SOHC-Motoren

Steuerriemen und Riemenscheiben – Ausbau und Einbau

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Hinweis: Die Zahnriemenspannung ist nach dem Einbau mit dem Spezialwerkzeug Ford Nr. 21-113 zu prüfen. Zum Abziehen der Räder ist unter Umständen ein geeigneter Abzieher erforderlich. Wird das Nockenwellenrad abgenommen, muss beim Einbau eine neue Befestigungsschraube verwendet werden, und die Gewinde der Schraube sind mit geeignetem Dichtmittel (Loctite 74 oder 274 bzw. Omnifit 30M blau) zu beschichten.

1,8-Liter (Typ R2A)
Ausbau
1 Befindet sich der Motor im Fahrzeug, folgende Arbeiten ausführen:
a) Minuskabel der Batterie abklemmen b) Generatorriemen abnehmen c) Verteilerkappe, Verteilerfinger und Gehäuse abnehmen
d) Steckverbinder vom Kurbelwellen-/Positionssensor abziehen e) Kühlmittelschläuche von der Zahnriemenabdeckung lösen und oberhalb der Nockenwellenabdeckung aus dem Weg legen f) Bei Bedarf zur besseren Zugänglichkeit Lüfterzarge und Lüfteraggregat abnehmen; dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich 2 Die Kurbelwellenriemenscheiben-Schraube lösen. Ein Verdrehen der Kurbelwelle verhindern, indem der höchste Gang eingelegt wird (nur Schaltgetriebe) und ein Helfer die Bremse kräftig betätigt, oder indem der Anlasser ausgebaut und der Zahnkranz mit einem Hebel blockiert wird.

3 Schraube und Scheibe entfernen und die Riemenscheibe abziehen (siehe Abbildung). Lässt sich die Riemenscheibe nicht leicht abnehmen, die Schraube teilweise wieder einschrauben und einen Abzieher verwenden, dabei jedoch darauf achten, die Zahnscheibe des Sensors nicht zu beschädigen.

18.3 Withdrawing the crankshaft pulley - 1.8 litre (R2A)
18.3 Abziehen der Kurbelwellenriemenscheibe - 1,8-Liter (R2A)

4 Die beiden Muttern der Zahnriemenabdeckung lösen und die Masseschlaufe sowie den Kühlmittelschlauch-Clip abnehmen.

5 Die beiden Befestigungsschrauben lösen und die Zahnriemenabdeckung abnehmen (siehe Abbildung).

18.5 Withdrawing the timing cover - 1.8 litre (R2A)
18.5 Abziehen der Zahnriemenabdeckung - 1,8-Liter (R2A)

6 Die Kurbelwellenriemenscheiben-Schraube wieder einsetzen und mit einer Nuss an der Schraube den Motor im Uhrzeigersinn drehen, bis die OT-Nase am Kurbelwellenrad oben steht und mit der Kerbe im Flansch der Ölpumpe fluchtet, und der Zeiger am Nockenwellenrad mit der Markierung an der vorderen Zylinderkopfstirnseite fluchtet (siehe Abbildungen).

18.6a TDC lug on crankshaft sprocket aligned with notch in oil pump flange -
18.6a OT-Nase am Kurbelwellenzahnrad fluchtet mit der Kerbe im Flansch der Ölpumpe - 1,8-Liter (R2A)18.6b TDC pointer on camshaft sprocket aligned with dot on cylinder head -
18.6b OT-Zeiger am Nockenwellenzahnrad fluchtet mit dem Punkt am Zylinderkopf - 1,8-Liter (R2A)

7 Die beiden Schrauben des Zahnriemenspanners lockern, den Spanner gegen die Federkraft nach links drücken und die beiden Schrauben festziehen, um den Spanner in der entspannten Stellung zu halten.

8 Falls der Zahnriemen wiederverwendet wird, dessen Laufrichtung markieren, dann den Riemen von den Rädern abziehen und herausnehmen (siehe Abbildung).

