SOHC-Motoren

Verdichtungsprüfung

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1 Bei schlechter Motorleistung oder Zündaussetzern, die nicht auf die Zündanlage oder das Kraftstoffsystem zurückzuführen sind, kann ein Kompressionstest wichtige Hinweise zur Diagnose liefern. Wird der Test regelmäßig durchgeführt, kann er auf Probleme hinweisen, bevor andere Symptome auftreten.

2 Der Motor muss auf Betriebstemperatur sein, die Batterie muss vollständig geladen sein und die Zündkerzen müssen ausgebaut sein. Außerdem wird die Unterstützung einer zweiten Person benötigt.

3 Die Zündanlage deaktivieren, indem die Niederspannungs-Zuleitung (Primärleitung) der Zündspule abgeklemmt wird. Das Kompressionsprüfgerät in das Zündkerzenloch von Zylinder 1 einsetzen.

(Ein Prüfgerät, das in das Zündkerzenloch eingeschraubt wird, ist vorzuziehen.) 4 Die zweite Person das Gaspedal voll durchtreten lassen und den Motor mit dem Starter durchdrehen lassen.

Den höchsten am Kompressionsprüfgerät abgelesenen Wert notieren.

5 Den Test an den übrigen Zylindern wiederholen und den jeweils erreichten Druck notieren.

6 Die Solldrücke sind in den technischen Daten angegeben. Ist der Druck in einem Zylinder zu niedrig, einen Teelöffel sauberes Motoröl in das Zündkerzenloch geben und den Test wiederholen.

7 Verbessert sich der Kompressionsdruck durch das Zugeben von Öl vorübergehend, deutet dies darauf hin, dass Verschleiß an Zylinderlaufbahn, Kolben oder Kolbenringen für den Druckverlust verantwortlich ist. Keine Verbesserung deutet darauf hin, dass undichte oder verbrannte Ventile oder eine durchgebrannte Zylinderkopfdichtung die Ursache sein können.

8 Ein niedriger Wert in zwei benachbarten Zylindern ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine durchgebrannte Zylinderkopfdichtung zwischen ihnen zurückzuführen.

9 Nach Abschluss des Tests die Zündkerzen wieder einsetzen und die Niederspannungs-Zuleitung der Zündspule wieder anschließen.

Größere Arbeiten, die bei eingebautem Motor möglich sind

Die folgenden Arbeiten können ohne Ausbau des Motors aus dem Fahrzeug durchgeführt werden: a) Ausbau und Instandsetzung des Zylinderkopfs
b) Ausbau der Nockenwelle nach Ausbau des Zylinderkopfs
c) Ausbau des Zahnriemens und der Riemenscheiben d) Ausbau der Ölwanne
e) Ausbau der Ölpumpe f) Ausbau der Kolben und Pleuelstangen
g) Ausbau der Pleuellager h) Ausbau der Motorlager i) Ausbau der Kupplung und des Schwungrads j) Ausbau der vorderen und hinteren Kurbelwellendichtringe
k) Ausbau der Ausgleichswelle

Größere Arbeiten, die den Ausbau des Motors erfordern

Die folgenden Arbeiten können nur nach dem Ausbau des Motors aus dem Fahrzeug durchgeführt werden:
a) Ausbau der Kurbelwellen-Hauptlager b) Ausbau der Kurbelwelle

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