Heizungssteuerkreis des Sauerstoff-(A/F-)Sensors

HINWEIS
- Obwohl die DTC-Bezeichnungen Sauerstoffsensor nennen, beziehen sich diese DTCs auf den Luft-Kraftstoff-Verhältnis-(A/F-)Sensor.
- Sensor 1 bezeichnet den Sensor vor dem Drei-Wege-Katalysator (TWC), der in der Nähe des Motors angeordnet ist.
BESCHREIBUNG
Siehe DTC P2195 (siehe Seite ES-355).
HINWEIS:
- Wenn einer dieser DTCs gespeichert wird, schaltet das ECM in den Notlaufmodus. Im Notlaufmodus schaltet das ECM die Heizung des A/F-Sensors aus. Der Notlaufmodus bleibt bis zum Ausschalten der Zündung bestehen.
- Das ECM stellt einen pulsweitenmodulierten Steuerkreis bereit, um den Strom durch die Heizung zu regeln. Der Heizkreis des A/F-Sensors verwendet ein Relais auf der +B-Seite des Kreises.


HINWEIS:
- Bank 1 bezeichnet die Zylinderbank, die Zylinder Nr. 1 enthält.
- Bank 2 bezeichnet die Zylinderbank, die Zylinder Nr. 1 nicht enthält.
- Sensor 1 bezeichnet den motornächsten Sensor.
- Sensor 2 bezeichnet den vom Motor am weitesten entfernten Sensor.
ÜBERWACHUNGSBESCHREIBUNG
Das ECM nutzt die Informationen des Luft-Kraftstoff-Verhältnis-(A/F-)Sensors, um das Luft-Kraftstoff-Verhältnis zu regeln und nahe am stöchiometrischen Wert zu halten. Dadurch wird die Fähigkeit des Drei-Wege-Katalysators (TWC) maximiert, das Abgas zu reinigen.
Der A/F-Sensor erfasst den Sauerstoffgehalt im Abgas und übermittelt die Information an das ECM. Die innere Oberfläche des Sensorelements ist der Außenluft ausgesetzt. Die äußere Oberfläche des Sensorelements ist dem Abgas ausgesetzt. Das Sensorelement besteht aus platinbeschichtetem Zirkoniumdioxid und enthält ein integriertes Heizelement.
Das Zirkoniumoxid-Element erzeugt eine geringe Spannung, wenn zwischen dem Sauerstoffgehalt des Abgases und der Außenluft ein großer Unterschied besteht. Die Platinbeschichtung verstärkt diese Spannungserzeugung.
Der A/F-Sensor arbeitet im beheizten Zustand effizienter. Bei niedriger Abgastemperatur kann der Sensor ohne zusätzliche Heizung keine brauchbaren Spannungssignale erzeugen. Das ECM regelt die Zusatzheizung im Tastverhältnis, um den mittleren Strom im Heizelement des Sensors einzustellen. Liegt der Heizstrom außerhalb des normalen Bereichs, ist das vom A/F-Sensor übertragene Signal ungenau. Infolgedessen kann das ECM das Luft-Kraftstoff-Verhältnis nicht richtig regeln.
Liegt der Strom im Heizelement des A/F-Sensors außerhalb des normalen Betriebsbereichs, interpretiert das ECM dies als Fehlfunktion des Sensorheizelements und speichert einen DTC.
Beispiel: Das ECM speichert den DTC P0032 oder P0052, wenn der Strom im Heizelement des A/F-Sensors mehr als 10 A beträgt.
Umgekehrt wird der DTC P0031 oder P0051 gespeichert, wenn der Heizstrom weniger als 0,8 A beträgt.
ÜBERWACHUNGSSTRATEGIE