18.8 Withdrawing the timing belt - 1.8 litre (R2A)
18.8 Abziehen des Zahnriemens - 1,8-Liter (R2A)

9 Bei Bedarf können Nockenwellen- und Kurbelwellenrad wie folgt ausgebaut werden, andernfalls mit Absatz 19 fortfahren. Das Antriebsrad der Kühlmittelpumpe ist fest mit der Pumpe verbunden und kann nicht separat ausgebaut werden.

10 Die Kurbelwellenriemenscheiben-Schraube lösen; falls nötig die Kurbelwelle wie zuvor am Drehen hindern, dann das Kurbelwellenrad abnehmen. Die Schraube teilweise wieder einschrauben und bei Bedarf einen Abzieher verwenden. Den Woodruff-Passfeder vom Ende der Kurbelwelle entfernen und die Anlaufscheibe abnehmen (siehe Abbildungen).

18.10a Remove the crankshaft sprocket . . .
18.10a Das Kurbelwellenzahnrad abziehen . . .18.10b . . . the Woodruff key . . .
18.10b . . . die Passfeder . . .18.10c . . . and the thrustwasher - 1.8 litre (R2A)
18.10c . . . und die Anlaufscheibe - 1,8-Liter (R2A)

11 Die Nockenwellenrad-Schraube lösen, während das Rad mit einem 41-mm-Gabelschlüssel festgehalten wird. Alternativ ein ähnliches Werkzeug wie das zum Anziehen der Schraube gezeigte anfertigen und das Rad mit zwei Schrauben festhalten, die in die Bohrungen des Rads eingreifen. Die Verteilerfingerwelle abnehmen, die durch die Nockenwellenrad-Schraube gehalten wird (siehe Abbildung).

18.11 Removing the camshaft sprocket bolt and distributor rotor shaft - 1.8
18.11 Lösen der Schraube des Nockenwellenzahnrads und der Verteilerläuferwelle - 1,8-Liter (R2A)

12 Das Nockenwellenrad abnehmen; die Schraube dazu teilweise wieder einschrauben und bei Bedarf einen Abzieher verwenden (siehe Abbildung).

18.12 Using a puller to remove the camshaft sprocket - 1.8 litre (R2A)
18.12 Abziehen des Nockenwellenzahnrads mit einem Abzieher - 1,8-Liter (R2A)

13 Bei Bedarf kann die Zahnriemen-Rückplatte abgenommen werden, indem sie von den Stehbolzen gehoben wird (siehe Abbildung). Außerdem können Zahnriemenspanner und Kühlmittelpumpe ausgebaut werden.

18.13 Removing the timing belt backplate - 1.8 litre (R2A)
18.13 Abnehmen der hinteren Zahnriemenabdeckung - 1,8-Liter (R2A)

14 Falls erforderlich, kann der Nockenwellen-Simmerring mit selbstschneidenden Schrauben und einer Zange entfernt werden. Ein neuer Dichtring lässt sich mit einem geeigneten Rohrdorn einpressen.

Die Dichtlippen vor dem Einbau mit sauberem Motoröl benetzen.

Einbau
15 Die Räder wie folgt einbauen.

16 Falls zutreffend, Zahnriemenspanner und Kühlmittelpumpe einbauen, die Zahnriemen-Rückplatte über die Stehbolzen setzen, dann das Nockenwellenrad und die Verteilerfingerwelle montieren.

17 Die Nockenwellenrad-Schraube muss vor dem Einbau mit Dichtmittel beschichtet werden. Der Hersteller empfiehlt Loctite 74 oder 274 bzw. Omnifit 30M blau. Nach dem Auftragen des Dichtmittels die Schraube einsetzen, das Nockenwellenrad wie beim Ausbau festhalten und die Schraube mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen (siehe Abbildung).

