Klimaanlage, Dichtheitsprüfung
- A/C-Leistungsprüfung
- Absaugen, Evakuieren und Befüllen der Heizungs- und Klimaanlage (R134a)
- Dichtheitsprüfung mit Formiergas
- Dichtheitsprüfung mit Ultraviolett-Zusätzen (UV-Zusätze) (BMW Dichtheitsprüfkoffer)
- Hinweis zum Umgang mit Kältemittel R134a
- Sicherheitshinweise für den Umgang mit Kältemittelöl
- Sicherheitshinweise für den Umgang mit Tetrafluorethan-Kältemittel R134a
A/C-Leistungsprüfung
Vor der A/C-Leistungsprüfung folgende Bedingungen einhalten:
1. Diagnosesystem anschließen. Fehlerspeicher prüfen (keine Fehler im Fehlerspeicher).
2. Ein Thermometer mit separatem Anzeigeelement an der Kopfstütze anbringen. Anzeigeelement nach außen aus dem Fahrgastraum herausführen.
3. Prüfung in einem geeigneten Werkstattbereich mit einer Umgebungstemperatur über 18 °C durchführen.
4. Die Fahrzeugtemperatur sollte ungefähr der Umgebungstemperatur in der Werkstatt entsprechen.
5. Motor muss Betriebstemperatur haben (gilt nicht für Elektrofahrzeuge).
Fahrgastraum aufheizen:
- "A/C-Taste" wird während des Aufheizvorgangs nicht aktiviert
- Alle Fenster und Türen schließen.
- Umluftfunktion einstellen.
- Luftverteilung für Fußraum und Entfrostung wählen.
- Bei Fahrzeugen mit CID: Im A/C-Menü (CID) im Reiter Luftverteilung: 100 % Fußraum für Fahrer und Beifahrer und 100 % Entfrostung für Fahrer wählen (dies gilt hier für Fahrer und Beifahrer)
- Maximale Temperatureinstellung
- Maximale Gebläsedrehzahl
- Motor starten (gilt nicht für Elektrofahrzeuge)
Fahrgastraum abkühlen:
Klimakompressor mit der "A/C-Taste" einschalten, bei einer Fahrgastraumtemperatur von 45 °C (gemessen an der Kopfstütze).
Bei Fahrzeugen mit MAX-AC-Taste:
- Aktivierung von MAX-AC (= maximale Kühlleistung)
Bei Fahrzeugen ohne MAX-AC-Taste:
- Maximale Kühlleistung mit folgenden Schritten einstellen:
- Minimale Temperatur einstellen
- Gebläse auf Maximum einstellen
- Schichtung maximal kalt (4 blaue Balken)
- Nur Belüftung geöffnet
- Übrige Klappen schließen (Luftauslass nur über mittleres Frischluftgitter, links und rechts)
Nach 5 Minuten beide Belüftungstemperaturen gleichzeitig mit einem Thermometer messen (Frischluftgitter Mitte, links und rechts). Die gemessene Temperatur muss ≤ 16 °C sein und die Differenz zwischen rechts und links darf nicht größer als 2 °C sein.
Wird eine oder beide Temperaturvorgaben nicht erreicht, Heizungs- und Klimaanlage ABSAUGEN. Abgesaugte Kältemittelmenge messen.
Entspricht die abgesaugte Menge nicht der VORGEGEBENEN FÜLLMENGE: Kältemittel ergänzen und Prüfung wiederholen.
Ist die Leistung korrekt, Fehlersuche mit Druckmessung fortsetzen.
Absaugen, Evakuieren und Befüllen der Heizungs- und Klimaanlage (R134a)
WARNUNG: Nur Personen mit einem Sachkundenachweis für Wartung und Reparatur von Heizungs- und Klimaanlagen dürfen Reparaturarbeiten am Kältemittelkreislauf durchführen. Er muss spätestens am 04. Juli 2010 vorliegen (gilt nur für EU-Länder; in Nicht-EU-Ländern landesspezifische Vorschriften beachten).
Kältemittelkreislauf steht unter Hochdruck!
- Wenn die Schutzkappen an den Füllventilen schwer zu öffnen sind, besteht Verletzungsgefahr durch austretende Ventileinsätze. Reparaturarbeiten dürfen nur an einem drucklosen Kältemittelkreislauf durchgeführt werden!
- Vor Reparaturarbeiten den tatsächlichen Druckabfall am Manometer der Klimaservicestation prüfen.
Kontakt mit Kältemittel und Kältemittelöl vermeiden.
- Sicherheitshinweise für den Umgang mit Kältemittel R134a beachten.
- Sicherheitshinweise zur HANDHABUNG VON KÄLTEMITTELÖL beachten.
Fahrzeugspezifische Hinweise:
Nur E60/E61 M5:
Für den Zugang zu den Anschlüssen der Kältemittelleitungen muss das rechte Ansauggeräuschdämpfer-Gehäuse ausgebaut werden.
Nur F01/F02/F03/F04/F06/F12/F13 (N63) ab 07/2012: Für den Zugang zu den Anschlüssen der Kältemittelleitungen muss der rechte Ansaugstutzen ausgebaut werden.
Nur F02/F03/F04: Um das Kältemittel aus der automatischen Klimaanlage im Fond bzw. dem Kühlsystem der Hybridbatterie nahezu vollständig abzulassen: Im Testmodul des Diagnosesystems den Vorgang „Kältemittelkreislauf entleeren/befüllen“ durchführen.
Nur F23/F33: Für den Zugang zu den Anschlüssen der Kältemittelleitungen muss das linke vordere Federbein ausgebaut werden.
Nur M3 F8x: Für den Zugang zu den Anschlüssen der Kältemittelleitungen den Ladeluftkühler lösen und beiseite legen.
HINWEIS: Bei F01, F02, F10, F11 kann je nach Motor und Modelljahr ein zusätzlicher Niederdruck-Anschluss für Kältemittel (2) verbaut sein.
Dieser Niederdruck-Anschluss für Kältemittel (2) darf bei der Inspektion nicht verwendet werden! Zum Absaugen, Evakuieren und Befüllen ausschließlich die Kältemittelanschlüsse (1) verwenden!


