Näherungswerte. Der tatsächliche Kupplungsanlegedruck sollte innerhalb von 69-103 kPa (10-15 psi) des Leitungsdrucks liegen. Weitere Informationen zur Prüfung finden Sie in der Kupplungsdruckprüfung in diesem Abschnitt.

Kupplungsdruck-Tabelle 4.6L

Clutch Pressure Chart 4.6L
Clutch Pressure Chart 4.6L

a - EPC-Werte variieren aufgrund der EEC-Strategie. Diese Werte sind Näherungswerte. Der tatsächliche Kupplungsanlegedruck sollte innerhalb von 69-103 kPa (10-15 psi) des Leitungsdrucks liegen. Weitere Informationen zur Prüfung finden Sie in der Kupplungsdruckprüfung in diesem Abschnitt.

3. Zündschalter in Stellung AUS bringen. Liegt der Leitungsdruck nicht innerhalb der Vorgabe, EPC-Druck prüfen.

4. Druckmessgerät an den EPC-Druck-Messanschluss anschließen.

5. Motor starten und EPC-Druck prüfen. Vorgaben siehe Leitungsdruck-Tabelle.

6. Liegt der EPC-Druck nicht innerhalb der Vorgabe, zu Pinpoint-Test E GEHEN, um die EPC-Funktion zu diagnostizieren. Ist die EPC-Funktion in Ordnung, die Leitungsdruck-Diagnosetabelle für Ursachen eines Leitungsdruckproblems heranziehen.

Leitungsdruck-Diagnosetabelle

Prüfergebnis Mögliche Ursache
Hoch im Leerlauf – in allen Stellungen Kabelbäume
Schnelltest durchführen. Siehe Handbuch Powertrain Control/Emissions Diagnosis (PC/ED).
EPC-Magnetventil

Hauptdruckregelventil

Niedrig im Leerlauf – in allen Stellungen Zu niedriger Ölstand
Steuerkörper
Undichtigkeit in der Pumpe
Beschädigte Dichtungen am Trennventil
Beschädigte Trennplatte
Verstopfter Einlassfilter
Gehäuseschrauben
Lose Hauptsteuerventilkörper
O-Ring des EPC-Magnetventils
Halterung des EPC-Magnetventils
Koffer
Klemmendes Hauptdruckregelventil

Beschädigte Dichtung des Einlassrohrs am Einlassfilter

Niedrig nur in Parken Ventilkörper

Low/Reverse-Servo

Niedrig nur im Rückwärtsgang Trennplatte
Low/Reverse-Servo oder Ventilkörper

Rückwärtskupplung

Niedrig nur in Neutral Ventilkörper
Niedrig nur im Overdrive Vorwärtskupplung

Ventilkörper

Niedrig nur im 1. Gang Vorwärtskupplung
Ventilkörper

Low/Reverse-Servo

Niedrig nur im 2. Gang Intermediate-Kupplung
Ventilkörper

Vorwärtskupplung

Prüfung der Strömungsdrehzahl

WARNUNG: Die Feststellbremse bei jeder Strömungsprüfung fest anziehen.

VORSICHT: Vor der Strömungsprüfung die Leitungsdruckprüfung durchführen. Ist der Leitungsdruck bei Strömungsdrehzahl zu niedrig, darf die Strömungsprüfung nicht durchgeführt werden, da sonst weitere Getriebeschäden entstehen.

Die Prüfung der Strömungsdrehzahl überprüft:

  • die Funktion und den Einbau der Wandlerüberbrückungskupplung.
  • die Haltefähigkeit der Vorwärtskupplung.
  • die Rückwärtskupplung (die Low-Reverse-Bänder).
  • den Planetenradsatz-Freilauf.
  • die Motorfahrbarkeit.

Diese Prüfung mit korrektem Füllstand von Motorkühlmittel und Getriebeöl und bei normaler Betriebstemperatur durchführen.

Für jede Prüfung der Strömungsdrehzahl die Feststellbremse fest anziehen.

1. Die vorgeschriebene Strömungsdrehzahl für das Fahrzeug ermitteln; siehe Diagnosetabelle Strömungsdrehzahl. Die Drehzahl mit einem Fettstift auf der Skala des Drehzahlmessers markieren.

Wandlerdrehzahl (Stall-Drehzahl)

Stall Speed

2. Drehzahlmesser an den Motor anschließen.

3. HINWEIS: Übersteigt die vom Drehzahlmesser angezeigte Drehzahl die Höchstgrenzen, das Fahrpedal sofort loslassen, da dies auf Kupplungs- oder Bandschlupf hinweist.

In jedem der folgenden Fahrbereiche (D), 2, 1, R das Fahrpedal bis zum Anschlag durchtreten und so lange halten, bis der Motor Volllast (WOT) erreicht. Bei dieser Prüfung das Gas nicht länger als 5 Sekunden am Stück offen halten.

4. Die Ergebnisse in jedem Fahrbereich notieren.

5. Nach jedem Fahrbereich den Schaltwählhebel auf N stellen und den Motor etwa 15 Sekunden lang mit 1.000 U/min laufen lassen, um den Drehmomentwandler vor der nächsten Prüfung abzukühlen.

