Automatikgetriebe

Leckageprüfung

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VORSICHT: Die Ölleckage nicht durch Überschreiten der vorgeschriebenen Anzugsdrehmomente zu stoppen versuchen.

Dies kann die Gewinde im Gehäuse beschädigen.

Den Anschluss des Öleinfüllrohrs am Getriebegehäuse prüfen. Wird hier eine Leckage festgestellt, eine neue Gummitülle einbauen.

Den Stopfen bzw. den O-Ring des Fahrzeuggeschwindigkeitssensors (VSS) prüfen (modellabhängig). Wird eine Leckage festgestellt, einen neuen O-Ring einbauen.

Die Flüssigkeitsleitungen und Anschlüsse zwischen dem Getriebe und dem Kühler im Kühlerausgleichsbehälter auf Lockerheit, Verschleiß und Beschädigung prüfen. Lässt sich die Undichtigkeit nicht durch Nachziehen der Überwurfmutter der Leitung abstellen, neue Teile einbauen. Tritt Flüssigkeit zwischen Gehäuse und Anschluss der Kühlerleitung aus, den O-Ring auf Vorhandensein und Beschädigung prüfen und danach den Anschluss mit dem maximalen Anzugsmoment festziehen.

Besteht die Undichtigkeit weiter, einen neuen Kühlerleitungsanschluss einbauen und mit dem vorgegebenen Anzugsmoment festziehen. Bei Flüssigkeitsaustritt zwischen Kühler im Kühlerausgleichsbehälter und den Kühlerleitungsanschlüssen in diesem Abschnitt ist dasselbe Vorgehen anzuwenden; siehe Abschnitt.

Das Motorkühlmittel im Kühler prüfen. Befindet sich Getriebeflüssigkeit im Kühlmittel, leckt wahrscheinlich der Ölkühler im Kühlerausgleichsbehälter.

Der Kühler kann zusätzlich auf Undichtigkeit geprüft werden, indem die Leitungen an den Kühleranschlüssen getrennt und die Anschlüsse mit höchstens 345 kPa (50 psi) Luftdruck beaufschlagt werden. Den Kühlerdeckel abnehmen, damit sich der Druckaufbau an der Außenseite des Ölkühlerbehälters abbaut. Ist der Kühler undicht und/oder hält er keinen Druck, einen neuen Kühler einbauen.

Tritt Flüssigkeit am Wählhebel des Getriebes aus, eine neue Dichtung einbauen.

Tritt Flüssigkeit am internen Kabelbaumstecker des Getriebes aus, einen neuen O-Ring einbauen.

4R70W Äußere Abdichtung

4R70W External Sealing
4R70W External Sealing
4R70W External Sealing

Flüssigkeitsaustritt im Bereich des Drehmomentwandlers

Zur Diagnose und Behebung von Flüssigkeitsaustritt im Bereich der vorderen Pumpenabstützung, des Zahnradsatzes und des Drehmomentwandlers die folgenden Verfahren anwenden, um die genaue Ursache der Undichtigkeit zu ermitteln. Undichtigkeiten an der Getriebevorderseite, die sich durch Flüssigkeit um das Drehmomentwandlergehäuse zeigen, können mehrere Ursachen haben.

Durch genaues Beobachten lässt sich in vielen Fällen die Undichtigkeitsquelle bereits vor dem Ausbau des Getriebes aus dem Fahrzeug eingrenzen. Die Wege, die die Flüssigkeit bis zum Boden des Drehmomentwandlergehäuses nimmt, zeigt die Abbildung. Die folgenden fünf Schritte entsprechen den Nummern in der Abbildung.

Fluid Leakage in Torque Converter Area

1. Flüssigkeit, die an der Lippe der vorderen Pumpendichtung austritt, wandert meist entlang der Pumpennabe der Turbine und auf die Rückseite des Pumpengehäuses. Außer bei einem vollständigen Dichtungsausfall wird austretende Flüssigkeit an der Lippe der Dichtung nur an der Innenseite des Drehmomentwandlergehäuses nahe dem Außendurchmesser abgelagert.

2. Flüssigkeitsaustritt am Außendurchmesser der vorderen Pumpendichtung und des Pumpenkörpers folgt demselben Weg wie der Austritt am Innendurchmesser der vorderen Pumpendichtung.

3. Flüssigkeit, die an einer Befestigungsschraube zwischen Pumpe und Gehäuse oder an der Pumpendichtung austritt, lagert sich nur an der Innenseite des Drehmomentwandlergehäuses ab. Auf der Rückseite des Drehmomentwandlers lagert sich keine Flüssigkeit ab.