TYPISCHE FREIGABEBEDINGUNGEN


TYPISCHE FEHLERSCHWELLEN

BETRIEBSBEREICH DER KOMPONENTE

ERGEBNIS DER ÜBERWACHUNG
Siehe ÜBERPRÜFEN DES ÜBERWACHUNGSSTATUS (siehe Seite ES-19).
SCHALTPLAN
Siehe DTC P2195 (siehe Seite ES-359).
PRÜFABLAUF
HINWEIS:
Freeze-Frame-Daten mit dem intelligenten Tester auslesen. Das ECM speichert Fahrzeug- und Fahrinformationen als Freeze-Frame-Daten in dem Moment, in dem ein DTC gespeichert wird. Bei der Fehlersuche helfen Freeze-Frame-Daten festzustellen, ob sich das Fahrzeug in Fahrt oder im Stillstand befand, ob der Motor warm war, ob das Luft-Kraftstoff-Verhältnis mager oder fett war sowie weitere Daten, die zum Zeitpunkt der Störung aufgezeichnet wurden.
1 A/F-SENSOR PRÜFEN (HEIZWIDERSTAND)
(a) Den Steckverbinder des A/F-Sensors A5 oder A6 abziehen.
(b) Den Widerstand gemäß den Werten in der folgenden Tabelle messen.

Standardwiderstand:
(c) Den Steckverbinder des A/F-Sensors wieder anschließen.
Ergebnis

2 ANSCHLUSSSPANNUNG PRÜFEN (+B DES A/F-SENSORS)

(a) Den Steckverbinder des A/F-Sensors A5 oder A6 abziehen.
(b) Zündschalter auf Stellung ON drehen.
(c) Die Spannung gemäß den Werten in der nachstehenden Tabelle messen.
Sollspannung
(d) Den Steckverbinder des A/F-Sensors wieder anschließen.


3 SICHERUNG PRÜFEN (A/F-SICHERUNG)

(a) Die A/F-Sicherung aus dem Sicherungskasten im Motorraum entnehmen.
(b) Den Widerstand gemäß den Werten in der folgenden Tabelle messen.
Sollwert Widerstand: Unter 1 Ω
(c) Die A/F-Sicherung wieder einsetzen.

4 RELAIS PRÜFEN (A/F-RELAIS)

(a) Das A/F-Relais aus dem Relaiskasten Nr. 6 im Motorraum entnehmen.
(b) Den Widerstand gemäß den Werten in der folgenden Tabelle messen.
Sollwiderstand
(c) Das A/F-Relais wieder einsetzen.

5 KABELBAUM UND STECKVERBINDER PRÜFEN (A/F-SENSOR - A/F-RELAIS)

(a) Den Steckverbinder des A/F-Sensors A5 oder A6 abziehen.
(b) Das A/F-Relais aus dem Relaiskasten Nr. 6 im Motorraum entnehmen.
(c) Widerstand gemäß den Werten in der folgenden Tabelle messen.
Standardwiderstand:
(d) Das A/F-Relais wieder einsetzen.
(e) Den Steckverbinder des A/F-Sensors wieder anschließen.

6 KABELBAUM UND STECKVERBINDER PRÜFEN (A/F-RELAIS - MASSE)

(a) Das A/F-Relais aus dem Relaiskasten Nr. 6 im Motorraum entnehmen.
(b) Den Widerstand gemäß den Werten in der folgenden Tabelle messen.
Standardwiderstand:

KABELBAUM ODER STECKVERBINDER REPARIEREN ODER ERSETZEN (A/F-RELAIS - BATTERIE)
7 KABELBAUM UND STECKVERBINDER PRÜFEN (A/F-RELAIS - ECM)

(a) Den Steckverbinder des A/F-Sensors A5 oder A6 abziehen.
(b) Den Steckverbinder des ECM E10 abziehen.
(c) Widerstand gemäß den Werten in der folgenden Tabelle messen.
Standardwiderstand:
(d) ECM-Steckverbinder wieder anschließen.
(e) Die Steckverbinder der A/F-Sensoren wieder anschließen.

8 PRÜFEN, OB DIE DTC-AUSGABE WIEDERKEHRT
(a) Schließen Sie den intelligenten Tester an den DLC3 an.
(b) Zündschalter auf Stellung ON drehen.
(c) Den Intelligent Tester einschalten.
(d) Die DTCs löschen (siehe Seite ES-39).
(e) Motor starten.
(f) Den Motor 1 Minute oder länger im Leerlauf laufen lassen.
(g) Die folgenden Menüpunkte auswählen: DIAGNOSIS / ENHANCED OBD II / DTC INFO / CURRENT CODES.
(h) Die DTCs auslesen.
Ergebnis

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