6. Korrekturmaßnahmen der Diagnosetabelle Strömungsdrehzahl entnehmen.

Diagnosetabelle Strömungsdrehzahl

Wählhebelstellung Strömungsdrehzahl zu hoch Strömungsdrehzahl zu niedrig
(D) Planetenradsatz-Freilauf
(D), 2 und 1 Vorwärtskupplung oder Zwischenkupplung
(D), 2, 1 und R Druckprüfung durchführen Freilauf des Drehmomentwandler-Leitrads oder Probleme mit der Motorfahrbarkeit
R Rückwärtskupplung oder Low-Reverse-Band oder Servo

Luftdruckprüfungen

Getriebe-Prüfplatte für Luftdruck

Transmission Air Test Plate
Transmission Air Test Plate

Auch bei korrektem Getriebeöldruck kann ein Fahrzustand ohne Antrieb auftreten, wenn Kupplungen oder Bänder nicht funktionieren. Ein unregelmäßiger Schaltvorgang lässt sich durch eine Reihe von Prüfungen eingrenzen, bei denen Luftdruck anstelle des Öldrucks verwendet wird, um den Ort der Störung zu bestimmen.

Dem Verfahren folgen, um den Ort der defekten Kupplung oder des defekten Bandes zu bestimmen, indem Luftdruck in die verschiedenen Kanäle der Prüfplatte eingeleitet wird.

HINWEIS: Nur trockene, geregelte Luft mit maximal 276 kPa (40 psi) verwenden.

Luft an den jeweiligen Kanal bzw. die jeweiligen Kanäle anlegen. Beim Anlegen des Kupplungselements sollte ein dumpfer Schlag zu spüren oder zu hören sein bzw. eine Bewegung beobachtet werden. Im angelegten Zustand des Elements darf kein Zischen zu hören sein.

Die Entlüftungsbohrung der Prüfplatte mit einem sauberen, fusselfreien Putztuch abdecken, damit beim Anlegen der Luft nichts herausspritzt. Ein Verschließen der Entlüftungsbohrung während der Prüfung führt zu ungenauen Ergebnissen.

1. Getriebeöl ablassen und die Getriebeölwanne abnehmen.

2. Den Hauptsteuerventilkörper ausbauen.

3. Getriebe-Prüfplatte und Dichtung einbauen. Schrauben mit 10 N·m anziehen.

4. HINWEIS: Keine Luft in die Entlüftungsbohrung der Prüfplatte einleiten.

Luft an den jeweiligen Kupplungsanschluss anlegen (siehe Abbildung Getriebe-Prüfplatte für Luftdruck). Beim Anlegen oder Lösen des Elements ist unter Umständen ein dumpfer Schlag zu hören oder eine Bewegung zu spüren. Leckende Kupplungsdichtungen oder Rückschlagkugeln verursachen ein Zischgeräusch.

Arbeiten die Servos nicht, sind sie zu zerlegen, zu reinigen und zu prüfen, um die Ursache des Problems zu finden.

Wenn der an die Kupplungskanäle angelegte Luftdruck eine Kupplung nicht betätigt oder Kupplungen gleichzeitig betätigt, sind die Ölkanäle im Gehäuse zu prüfen.

Wenn der an den Druckspeicher angelegte Luftdruck keinen Druckspeicher betätigt, sind die Gehäusekanäle und der Kolben auszubauen und zu prüfen.

Kupplungsdruckprüfung

Die Kupplungsdruckprüfung diagnostiziert einen Druckabfall oder eine Leckage im Kupplungskreis. Eine Differenz von 103 kPa (15 psi) oder mehr zwischen Kupplungsdruck und Leitungsdruck verhindert einen normalen Schaltvorgang.

1. VORSICHT: Druckmessgeräte beeinflussen die Schaltqualität des Getriebes. Es ist darauf zu achten, nicht abrupt zu beschleunigen oder zu verzögern. Dies kann zum Ausfall des Getriebes führen.

Druckmessgeräte mit einem Messbereich von 0–2068 kPa (0–300 psi) an den Leitungsdruck-Messanschluss und den entsprechenden Kupplungsdruck-Messanschluss gemäß Band- und Kupplungsanwendungstabelle A und B anschließen. Die Messgeräte müssen so genau sein, dass sie eine Differenz von 103 kPa (15 psi) erkennen können. (Wird diese Prüfung zusammen mit einer Steuerdruckprüfung durchgeführt, sind Druckmessgeräte an alle Messanschlüsse anzuschließen.) Ausreichend flexible Schläuche bereithalten, damit die Messgeräte im Fahrzeug abgelesen werden können.

2. Das Fahrzeug fahren. Wenn Druck an die Kupplung angelegt wird, die Differenz zwischen dem Leitungsdruck-Messgerät und dem entsprechenden Kupplungsdruck-Messgerät ablesen.

3. Ist die Druckdifferenz kleiner als 103 kPa (15 psi), weist der entsprechende Kupplungskreis keinen Druckverlust auf. Zur Bestätigung, dass keine Unterschiede in der Kalibrierung der Messgeräte vorliegen, können die Messgeräte an Leitungsdruck-Messanschluss und entsprechendem Kupplungsdruck-Messanschluss vertauscht werden.

4. Ist die Differenz größer als 103 kPa (15 psi), liegt im entsprechenden Kupplungsdruckkreis eine Leckage vor. Zur Bestätigung, dass keine Unterschiede in der Kalibrierung der Messgeräte vorliegen, können die Messgeräte an Leitungsdruck-Messanschluss und Kupplungsdruck-Messanschluss vertauscht werden. Das passende Verfahren zur Behebung der Kupplungsleckage durchführen.

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum Ford Mustang: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.