Motor zerlegen, prüfen, instand setzen und zusammenbauen – Allgemeines
1,8-Liter (Typ R2A)
Zerlegen
1 Der Motor wird am besten auf einem Montagebock befestigt. Ist kein Montagebock vorhanden, den Motor auf einer stabilen Werkbank in bequemer Arbeitshöhe abstellen. Andernfalls muss der Motor auf dem Boden zerlegt werden.
2 Sauberkeit ist sehr wichtig. Ist der Motor verschmutzt, sollte er in aufrechter Position mit Petroleum gereinigt werden.
3 Am Motor nicht direkt auf einem Betonboden arbeiten, da Schmutzpartikel eine häufige Fehlerquelle sind.
4 Ausgebaute Teile in einem Petroleumbad reinigen. Teile mit inneren Ölkanälen jedoch nicht in Petroleum tauchen, da es sich darin nur schwer entfernen lässt und meist ein Hochdruckschlauch nötig ist. Ölkanäle mit Nylon-Reinigungsbürsten säubern.
5 Es empfiehlt sich, geeignete Behälter bereitzuhalten, in denen kleine Teile je nach Verwendung getrennt aufbewahrt werden. Das erleichtert den späteren Zusammenbau und verhindert Verluste.
6 Immer einen kompletten Satz neuer Dichtungen für den Zusammenbau des Motors besorgen. Die alten Dichtungen aufbewahren, damit sie notfalls als Vorlage für eine Ersatzanfertigung dienen können, falls keine neue Dichtung erhältlich ist.
7 Nach dem Ausbau der betreffenden Bauteile nach Möglichkeit Befestigungsmuttern, Schrauben und Unterlegscheiben wieder an ihren Stellen anbringen. Dadurch werden die Gewinde geschützt und Verluste vermieden.
8 Unbrauchbare Bauteile aufbewahren, um sie mit den gelieferten neuen Teilen zu vergleichen.
9 Zum Lösen der Schrauben des Ölpumpendeckels wird ein passender Torx-Einsatz benötigt.
10 Vor dem Zerlegen der Hauptbauteile des Motors können die folgenden außen angebrachten Nebenaggregate ausgebaut werden: Ansaugkrümmer und Vergaser, Abgaskrümmer, Kraftstoffpumpe und Betätigungsstößel, Lichtmaschine, Zündkerzen, Öldruckwarnschalter (siehe Abbildung).

17.10 Ausbau des Öldruckwarnschalters - 1,8-Liter (R2A)
Ölfilter, Ölmessstab, Motorhalterungen, Kupplung, Halterung der Lichtmaschine, Kurbelwellendrehzahl-/Positionssensor, Motorhebeösen
Prüfung und Instandsetzung 11 Siehe Abschnitt 18 in Kapitel 2, Teil A.
Zusammenbau
12 Damit ein instandgesetzter Motor eine maximale Lebensdauer bei minimalem Ärger erreicht, muss nicht nur alles korrekt montiert werden, sondern alles muss auch peinlich sauber sein. Alle Ölkanäle müssen frei sein, und Sicherungsscheiben und Federringe müssen dort eingebaut werden, wo es vorgesehen ist. Alle Lager und anderen Gleitflächen während der Montage gründlich mit Motoröl einölen.
13 Vor Beginn des Zusammenbaus alle Schrauben und Stehbolzen mit beschädigtem Gewinde erneuern.
14 Einen Drehmomentschlüssel, eine Ölkanne, einen sauberen Lappen und einen Satz Motordichtungen und Simmerringe sowie einen neuen Ölfilter bereitlegen.
15 Falls sie ausgebaut wurden, werden neue Zylinderkopfschrauben, Pleuelschrauben bzw. -muttern und Schwungradschrauben benötigt.
16 Nach dem Zusammenbau der Hauptbauteile des Motors Absatz 10 beachten und die aufgeführten Nebenaggregate wieder montieren. Empfindliche Teile wie die Lichtmaschine können bis nach dem Einbau des Motors warten.
1,6- und 1,8-Liter (Typ R6A) Zerlegen
17 Absätze 1 bis 9 einschließlich beachten.
18 Vor dem Zerlegen der Hauptbauteile des Motors können die folgenden Nebenaggregate ausgebaut werden: Ansaugkrümmer und CFI-Einheit.
Abgaskrümmer.
Lichtmaschine.
Zündkerzen und Hochspannungskabel.
Zündspule und Halterung.
Schalter für die Öldruckkontrollleuchte.
Ölfilter.
Ölmessstab und Rohr.
Motorhalterungen.
Kupplung.
Halterung der Lichtmaschine.
Kurbelwellendrehzahl-/Positionssensor.
Motorhebeösen.
Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung.
Prüfung und Instandsetzung 19 Siehe Abschnitt 18 in Kapitel 2, Teil A.
Zusammenbau
20 Absätze 12 bis 16 beachten. Falls sie ausgebaut wurden, werden jedoch neue Kipphebelmuttern benötigt.
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