Stromkreis des Motors zur Drosselklappenstellerregelung

Beschreibung
Der Drosselklappensteller wird vom ECM angesteuert und öffnet und schließt die Drosselklappe über Zahnräder.
Der Öffnungswinkel der Drosselklappe wird vom Drosselklappenstellungssensor (TP-Sensor) erfasst, der am Drosselklappengehäuse montiert ist. Der TP-Sensor meldet die Istwerte an das ECM zurück. Diese Rückmeldung ermöglicht es dem ECM, den Drosselklappensteller passend anzusteuern und den Drosselklappenöffnungswinkel zu überwachen, während das ECM auf die Eingaben des Fahrers reagiert.
Hinweis:Dieses ETCS (elektronische Drosselklappensteuerung) verwendet keinen Gaszug.

Überwachungsbeschreibung
Das ECM überwacht den elektrischen Strom durch den elektronischen Steller und erkennt anhand dieses Werts Fehlfunktionen und Unterbrechungen im Drosselklappensteller. Liegt der Strom außerhalb des Sollbereichs, stellt das ECM eine Fehlfunktion des Drosselklappenstellers fest. Außerdem stellt das ECM eine Fehlfunktion fest, wenn die Drosselklappe nicht ordnungsgemäß arbeitet (z. B. klemmt sie in offener Stellung). Das ECM schaltet dann die MIL ein und speichert einen DTC.
Beispiel: Ist der elektrische Strom kleiner als 0,5 A und das Tastverhältnis des Drosselklappenstellers größer als 80 %, wertet das ECM dies als Strom außerhalb des Sollbereichs, schaltet die MIL ein und speichert einen DTC.
Wird die Störung nicht erfolgreich behoben, wird ein DTC gespeichert, wenn der Motor nach dem Start 5 Sekunden lang im Leerlauf gelaufen ist und anschließend mehrmals schnell auf hohe Drehzahl hochgedreht wird.
Überwachungsstrategie
Typische Aktivierungsbedingungen


Typische Fehlerschwellenwerte

Notlauffunktion
Wenn einer dieser DTCs oder andere DTCs zu Fehlfunktionen des ETCS gespeichert werden, schaltet das ECM in den Notlaufmodus. Im Notlaufmodus schaltet das ECM den Strom zum Drosselklappensteller ab, und die Drosselklappe wird durch die Rückstellfeder in eine Drosselklappenstellung von 6° zurückgeführt. Das ECM passt dann die Motorleistung über die Steuerung der Kraftstoffeinspritzung (intermittierende Kraftstoffunterbrechung) und den Zündzeitpunkt an, abhängig vom Fahrpedalwinkel, damit das Fahrzeug mit minimaler Geschwindigkeit weiterfahren kann. Wird das Fahrpedal fest und vorsichtig getreten, kann das Fahrzeug langsam weitergefahren werden.
Der Notlaufmodus bleibt aktiv, bis eine Gutbedingung erkannt wird. Danach den Zündschalter ausschalten.
Schaltplan
Prüfverfahren Hinweis
- Freeze-Frame-Daten mit dem Intelligent Tester auslesen. Freeze-Frame-Daten speichern den Motorzustand, wenn Fehlfunktionen erkannt werden. Bei der Fehlersuche können Freeze-Frame-Daten helfen festzustellen, ob sich das Fahrzeug bewegt hat oder stand, ob der Motor warmgelaufen war, ob das Luft-Kraftstoff-Verhältnis mager oder fett war und weitere Daten aus dem Zeitpunkt der Fehlfunktion.
- Der Strom des Drosselklappenstellers (Throttle Mot) und das Tastverhältnis des Drosselklappenstellers (Throtl Opn Duty / Throtl Cls Duty) können mit dem Intelligent Tester ausgelesen werden. Das ECM schaltet den Strom des Drosselklappenstellers jedoch ab, wenn eine Fehlfunktion des ETCS vorliegt.
- Drosselklappengehäuse prüfen (Widerstand des Drosselklappenstellers)
- Steckverbinder B3 der Drosselklappeneinheit abziehen.
- Den Widerstand des Drosselklappenstellers messen.
- Steckverbinder der Drosselklappeneinheit wieder anschließen.


- Kabelbaum und Steckverbinder prüfen (Drosselklappensteller - ECM)
- Steckverbinder B3 der Drosselklappeneinheit abziehen.
- Steckverbinder B30 des ECM abziehen.
- Widerstand messen.
Sollwiderstand (Prüfung auf Kurzschluss)
- Steckverbinder der Drosselklappeneinheit wieder anschließen.
- ECM-Steckverbinder wieder anschließen.


- Drosselklappengehäuse-Baugruppe prüfen
- Prüfen, ob sich Fremdkörper zwischen Drosselklappe und Gehäuse befinden.


- Drosselklappe prüfen
- Prüfen, ob sich die Drosselklappe leichtgängig öffnet und schließt.


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