Motor/Automatikgetriebe-Einheit – Ausbau und Trennung
Hinweis: Vor dem Fortfahren die Warnung in Abschnitt 8 beachten. Für diesen Arbeitsschritt sind eine geeignete Hebevorrichtung und Anschlagmittel erforderlich. Vermutete Fehler am Automatikgetriebe sollten vor dem Ausbau des Getriebes von einem Ford-Händler oder einem Automatikgetriebe-Spezialisten überprüft werden, da die Spezialdiagnosegeräte dafür ausgelegt sind, mit eingebautem Getriebe zu arbeiten.
Ausbau
1 Vorgehen wie in Abschnitt 9, Absätze 1 bis 17, beschrieben. Zusätzlich, sofern vorhanden, den Kickdown-Seilzug vom Vergaser/Saugrohr abklemmen.
2 Die Position des Massebands am hinteren Ansaugkrümmerstehbolzen notieren, dann die Mutter entfernen und das Masseband abklemmen.
3 Fahrzeug anheben und auf Unterstellböcken abstützen (siehe „Anheben und Abstützen des Fahrzeugs“).
Sicherstellen, dass unter dem Fahrzeug ausreichend Arbeitsraum vorhanden ist.
4 Zur besseren Zugänglichkeit das Auspuff-Vorrohr vom Krümmer lösen und die Auspuffanlage ausbauen.
5 Gelenkwelle ausbauen.
6 Gegebenenfalls die Sicherungslaschen aufbiegen und dann jeweils die beiden Schrauben lösen, mit denen die beiden U-Bügel des Stabilisators an der Fahrzeugunterseite befestigt sind. Stabilisator so weit wie möglich absenken.
7 Verschraubungen lösen und die Getriebeölkühlerleitungen vom Getriebe trennen. Die offenen Enden der Leitungen und des Getriebes verschließen, um das Eindringen von Schmutz und Austreten von Öl zu verhindern. Die Halterung der Getriebeölkühlerleitung von der Motorhalterung abnehmen und beiseitelegen.
8 Die beiden Clips lösen, mit denen die Schaltstange befestigt ist, und die Schaltstange vom Schalthebel sowie vom Wählhebel am Getriebe abnehmen.
9 Kickdown-Seilzug vom Hebel am Getriebe abklemmen und, sofern vorhanden, den Seilzug von der Halterung am Getriebe lösen. Bei Getrieben vom Typ C3 muss die Kontermutter gelöst werden, um den Seilzug aus der Halterung zu entfernen.
Seilzug aus dem Fahrzeug herausziehen.
10 Kabel vom Anlasssperr-/Rückfahrlichtschalter abklemmen und, sofern vorhanden, bei Getrieben vom Typ A4LD das Kickdown-Magnetventil und die Wandlerüberbrückungskupplung.
11 Befestigungsschraube entfernen und die Tachowelle vom Getriebeverlängerungsgehäuse abklemmen. Die Öffnung am Getriebe verschließen, um das Eindringen von Schmutz zu verhindern.
12 Unterdruckleitung von der Unterdruckdose abklemmen und, sofern vorhanden, die Leitung von ihrer Halterung am Getriebegehäuse lösen.
13 Motoröl in einen geeigneten Behälter ablassen.
14 Muttern bzw. Schrauben, je nach Ausführung, lösen, mit denen die Motorlager am Querträger befestigt sind. Unterlegscheiben entnehmen.
15 Getriebe mit einem Rangierheber abstützen. Zwischen Heber und Getriebe einen Holzklotz legen, um die Last zu verteilen.
16 Die vier Schrauben lösen, mit denen der Getriebequerträger an der Fahrzeugunterseite befestigt ist. Lage des Massebands notieren, sofern vorhanden. Die mittlere Schraube lösen, mit der der Querträger am Getriebe befestigt ist, und den Querträger abnehmen.
Lagerschale und ggf. Halterung des Auspuffs entnehmen.
17 Abschließend prüfen, ob alle relevanten Kabel, Leitungen und Schläuche abgeklemmt sind, damit die Motor-/Getriebeeinheit ausgebaut werden kann.
18 Geeignete Hebevorrichtung an den Motoraufhängungen vorne und hinten am Zylinderkopf anbringen. Das Hebezeug so anordnen, dass die Motor-/Getriebeeinheit beim Ausbau einen steilen Winkel von etwa 40° bis 45° einnimmt.
19 Motor-/Getriebeeinheit so anheben, dass die Motorlager frei vom Querträger sind. Anschließend die Einheit nach vorne schieben und gleichzeitig den Rangierheber, der das Getriebe stützt, absenken. Einheit aus dem Fahrzeug heben und darauf achten, angrenzende Bauteile nicht zu beschädigen.
20 Nach dem Ausbau der Motor-/Getriebeeinheit den Stabilisator wieder an der Fahrzeugunterseite befestigen, falls das Fahrzeug bewegt werden soll.
Trennung
21 Zum Trennen von Motor und Getriebe wie folgt vorgehen.
22 Den Anlasser ausbauen.
23 Motor und Getriebe waagerecht auf Holzklötzen abstützen.
24 Durch die Öffnung für den Anlassermotor die vier Muttern Drehmomentwandler-Flexplatte lösen und entfernen. Um jede Mutter nacheinander durch die Öffnung zu erreichen, muss die Kurbelwelle mit einem geeigneten Schlüssel am Schraubenkopf der Riemenscheibe der Kurbelwelle gedreht werden.
25 Die beiden Befestigungsschrauben lösen und die Motor-Getriebe-Verstrebung von Motor und Getriebe abnehmen.
26 Motor-Getriebe-Schrauben lösen und herausdrehen, dabei die Positionen des Massebands, der Unterdruckleitungshalterung und der Halterung des Getriebeölmessstabrohrs beachten. Die Schraube von der Motoradapterplatte entfernen und, sofern vorhanden, den Blindstopfen aus der Adapterplatte ziehen.
27 Motor und Getriebe auseinanderziehen. Dabei darauf achten, dass der Drehmomentwandler fest im Getriebegehäuse gehalten wird, da er sonst herausfallen könnte, was zu Ölverlust und möglichen Schäden führen kann. Zum Trennen der Einheiten kann es nötig sein, sie leicht zu kippen.
Motor – Einbau (Schaltgetriebe eingebaut)1 Den in Abschnitt 9 beschriebenen Vorgang in umgekehrter Reihenfolge durchführen, dabei Folgendes beachten: 2 Vor dem Einbau des Motors prüfen, ob die Kupplungsscheibe zentriert ist. Dies ist notwendig, damit die Keilverzahnung der Getriebeeingangswelle durch die Verzahnung in der Mitte der Kupplungsscheibe passt.
3 Prüfen, ob Kupplungsausrückhebel und Ausrücklager korrekt eingebaut sind, und die Keilverzahnung der Getriebeeingangswelle leicht einfetten.
4 Prüfen, ob die Motoradapterplatte korrekt auf den Zentrierstiften sitzt.
5 Das Abgasrohr vorne (Vorrohr) wieder einbauen.
6 Das Kupplungsseil wieder am Ausrückhebel anschließen und dabei auf die Verlegung achten, wie sie beim Ausbau notiert wurde.
7 Den Motor mit der vorgeschriebenen Ölsorte und -menge befüllen.
8 Das Kühlsystem befüllen.
9 Die Spannung des Generatorriemens und gegebenenfalls des Keilriemens der Servopumpe prüfen und bei Bedarf einstellen.
10 Gaszug einstellen.
Testen Sie sich
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