4. Flüssigkeitsaustritt aus dem Ablassstopfen des Drehmomentwandlers (modellabhängig), der Schweißnaht der Wandlerdichtung oder der Schweißverbindung des Wandlerstifts an der Flexplatte zeigt sich am Außendurchmesser des Drehmomentwandlers auf der Rückseite der Flexplatte und nur im Wandlergehäuse nahe der Flexplatte. Flüssigkeit aus dem Drehmomentwandler bildet einen Ring an der Innenseite des Drehmomentwandlergehäuses.

5. HINWEIS: Weiches Papiertaschentuch kann helfen, die Farbe (Rot = Getriebeflüssigkeit) und die Quelle der austretenden Flüssigkeit zu bestimmen.

Motorölundichtigkeiten werden manchmal fälschlicherweise als Undichtigkeiten der Getriebepumpendichtung diagnostiziert. Die folgenden möglichen Undichtigkeitsstellen sollten ebenfalls geprüft werden, um festzustellen, ob Motoröl die Ursache ist.

a. Undichtigkeit an der Ventildeckeldichtung des Motors kann dazu führen, dass Öl über das Drehmomentwandlergehäuse läuft oder zwischen Drehmomentwandlergehäuse und Zylinderblock nach unten sickert, sodass sich Öl im oder am Boden des Drehmomentwandlergehäuses sammelt.

b. Undichte Ölkanalstopfen lassen Öl an der hinteren Stirnfläche des Zylinderblocks nach unten zum Boden des Drehmomentwandlergehäuses laufen.

c. Undichtigkeit am hinteren Kurbelwellendichtring wandert zur Flexplatte und anschließend in das Drehmomentwandlergehäuse.

d. Undichtigkeit am Motoröldrucksensor.

Dichtheitsprüfung

1. Den Flüssigkeitsstandsanzeiger abnehmen und die Farbe der Flüssigkeit prüfen. Die werkseitige Erstbefüllung ist rot eingefärbt, sodass sich feststellen lässt, ob die Undichtigkeit vom Motor oder vom Getriebe stammt. Sofern nicht eine größere Menge Nachfüllflüssigkeit zugegeben oder die Flüssigkeit gewechselt wurde, erleichtert die rote Farbe die Eingrenzung der Undichtigkeit.

2. Die Abdeckung des Drehmomentwandlergehäuses abnehmen. Flüssigkeit an der Oberseite und Unterseite des Drehmomentwandlergehäuses, an der Vorderseite des Getriebegehäuses sowie an der hinteren Stirnfläche des Motors und an der Ölwanne abwischen. Den Bereich des Drehmomentwandlers mit einem geeigneten nicht brennbaren Lösungsmittel reinigen und mit Druckluft trocken blasen.

3. Das Drehmomentwandlergehäuse, die Vorderseite der Flexplatte und die Ablassstopfen des Drehmomentwandlers auswaschen.

Das Drehmomentwandlergehäuse kann mit Reinigungslösungsmittel und einer Spritzölkanne ausgewaschen werden. Alle gereinigten Bereiche mit Druckluft trocken blasen.

4. Den Motor starten und laufen lassen, bis das Getriebe seine normale Betriebstemperatur erreicht hat.

Die Rückseite des Zylinderblocks und die Oberseite des Drehmomentwandlergehäuses auf Flüssigkeitsaustritt prüfen. Das Fahrzeug auf einer Hebebühne anheben; siehe Abschnitt. Den Motor zuerst mit erhöhter Leerlaufdrehzahl und dann im Leerlauf laufen lassen. Dabei gelegentlich in die Stellungen Overdrive und Rückwärtsgang schalten, um den Druck im Getriebe zu erhöhen. Die Vorderseite der Flexplatte, die Rückseite des Zylinderblocks (so weit wie möglich einsehbar), das Innere des Drehmomentwandlergehäuses und die Vorderseite des Getriebegehäuses beobachten. Den Motor so lange laufen lassen, bis der Flüssigkeitsaustritt sichtbar ist und die wahrscheinliche Undichtigkeitsquelle bestimmt werden kann.

Dichtheitsprüfung mit Schwarzlicht unter Verwendung des 12-Volt-Master-UV-Diagnoseprüfsatzes

Ölslösliche Anilin- oder Fluoreszenzfarbstoffe, im Verhältnis 2,5 ml (1/2 Teelöffel) Farbstoffpulver zu 0,235 l (1/2 pint) Getriebeflüssigkeit vorgemischt, haben sich bei der Suche nach der Undichtigkeitsquelle bewährt. Solche Farbstoffe können verwendet werden, um festzustellen, ob eine Undichtigkeit von Motoröl oder Getriebeflüssigkeit vorliegt oder ob die Flüssigkeit im Flüssigkeitskühler in das Motorkühlsystem gelangt. Zusammen mit der fluoreszierenden Farbstofflösung muss ein Schwarzlicht verwendet werden.

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Ein kurzes Quiz zum Ford Mustang: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.