HINWEIS: Bei Beanstandungen die Klimaanlage-Leistungsprüfung durchführen!
Besteht das System die Prüfung nicht, die Heiz- und Klimaanlage gemäß der Bedienungsanleitung der zuständigen Servicestation absaugen, evakuieren und befüllen.
Hinweise zum Absaugen der Klimaanlage:
Zur besseren Trennung von Kältemittel und Kältemittelöl den Motor einige Minuten bei niedriger Drehzahl (800–1200 U/min) und eingeschalteter Klimaanlage laufen lassen.
Dies begrenzt das Mitreißen von Kältemittelöl beim Absaugen.
Abgesaugtes Kältemittelöl muss ausgetauscht und über die Klimaservicestation wieder eingefüllt werden.
Während des Absaugens das Gebläse des Heiz- und Klimageräts auf mittlere Gebläsestufe stellen. Dadurch wird das Absaugen effektiver, da der Druck auf der Niederdruckseite steigt.
Recycling: Abgesaugtes Kältemittelöl als Sondermüll entsorgen.
Landesspezifische Entsorgungsvorschriften beachten.
Hinweise zum Evakuieren der Klimaanlage:
Vor jedem Befüllen das Kältemittelsystem evakuieren.
Eine Evakuierungszeit von mindestens 30 Minuten einhalten.
Durch das Evakuieren werden alle Spuren von Umgebungsluft, Wasserdampf und anderen vorhandenen Gasen aus der Heiz- und Klimaanlage entfernt. Dadurch ist anschließend das Befüllen mit Kältemittel möglich.
Bleibt das Vakuum bei abgeschaltetem System nicht stabil, die Prüfung auf Undichtigkeiten im Kältemittelkreislauf durchführen.
Während des Evakuierens das Gebläse des Heiz- und Klimageräts auf mittlere Gebläsestufe stellen. Dadurch wird das Evakuieren effektiver, da der Druck auf der Niederdruckseite steigt.
Hinweise zum Befüllen der Heiz- und Klimaanlage:
Vor dem Befüllen mit Kältemittel das beim Absaugen mitgerissene Kältemittelöl ersetzen.
Zusätzlich verlorene Betriebsstoffe gemäß Tabelle nachfüllen:
Verlust von Kältemittel R134a
Tabelle 1 zeigt den zulässigen Kältemittelverlust nach einem bestimmten Zeitraum. Es liegt keine Undichtigkeit vor. Kältemittelöl darf nicht nachgefüllt werden.
Tabelle 2 zeigt die Menge Kältemittelöl, die nachgefüllt werden muss, wenn aufgrund einer Undichtigkeit ein unzulässiger Kältemittelverlust nach einem bestimmten Zeitraum aufgetreten ist.
Unterschiedliche Fälle:
a. Kältemittelverlust gemäß Tabelle 1 wird nicht überschritten
- Verlorenes Kältemittel R134a nachfüllen
- Das Nachfüllen von Kältemittelöl ist nicht zulässig
b. Kältemittelverlust gemäß Tabelle 1 wird überschritten c. Verlorenes Kältemittel R134a nachfüllen d. Kältemittelöl zusätzlich gemäß Tabelle 2 nachfüllen