18.17 Tightening the camshaft sprocket bolt. Hold the sprocket stationary
18.17 Anziehen der Nockenwellenrad-Schraube. Nockenwellenrad mit einem Hilfswerkzeug festhalten, bei dem zwei Schrauben in die Bohrungen des Rads eingreifen – 1,8-Liter (R2A)

18 Die Anlaufscheibe mit der gewölbten Seite nach vorne einbauen, dann den Woodruff-Passfeder einsetzen und anschließend das Kurbelwellenrad mit der Markierung „FRONT“ nach vorne montieren.

19 Den Zahnriemen über das Kurbelwellenrad legen, jedoch noch nicht mit den übrigen Rädern in Eingriff bringen. Darauf achten, den Riemen nicht zu knicken; wird der alte Riemen wieder eingebaut, die zuvor notierte Laufrichtung beachten.

20 Sicherstellen, dass der OT-Zeiger am Nockenwellenrad noch mit der Markierung an der vorderen Zylinderkopfstirnseite fluchtet.

21 Prüfen, dass die OT-Nase am Kurbelwellenrad noch mit der Kerbe im Flansch der Ölpumpe fluchtet. Falls nötig, die Kurbelwellenriemenscheiben-Schraube einsetzen (falls noch nicht geschehen) und mit einer Nuss an der Schraube die Kurbelwelle auf dem kürzesten Weg drehen, bis Nase und Kerbe fluchten.

22 Ausgehend von der Kurbelwelle und entgegen dem Uhrzeigersinn den Zahnriemen über das Nockenwellenrad, um die Spannrolle und über das Antriebsrad der Kühlmittelpumpe legen.

23 Die Spannerschrauben lösen, die Spannrolle an den Riemen anlegen lassen und anschließend die Spannerschrauben festziehen.

24 Die Kurbelwellenriemenscheibenschraube wieder einsetzen, falls noch nicht geschehen. Mit einem Steckschlüssel an der Schraube den Motor um zwei Umdrehungen im Uhrzeigersinn drehen (um Zylinder 1 zurück in OT zu bringen). Dann die Kurbelwelle um 60° gegen den Uhrzeigersinn drehen (Zylinder 1 bei 60° vor OT).

25 Die Riemenspannung nun mit dem Ford-Spannungsmessgerät, Werkzeug Nr. 21-113, am längsten Riemenabschnitt prüfen. Sollwerte:
Gebrauchter Riemen – 4 bis 6
Neuer Riemen – 10 bis 11
Falls kein Spannungsmessgerät verfügbar ist, gilt als grobe Richtlinie: Die Riemenspannung ist korrekt, wenn sich der Riemen in der Mitte des längsten Abschnitts mit mäßigem Fingerdruck um 90° verdrehen lässt (siehe Abbildung). In diesem Fall sollte das Fahrzeug so bald wie möglich zu einem Ford-Händler gebracht werden, um die Riemenspannung mit dem Spezialmessgerät prüfen zu lassen.

18.25 Twisting the timing belt to assess its tension - 1.8 litre (R2A)
18.25 Verdrehen des Zahnriemens zur Beurteilung seiner Spannung – 1,8-Liter (R2A)

26 Ist eine Einstellung der Riemenspannung erforderlich, die Kurbelwelle im Uhrzeigersinn drehen, um Zylinder 1 in OT zu bringen. Dann die Spannerschrauben lösen und den Spanner verschieben, um die Riemenspannung zu erhöhen oder zu verringern. Die Spannerschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen.

27 Die Kurbelwelle 90° im Uhrzeigersinn über OT hinaus drehen, dann gegen den Uhrzeigersinn zurück in die Position 60° vor OT drehen (Zylinder 1 bei 60° vor OT).

Riemenspannung erneut prüfen (siehe Abbildung).

