Drosselklappen-/Pedalstellungssensor / Schalter „A“

Hinweis:
Diese DTCs betreffen den Drosselklappenstellungssensor (TP-Sensor).
BeschreibungDer TP-Sensor ist am Drosselklappengehäuse montiert und erfasst den Öffnungswinkel der Drosselklappe. Dieser Sensor arbeitet berührungslos. Er verwendet Hall-Elemente, um auch unter extremen Fahrbedingungen, etwa bei hoher Geschwindigkeit oder sehr niedriger Drehzahl, genaue Signale zu liefern.
Der TP-Sensor besitzt zwei Sensorkreise, die jeweils ein Signal senden, VTA1 und VTA2. VTA1 dient zur Erfassung des Drosselklappenwinkels, VTA2 zur Erkennung von Störungen von VTA1. Die Sensorsignalspannungen liegen proportional zum Drosselklappenöffnungswinkel zwischen 0 V und 5 V und werden an die Klemmen VTA des ECM übertragen.
Beim Schließen der Drosselklappe sinkt die Sensorausgangsspannung, beim Öffnen steigt sie. Das ECM berechnet den Drosselklappenöffnungswinkel anhand dieser Signale und steuert den Drosselklappenantrieb entsprechend den Fahrervorgaben. Diese Signale werden außerdem für Berechnungen wie die Luft-Kraftstoff-Gemischkorrektur, die Leistungssteigerungskorrektur und die Schubabschaltung verwendet.



Hinweis:
- Wenn einer dieser DTCs gespeichert ist, den Drosselklappenöffnungswinkel mit dem Intelligent Tester prüfen. Folgende Menüpunkte auswählen: Diagnose / Enhanced OBD II / Datenliste / ETCS / Drosselklappenstellung #1 und Drosselklappenstellung #2.
- Drosselklappenstellung #1 zeigt das Signal VTA1, Drosselklappenstellung #2 zeigt das Signal VTA2.

Überwachungsbeschreibung
Das ECM verwendet den Drosselklappenstellungssensor (TP-Sensor), um den Drosselklappenöffnungswinkel zu überwachen. Das ECM führt mehrere Prüfungen durch, um die einwandfreie Funktion des TP-Sensors zu bestätigen.
- Zwischen den Sensorklemmen VTA1 und VTA2 wird für jeden Drosselklappenöffnungswinkel eine bestimmte Spannungsdifferenz erwartet. Ist die Differenz zwischen VTA1 und VTA2 falsch, wertet das ECM dies als Fehler des Sensors und speichert einen DTC.
- VTA1 und VTA2 haben jeweils einen bestimmten Spannungsbereich. Liegt VTA1 oder VTA2 außerhalb des normalen Betriebsbereichs, wertet das ECM dies als Fehler des Sensors und speichert einen DTC.
- VTA1 und VTA2 dürfen niemals nahezu auf demselben Spannungspegel liegen. Liegt VTA1 innerhalb von 0,02 V von VTA2, stellt das ECM einen Kurzschluss im Sensor fest und speichert einen DTC.
Wird die Störung nicht erfolgreich behoben, wird ein DTC 10 Sekunden nach dem nächsten Motorstart gespeichert.
Überwachungsstrategie
Typische Aktivierungsbedingungen

Typische Fehlerschwellenwerte

Betriebsbereich der Komponente

Notlauffunktion
Wenn diese DTCs sowie andere DTCs in Bezug auf das ETCS (elektronisches Drosselklappensteuerungssystem) gesetzt werden, schaltet das ECM in den Notlaufmodus. Im Notlaufmodus unterbricht das ECM den Strom zum Drosselklappenstellmotor, und die Drosselklappe wird durch die Rückstellfeder auf einen Drosselklappenwinkel von 6° zurückgestellt. Das ECM regelt dann die Motorleistung über die Kraftstoffeinspritzung (intermittierende Kraftstoffabschaltung) und den Zündzeitpunkt in Abhängigkeit vom Fahrpedalwinkel, damit das Fahrzeug mit minimaler Geschwindigkeit weiterfahren kann. Bei vorsichtigem, aber festem Treten des Fahrpedals kann das Fahrzeug langsam gefahren werden.
Der Notlaufmodus bleibt aktiv, bis eine Gutbedingung erkannt wird. Danach den Zündschalter ausschalten.
Schaltplan
Prüfverfahren Hinweis:
Freeze-Frame-Daten mit dem Intelligent Tester auslesen. Freeze-Frame-Daten speichern den Motorzustand, wenn Fehlfunktionen erkannt werden. Bei der Fehlersuche können Freeze-Frame-Daten helfen festzustellen, ob sich das Fahrzeug bewegt hat oder stand, ob der Motor warmgelaufen war, ob das Luft-Kraftstoff-Verhältnis mager oder fett war und weitere Daten aus dem Zeitpunkt der Fehlfunktion.
- Wert mit dem Intelligent Tester auslesen (Throttle Pos #1 und Throttle Pos #2)
- Den Intelligent Tester an den DLC3 anschließen.
- Zündschalter einschalten und den Tester einschalten.
- Folgende Menüpunkte auswählen: Diagnose / Enhanced OBD II / Datenliste / ETCS / Throttle Pos #1 und Throttle Pos #2.
- Die am Tester angezeigten Werte prüfen.

Hinweis:
TP#1 bezeichnet Throttle Pos #1, und TP#2 bezeichnet Throttle Pos #2.


- Kabelbaum und Steckverbinder prüfen (Drosselklappenstellungssensor – ECM)
- Steckverbinder B3 der Drosselklappeneinheit abziehen.
- Steckverbinder B30 des ECM abziehen.
- Widerstand messen.
Sollwiderstand (Prüfung auf Kurzschluss)
- Steckverbinder der Drosselklappeneinheit wieder anschließen.
- ECM-Steckverbinder wieder anschließen.



- ECM prüfen (VC-Spannung)
- Steckverbinder B3 der Drosselklappeneinheit abziehen.
- Zündschalter einschalten.
- Die Spannung zwischen den Klemmen des Steckverbinders der Drosselklappeneinheit messen.
- Steckverbinder der Drosselklappeneinheit wieder anschließen.


- Drosselklappeneinheit ersetzen

- Prüfen, ob die DTC-Ausgabe erneut auftritt (DTCs Drosselklappenstellungssensor)
- Den Intelligent Tester an den DLC3 anschließen.
- Zündschalter einschalten und den Tester einschalten.
- DTCs löschen (siehe Seite ES-35).
- Motor starten.
- Motor 15 Sekunden oder länger im Leerlauf laufen lassen.
- Folgende Menüpunkte auswählen: Diagnose / Enhanced OBD II / DTC-Info / Aktuelle Codes.
- DTCs auslesen.

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