Die HINWEISE ZUM ÖFFNEN UND ERSETZEN VON TEILEN im Kältemittelkreislauf beachten.
Je nach Art des ausgetauschten Bauteils der Heiz- und Klimaanlage kann es erforderlich sein, Kältemittelöl nachzufüllen, auch wenn beim Absaugen keine messbaren Verluste aufgetreten sind. Die Hinweise des Herstellers der Heiz- und Klimaanlage beachten und dabei die Toleranzen (und Ungenauigkeiten) berücksichtigen, die in der Bedienungsanleitung der zuständigen Servicestation angegeben sind.
Angaben zur erforderlichen Kältemittelmenge der Klimaanlage finden Sie auf dem Typenschild (1).
Bei Bedarf die technischen Daten zur FÜLLMENGE nachschlagen.

Montagehinweis:
Einfüllstutzen für Kältemittel am Fahrzeug mit Verschlusskappen wieder verschließen.
Dichtheitsprüfung mit Formiergas
HINWEIS: Die Dichtheitsprüfung mit Formiergas ersetzt die in EU-Ländern eingeschränkte Dichtheitsprüfung mit UV.
In allen anderen Ländern nationale Vorschriften beachten!
WICHTIG: Die Herstellerbetriebsanleitung im Gerätekoffer ist unbedingt zu beachten! Lesen und beachten Sie die mit dem Spezialwerkzeug mitgelieferte Herstellerbetriebsanleitung, insbesondere hinsichtlich Unfallverhütung, Gesundheitsschutz und Umweltschutz. Im Folgenden wird nur das Grundverfahren beschrieben! WICHTIG: Persönliche Schutzkleidung/Schutzausrüstung tragen!HINWEIS: Vor der Dichtheitsprüfung das Nutzungsverhalten des Kunden ermitteln!
Notwendige Vorarbeiten:
- Wenn Bauteile des Kältemittelkreislaufs verschmutzt sind, den Motorraum reinigen.
Andernfalls wird der Sensorkopf des Lecksuchgeräts verschmutzt.
HINWEISE UND ANWEISUNGEN ZUM UMGANG MIT DEM HOCHDRUCKREINIGER BEACHTEN.
- KLIMAANLAGE ABSAUGEN
- Klimaanlage mit Formiergas füllen
- Druck auf 5 bar einstellen. Um mit dem Lecksuchgerät die Bauteile des Kältemittelkreislaufs zu erreichen, müssen je nach Fahrzeug bestimmte Teile ausgebaut werden.
Die folgenden Teile unmittelbar vor der Prüfung der jeweiligen Bauteile zuerst ausbauen
- Antriebsriemen von der Klimakompressor entfernen
- Mittleres Frischluftgitter
- Abdeckungen
- Verkleidungen
- Luftkanal
- Ansaugschalldämpfer
- Trennwände
- Teile der Innenausstattung (automatische Klimaanlage hinten)
Bei einigen Fahrzeugen müssen die Luftklappen der automatischen Luftklappensteuerung (LKS) geöffnet werden.
F01 h, F02 h, F02, F03, F04:
Vor dem Befüllen des Kältemittelkreislaufs mit Formiergas den Testmodul „Entleeren/Befüllen des Kältemittelkreislaufs“ ausführen.
Fahrzeugspezifische Hinweise I01:
Ausstattung mit und ohne Wärmepumpe: Um an die Anschlüsse für die Kältemittelleitungen zu gelangen, die vordere Gepäckraummulde ausbauen.
Ausstattung mit Wärmepumpe:

Vor dem Befüllen des Kältemittelkreislaufs mit Formiergas folgende Schritte ausführen:
1. Klemme 15 einschalten: Dazu die Start/Stopp-Taste drücken, ohne das Bremspedal zu betätigen.
2. Gebläse an der IHKA-Bedienung ausschalten (damit der Klimakompressor nicht anlaufen kann).
3. Abblendlicht einschalten (damit Klemme 15 nach einer bestimmten Zeit automatisch abgeschaltet werden kann).
Ggf. die Hochvoltbatterie laden (die 12-V-Batterie wird über die Hochvoltbatterie geladen).
4. Stecker (1) abziehen.
Dieser Zustand muss während des gesamten Lecksuchvorgangs erhalten bleiben!
Ausstattung mit und ohne Wärmepumpe:
Nach dem Befüllen des Kältemittelkreislaufs mit Kältemittel den Fehlerspeicher löschen!
WICHTIG: Die Dichtheitsprüfung immer zuerst mit einem Druck von 5 bar durchführen!Dies ist unbedingt notwendig, um bestimmte Undichtigkeiten zu finden, z. B. im Bereich der O-Ringe.
Wird keine Undichtigkeit festgestellt, die Lecksuche mit 10 bar wiederholen.
WICHTIG: Die Dichtheitsprüfung darf nicht länger als 3 h nach dem Befüllen des Kältemittelkreislaufs mit Formiergas durchgeführt werden!Formiergas besteht aus 95 % Stickstoff und 5 % Wasserstoff. Das Lecksuchgerät erkennt Wasserstoff. Tritt dieser aus dem Kältemittelkreislauf aus, obwohl der Druck gehalten wird, sind die Ergebnisse der Lecksuche nicht aussagekräftig.
WICHTIG: Gefahr von Schäden! Maximal zulässiger Druck: 10 bar. Motor während des gesamten Vorgangs nicht starten!
Hinweise zur Handhabung des Lecksuchgeräts:
1. Der Sensorkopf sollte immer senkrecht zur zu prüfenden Oberfläche stehen.
2. Der Sensorkopf muss immer auf die Mitte der zu prüfenden Stelle ausgerichtet sein. Den Sensorkopf langsam um die Stelle führen (z. B. Anschlussstelle, Dichtfläche usw.).
3. Der optimale Abstand (A) zwischen Sensorkopf und zu prüfender Oberfläche sollte dauerhaft ca. 1 mm betragen.
Maximaler Abstand (B) an schwer zugänglichen Stellen ca. 5 mm.
4. Die Prüfgeschwindigkeit darf maximal 2 cm/s betragen.
HINWEIS: Zeigt das Lecksuchgerät eine Undichtigkeit an, den Sensorkopf etwa 10 s von der Undichtigkeit entfernen.
Danach prüfen, ob die Undichtigkeit an derselben Stelle weiterhin angezeigt wird. Den Vorgang bis zu dreimal wiederholen, um sicherzustellen, dass an dieser Stelle tatsächlich eine Undichtigkeit vorliegt.
HINWEIS: Das undichte Bauteil ersetzen. Vor dem Austausch den Druck aus dem Kältemittelkreislauf ablassen.
WICHTIG: Die Einhaltung der obigen Hinweise ist unbedingt erforderlich! Nichtbeachtung verringert die Wirksamkeit der Dichtheitsprüfung erheblich!
HINWEIS: Die Abbildung zeigt das Beispiel des Kältemittelkreislaufs beim F02 mit der Sonderausstattung automatische Klimaanlage hinten.
Die Kältemittelkreisläufe anderer Fahrzeuge können von der Abbildung abweichen.
Die Kältemittelkreisläufe der BMW i Fahrzeuge unterscheiden sich stark von der Abbildung.
Übersicht Komponenten Kältemittelkreislauf I01
Übersicht Komponenten Kältemittelkreislauf I12
Bei diesen Fahrzeugen auf die Lecksuche achten
Übersicht der zu prüfenden Stellen:
- Klimakondensator
- Anschlussstelle zwischen Klimakondensator und Kältemittelleitung
- Expansionsventil, vorn (Fahrzeuge mit und ohne automatische Klimaanlage hinten)
- Expansionsventil, hinten (Fahrzeuge mit automatischer Klimaanlage hinten)
- Klimakompressor
- Füllstutzen Hochdruck und Niederdruck
- Kältemitteldrucksensor
- Kältemittelleitung, vorn (Fahrzeuge mit und ohne automatische Klimaanlage hinten)
- Kältemittelleitung, hinten (Fahrzeuge mit automatischer Klimaanlage hinten)
HINWEIS: Die Anschlussstellen der Kältemittelleitungen sind mit Pfeilen gekennzeichnet.
Prüfreihenfolge:
1. Prüfung der Komponenten 1, 2, 3a, 4, 5, 6, 7a und 8a der automatischen Klimaanlage vorn.
Wird kein Fehler gefunden:
2. Prüfung der Komponenten 3b, 7b, 8b und der Anschlussstellen der automatischen Klimaanlage hinten.
1. Klimakondensator:
Schäden durch Steinschlag usw. sind die häufigste Ursache für Undichtigkeiten am Klimakondensator (1):
- Sichtprüfung im Bereich des Kühlergrills (2) und des mittleren Lufteinlassgitters (3).
- Zuerst beschädigte Stellen prüfen.
- Den übrigen Klimakondensator prüfen.