18.27 No 1 cylinder at 60° BTDC for checking of timing belt tension - 1.8
18.27 Zylinder 1 bei 60° vor OT zur Prüfung der Zahnriemenspannung – 1,8-Liter (R2A)

28 Die Schritte aus den Absätzen 26 und 27 wiederholen, bis die Riemenspannung korrekt ist.

29 Die Steuerriemenabdeckung wieder anbauen und mit den zwei Schrauben und Muttern sichern. Sicherstellen, dass die Masselasche und die Kühlmittelschlauchschelle unter den entsprechenden Muttern montiert sind (siehe Abbildung).

18.29 Earth tag (1) and coolant hose clip (2) locations on timing cover - 1.8
18.29 Lage der Masseschlaufe (1) und des Kühlmittelschlauch-Clips (2) an der Zahnriemenabdeckung – 1,8-Liter (R2A)

30 Die Kurbelwellenriemenscheibenschraube lösen, dann Kurbelwellenriemenscheibe, Schraube und Scheibe wieder montieren. Die Kurbelwellenriemenscheibenschraube mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen. Dabei die Kurbelwelle wie in Absatz 2 beschrieben gegen Drehen sichern.

31 Ist der Motor im Fahrzeug eingebaut, die Arbeitsschritte aus Absatz 1 in umgekehrter Reihenfolge ausführen.

1,6- und 1,8-Liter-Motor (Typ R6A) 32 Ist der Motor im Fahrzeug eingebaut, folgende Arbeitsschritte ausführen.

a) Batterie-Minuspol abklemmen.

b) Keilriemen der Lichtmaschine abnehmen.

c) Zündkabel von den Zündkerzen abziehen, dabei deren Position notieren. Zündkabelhalter von der Nockenwellenabdeckung lösen und die Zündkabel zur Seite legen.

d) Kühlmittelschläuche von der Vorderseite der Steuerriemenabdeckung abnehmen und quer über die Oberseite der Nockenwellenabdeckung legen, damit sie nicht im Weg sind.

e) Falls für besseren Zugang gewünscht, Lüfterzarge und Lüfteraggregat ausbauen. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

33 Die Absätze 2 bis 30 einschließlich wie beschrieben ausführen. Dabei folgende Unterschiede beim 1,6-Liter-Motor beachten (siehe Abbildungen).

18.33a Upper timing cover securing bolts (arrowed) - 1.6/1.8 litre (R6A)
18.33a Befestigungsschrauben der oberen Zahnriemenabdeckung (Pfeile) – 1,6/1,8-Liter (R6A)18.33b Removing the upper timing cover - 1.6/1.8 litre (R6A)
18.33b Ausbau der oberen Zahnriemenabdeckung – 1,6/1,8-Liter (R6A)18.33c Removing the lower timing cover - 1.6/1.8 litre (R6A)
18.33c Ausbau der unteren Zahnriemenabdeckung – 1,6/1,8-Liter (R6A)18.33d Oil pump TDC lug (A) and crankshaft sprocket lug (B) - 1.6/1.8 litre
18.33d OT-Nase der Ölpumpe (A) und Nase des Kurbelwellenrads (B) – 1,6/1,8-Liter (R6A)

a) Auf der Kurbelwellenriemenscheibe ist keine Sensor-Zahnscheibe vorhanden.

b) Es ist eine zweiteilige Steuerriemenabdeckung montiert, bestehend aus oberem und unterem Teil, die jeweils mit zwei Schrauben gesichert sind. An den Schrauben ist weder eine Masselasche noch eine Kühlmittelschlauchschelle montiert.

c) Die OT-Markierung an der Ölpumpe ist als Nase statt als Kerbe ausgeführt.

d) An der Nockenwellenriemenscheibenschraube ist keine Verteilerläuferwelle montiert.

e) Es ist keine Steuerriemen-Rückwand vorhanden.

34 Nach Abschluss, falls der Motor im Fahrzeug eingebaut ist, die Arbeitsschritte aus Absatz 32 in umgekehrter Reihenfolge ausführen.

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