2. Anschlussstelle Kondensator - Kältemittelleitung
Die Anschlussstelle zwischen dem Anschluss am Klimakondensator (1) und den Kältemittelleitungen (2) prüfen.

3. Expansionsventil:
Die Anschlussstelle zwischen dem Expansionsventil (1) und den Kältemittelleitungen (2) prüfen.

4. Klimakompressor:
Antriebsriemen vom Klimakompressor abnehmen.
Folgende Bauteile am Klimakompressor prüfen:
- Hochdruckanschluss
- Niederdruckanschluss
- Überdruckventil
- Radialwellendichtring der Magnetkupplung: Während der Lecksuche die Magnetkupplung mehrmals von Hand drehen.

5. Füllstutzen
Den Kältemittel-Füllstutzen (1) vor der Prüfung ausblasen.

6. Kältemitteldrucksensor
Die Dichtfläche zwischen dem Kältemitteldrucksensor (1) und der Kältemittelleitung (2) prüfen.

7. Kältemittelleitungen:
- Sichtprüfung durchführen
- Zuerst beschädigte Stellen prüfen.
- Biegestellen an den mit einem Pfeil markierten Punkten prüfen. Undichtigkeiten treten an diesen Stellen besonders häufig auf.
- Den übrigen Teil der Kältemittelleitung prüfen.

8. Verdampfer:
Mittleres Frischluftgitter ausbauen.
Die Einhaltung der folgenden Einstellungen ist unbedingt erforderlich:
- Umluftfunktion EIN
- Niedrigste Gebläsestufe
- Niedrigste Temperatur
- Luftverteilung auf Belüftung einstellen (Luft darf nur über das mittlere Frischluftgitter ausströmen)

Sensorkopf (1) wie abgebildet in den Luftkanal des mittleren Frischluftgitters (2) einführen und langsam von innen nach außen oberhalb und unterhalb der Luftklappe (3) bewegen. Diesen Vorgang an den linken und rechten Frischluftgittern durchführen.
WICHTIG: Bei einigen Fahrzeugen befindet sich ein Expansionsventil direkt neben dem Frischlufteinlass für den Fahrgastraum. In diesem Fall muss das Expansionsventil abgedeckt werden!Nach abgeschlossener Lecksuche:
- KLIMAANLAGE ENTLEEREN UND BEFÜLLEN
Dichtheitsprüfung mit Ultraviolett-Zusätzen (UV-Zusätze) (BMW Dichtheitsprüfkoffer)
WICHTIG: In EU-Ländern ist nur die eingeschränkte UV-Dichtheitsprüfung zulässig! Nationale Vorschriften in allen anderen Ländern beachten! WICHTIG: Es ist unbedingt erforderlich, die im Gerätekoffer enthaltene Herstellerbetriebsanleitung zu lesen und zu beachten. Lesen und beachten Sie die mit dem Spezialwerkzeug mitgelieferte Herstellerbetriebsanleitung, insbesondere hinsichtlich Unfallverhütung, Gesundheitsschutz und Umweltschutz. Verwenden Sie nur von BMW freigegebene UV-Zusätze (z. B. TRACER). Im Folgenden wird nur das Grundverfahren beschrieben! WICHTIG: UV-Zusätze dürfen nicht in Fahrzeugen mit elektrischen Klimakompressoren verwendet werden!WARNUNG: Kontakt mit Kältemittel vermeiden.
Sicherheitshinweise beim Umgang mit Kältemittel beachten.
WICHTIG: Die Ultraviolettlampe wird im Strahlungsbereich sehr heiß! Die Ultraviolettlampe niemals ohne Filterglas verwenden. Augen und Haut werden geschädigt, wenn die Ultraviolettlampe ohne Filterglas betrieben wird. Bei Verwendung der Ultraviolettlampe die im Koffer mitgelieferte Schutzbrille tragen.HINWEIS:
- Vor dem Gebrauch den Schlauchsystem der Handpumpe vollständig mit UV-Zusatz füllen
- Der UV-Zusatz darf ausschließlich für von BMW freigegebene Kältemittelöle verwendet werden
- Klimaanlage nicht betreiben, während die Handpumpe angeschlossen oder in Gebrauch ist
- Die Klimaanlage muss stets mit ausreichend Kältemittel befüllt sein, damit sich das Lecksuchmittel ordnungsgemäß verteilen kann
Notwendige Vorarbeiten:
Vor der eigentlichen Dichtheitsprüfung den gesamten Kältemittelkreislauf mit der UV-Lecksuchlampe kontrollieren, um sicherzustellen, dass sich bereits kein UV-Zusatz im Bereich des Kältemittelkreislaufs befindet.
Mit UV-Licht bereits erkannte Leckstellen müssen sorgfältig mit dem im Koffer mitgelieferten Reinigungsmittel gereinigt werden.
Bei der Erstverwendung: Handpumpe (1) an die Zusatzpatrone (2) und das Schlauchstück (3) anschließen.

Bei der Erstverwendung:
Entlüftungsventil (1) an die Schnellkupplung (2) anschließen.
Griff (3) an der Handpumpe drehen, bis der Kolben so weit vorgeschoben ist, dass eine geringe Menge UV-Zusatz austritt. Dadurch wird das Schlauchsystem entlüftet.
WICHTIG: Die komplette Handpumpe mit Schlauchsystem darf nach Abschluss der Befüllarbeiten nicht mehr demontiert werden.
Schnellkupplung (1) an den Niederdruckanschluss (2) der Klimaanlage anschließen.
Griff der Handpumpe (3) drehen, bis die erforderliche Menge UV-Zusatz eingefüllt ist.
Die einzufüllende Menge UV-Zusatz richtet sich nach der KÄLTEMITTELMENGE IM KÄLTEMITTELKREISLAUF:

- Klimaanlagen mit Kältemittelfüllmenge bis 900 g: eine Teilstrich-Markierung (4) an der Zusatzpatrone
- Klimaanlagen mit Kältemittelfüllmenge über 900 g: zwei Teilstrich-Markierungen (4) an der Zusatzpatrone
HINWEIS: Nach dem Befüllen die Schnellkupplung (1) abnehmen und bei Bedarf das im Spezialwerkzeugkoffer enthaltene Reinigungsmittel verwenden, um den UV-Zusatz zu entfernen.
Weitere Arbeitsschritte:
- Motor starten
- Klimaanlage 5 - 10 Minuten auf höchster Stufe betreiben, um eine ausreichende Verteilung des Farbstoffs im System sicherzustellen
- Motor abstellen.
- Alle Bauteile der Klimaanlage auf mögliche Undichtigkeiten prüfen
- Eine mögliche Undichtigkeit leuchtet bei Verwendung der UV-Lecksuchlampe und der UV-absorbierenden Schutzbrille grün auf

Das beiliegende Hinweisschild (1) mit den entsprechenden Daten ausfüllen und gut sichtbar neben dem Hinweisschild zur Füllmenge (2) anbringen.
Hinweis zum Umgang mit Kältemittel R134a
Arbeiten am Kältemittelkreislauf dürfen nur von Fachkräften durchgeführt werden! Jeglichen Kontakt mit flüssigem oder gasförmigem R134a vermeiden. Bei Arbeiten am Kältemittelkreislauf Schutzbrille und Handschuhe tragen.
- SICHERHEITSHINWEISE FÜR DEN UMGANG MIT KÄLTEMITTEL R134A BEACHTEN.
WARNUNG: Obwohl R134a bei normaler Temperatur ungiftig, nicht brennbar und in Luft in keinem Mischungsverhältnis explosiv ist, müssen dennoch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.
Als Gas ist R134a farblos, geruchlos und schwerer als Luft. Gelangt es in die Atmosphäre, kann dies eine nicht wahrnehmbare Erstickungsgefahr oder Herzrhythmusstörungen verursachen, insbesondere in Werkstattgruben. Räume ausreichend belüften; bei Bedarf vorhandene Absauganlagen einschalten.
Gefüllte Kältemittel-Druckbehälter an einem Ort lagern, der keiner direkten Sonneneinstrahlung oder anderen Wärmequellen ausgesetzt ist (max. 45 °C). Außerdem mechanische Belastungen vermeiden (z. B. durch Fallenlassen).
Nicht an gefüllten Klima- bzw. Heizungsanlagen oder in Räumen schweißen oder löten, in die R134a entwichen sein kann. Flammen oder hohe Temperaturen (≥ 50 °C) können giftige Zersetzungsprodukte (Fluorgas) entstehen lassen. Aus diesem Grund auch nicht rauchen.
Im Brandfall sind Kohlendioxid (CO2), Löschpulver und ein Sprühwasserstrahl als Löschmittel geeignet. Gefährdete Behälter mit einem Sprühwasserstrahl kühlen (Berstgefahr!).
Wenn sich die Schutzkappen an den Füllventilen nur schwer öffnen lassen, besteht Verletzungsgefahr durch austretende Ventileinsätze (Hochdruck).
Der befüllte Kältemittelkreislauf der Klimaanlage steht unter Überdruck. Vor Reparaturarbeiten an der Klimaanlage muss das Kältemittel unbedingt abgesaugt werden.
- Vor Reparaturarbeiten den tatsächlichen Druckabfall am Manometer der Klimaservicestation prüfen.
R134a muss abgesaugt, aufbereitet und mithilfe eines Klimaservicegeräts gemäß der jeweiligen Betriebsanleitung wieder in die Heizungs- und Klimaanlage eingefüllt werden.
Für eine einwandfrei funktionierende Klimaanlage ist beim Arbeiten an der Klimaanlage größtmögliche Sauberkeit unerlässlich. Vor jedem Befüllen der Klimaanlage muss der Kältemittelkreislauf möglichst lange evakuiert werden (mindestens 30 Minuten zur Entfeuchtung).
R134a nimmt sehr geringe Mengen Feuchtigkeit auf. Daher geöffnete Leitungen, Kondensator, Verdampfer, Verdichter und Trocknerflasche sofort mit Stopfen verschließen.
- Wenn eine Klimaanlage durch Leckage, Unfall oder Reparatur vollständig entleert wurde, muss der TROCKENMITTELEINSATZ ersetzt werden, da möglicherweise zu viel Feuchtigkeit in das System eingedrungen ist.
Bei Austauschteilen dürfen die Stopfen erst unmittelbar vor dem Anschließen der Leitungen entfernt werden. Bei Garantieansprüchen müssen die ausgebauten Teile mit Stopfen verschlossen werden, um die Schadensursache feststellen zu können.
Montagehinweis: Nach jedem Befüllen einer Klimaanlage prüfen, ob die Schutzkappen der Füllventile handfest angezogen sind. Sie dienen als zusätzliche Dichtung.
Sicherheitshinweise für den Umgang mit Kältemittelöl
WARNUNG: Verletzungsgefahr! Der Kältemittelkreislauf steht unter hohem Druck! Arbeiten am Kältemittelkreislauf dürfen nur von Fachkräften durchgeführt werden! Kältemittel VOR allen Reparaturarbeiten am Kältemittelkreislauf unbedingt absaugen.
Der Kältemittelkreislauf wird NACH dem Absaugen drucklos!
- Vor Reparaturbeginn den tatsächlichen Druckabfall am Manometer des Klimaservicegeräts prüfen
Die Betriebsanleitung des verwendeten Klimaservicegeräts lesen und beachten!
Schutzmaßnahmen/Verhaltensregeln:
- Schutzbrille tragen
- Ölbeständige Schutzhandschuhe tragen
- Nicht rauchen!
- Landesspezifische Sicherheitsvorschriften beachten.
Erste-Hilfe-Maßnahmen:
- Nach Verschlucken: KEIN Erbrechen herbeiführen, sofern medizinisches Personal dies nicht ausdrücklich anordnet. Einer bewusstlosen Person nichts über den Mund verabreichen. Bei Verschlucken größerer Mengen dieses Stoffes sofort einen Arzt aufsuchen. Eng anliegende Kleidungsstücke (z. B. Kragen, Krawatte, Gürtel o. Ä.) lockern.
- Augenkontakt: Ggf. getragene Kontaktlinsen entfernen. Bei Augenkontakt die Augen mindestens 15 Minuten lang mit viel Wasser spülen. Unbedingt WARMES WASSER verwenden. Arzt hinzuziehen.
- Hautkontakt: Bei Hautkontakt sofort mit viel Wasser abspülen. Kontaminierte Kleidung und Schuhe ausziehen. Verschmutzte Kleidung vor erneutem Tragen waschen. Schuhe vor erneutem Gebrauch gründlich reinigen.
Arzt hinzuziehen.
- Nach Einatmen: Bei Einatmen die betroffene Person sofort an die frische Luft bringen und unter Beobachtung halten. Arzt hinzuziehen. Bei Atembeschwerden zusätzlich Sauerstoff verabreichen. Setzt die Atmung der betroffenen Person aus, Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen.
Recycling
Austretendes Kältemittelöl auffangen und entsorgen.
Landesspezifische Entsorgungsvorschriften beachten.
Austretendes Kältemittelöl mit flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen.
Bei Austritt größerer Mengen Kältemittel in oberirdische Gewässer, Kanalisation oder Erdreich die zuständigen Behörden informieren.
Sicherheitshinweise für den Umgang mit Tetrafluorethan-Kältemittel R134a
WARNUNG: Verletzungsgefahr! Der Kältemittelkreislauf steht unter hohem Druck! Arbeiten am Kältemittelkreislauf dürfen nur von Fachkräften durchgeführt werden! Kältemittel VOR allen Reparaturarbeiten am Kältemittelkreislauf unbedingt absaugen.
Der Kältemittelkreislauf wird NACH dem Absaugen drucklos.
- Vor Reparaturarbeiten muss der tatsächliche Druckabfall am Manometer des Klimaservicegeräts geprüft werden.
Die Betriebsanleitung des verwendeten Klimaservicegeräts muss unbedingt gelesen und beachtet werden!
Schutzmaßnahmen/Verhaltensregeln:
- Schutzbrille tragen
- Ölbeständige Schutzhandschuhe tragen
- Nicht rauchen!
- Landesspezifische Sicherheitsvorschriften beachten.
Erste-Hilfe-Maßnahmen:
- Augenkontakt: Bei Kontakt mit den Augen sofort mit viel fließendem Wasser spülen und einen Augenarzt aufsuchen.
- Hautkontakt: Bei Hautkontakt betroffene Kleidung sofort entfernen und mit viel Wasser abspülen.
- Nach Einatmen: Wurden Kältemitteldämpfe in größerer Konzentration eingeatmet, die betroffene Person an die frische Luft bringen und unter Beobachtung halten. Arzt hinzuziehen. Bei Atembeschwerden zusätzlich Sauerstoff verabreichen. Atmet die betroffene Person schwer oder hat sie aufgehört zu atmen, den Kopf am Nacken überstrecken und Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen.
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