Räder
- Prüfung eines Rades auf der Auswuchtmaschine auf Seiten- und Radialschlag (Rad abgenommen)
- Felge auf Seiten- und Radialschlag prüfen
- Hinweise zur Reparatur von Aluminiumfelgen
- Vorder- oder Hinterrad ein- bzw. ausbauen
- Stationäres Radwuchten
Prüfung eines Rades auf der Auswuchtmaschine auf Seiten- und Radialschlag (Rad abgenommen)
Benötigte Spezialwerkzeuge:
- 36 1 030
- 36 1 031
- 36 1 032
- 36 1 033
- 36 1 034
- 36 1 035
- 36 1 036
Notwendige Vorarbeiten:
- Rad ausbauen
Rad in der Auswuchtmaschine aufspannen.
Um Spannfehler zu vermeiden, das Rad auf der Auswuchtmaschine genauso aufspannen wie am Fahrzeug montiert (Ventil nach unten).

Passendes Radzentrierelement verwenden, das mit der jeweiligen Auswuchtmaschine geliefert wird.
- Grundflansch.
- Radzentrierelement.
- Typflansch.
- Spannmutter.

Zur Prüfung Spezialwerkzeug 36 1 030 verwenden.
Spezialwerkzeug 36 1 030 besteht aus:
- Basis 36 1 031
- Säule mit Klemme 36 1 032
- Halter mit Klemme 36 1 033
- Klemme 36 1 034
- Messrolle 36 1 035
- Messuhr 36 1 036

Spezialwerkzeug 36 1 030 auf der Reifenlauffläche positionieren.
Rad von Hand drehen und maximalen radialen Reifenschlag messen.
HINWEIS: Messgerät muss senkrecht zur Reifenlauffläche stehen.

Spezialwerkzeug 36 1 030 an der Reifenseitenwand positionieren.
Rad von Hand drehen und maximalen seitlichen Reifenschlag messen.
HINWEIS: Messgerät muss senkrecht zur Reifenseitenwand stehen.
Niemals an der Reifenbeschriftung messen! Falls nötig, RAD (Felge) auf Radial- und Seitenschlag prüfen.

Felge auf Seiten- und Radialschlag prüfen
Notwendige Vorarbeiten:
- Rad ausbauen.
- Rad auf Seiten- und Radialschlag prüfen.
- Reifen von der Felge demontieren.
- Schmutz von Felgenbett und Felgenhorn entfernen.
Felge in der Auswuchtmaschine aufspannen.

Passendes Radzentrierelement verwenden, das mit der jeweiligen Auswuchtmaschine geliefert wird.
- Grundflansch
- Radzentrierelement
- Typflansch
- Spannmutter

Messfühler der Messuhr auf der Felgenschulter positionieren.
Rad von Hand drehen und maximalen radialen Schlag messen.
Messung an beiden Felgenschultern durchführen.
HINWEIS: Messuhr muss senkrecht zur Felgenschulter stehen.

Messfühler auf dem Felgenhorn positionieren.
Rad von Hand drehen und maximalen seitlichen Schlag messen. Messung an beiden Felgenhörnern durchführen.
HINWEIS: Messuhr muss senkrecht zum Felgenhorn stehen.

Hinweise zur Reparatur von Aluminiumfelgen
Generell muss vor der Reparatur die Wirtschaftlichkeit geprüft werden.
Folgende Schäden können repariert werden (gilt für Gussfelgen aus Aluminium mit der Kennzeichnung AlSi7, AlSi11, AlSi12):
- Tiefe der Beschädigung im Aluminium maximal 1 mm
- Abstand der Beschädigung von der äußeren Felgenkante maximal 50 mm
- Lackschaden an der verbleibenden Felgenschüssel
Folgende Schäden können nicht repariert werden:
- Verformungen und Risse
- Polierte, geschmiedete Aluminiumfelgen sind für eine Reparatur nicht geeignet.
HINWEISE ZUM REIFENWECHSEL BEI REPARATUREN
Allgemein:
- Reifengröße, Hersteller und Profil müssen an einer Achse gleich sein.
- Um die BMW-Standards zu erfüllen, sollte das Fahrzeug an allen 4 Rädern Reifen desselben Herstellers mit demselben Profil (von BMW freigegebene Reifen) aufweisen.
- Der Unterschied der Profiltiefe an einer Achse darf 2 mm nicht überschreiten (Regelgüte der Fahrwerkregelsysteme und Anforderung an die Spureinstellung).
- Die Reifen mit der größeren Profiltiefe müssen auf der Hinterachse montiert werden.
- Der Unterschied des DOT-Alters darf 4 Jahre nicht überschreiten.
- Beim Reifenwechsel muss der Reifendruck angepasst werden.
Zusätzlich für Allradfahrzeuge:
- Reifengröße, Hersteller und Profil müssen an allen Rädern gleich sein; bei Mischbereifung sind unterschiedliche Abmessungen zulässig.
- Der Unterschied der Profiltiefe an allen Rädern darf 2 mm nicht überschreiten (Regelgüte der Fahrwerkregelsysteme und Anforderung an die Spureinstellung).
Vorder- oder Hinterrad ein- bzw. ausbauen
Benötigte Spezialwerkzeuge:
- 36 1 300
- 81 25 2 344 011
- 36 1 335
- 36 1 010
Folgendes Vorgehen beachten, um Spannfehler und Unwucht zu vermeiden:
- Radschrauben lösen.
- Rad mit Ventil nach unten positioniert.
- Wenn mehrere Räder gleichzeitig ausgebaut werden, die Einbaulage der Räder auf den Reifen markieren (z. B. mit Kreide).
- Rad und Radnabe zueinander markieren.
- Radschraube mit Diebstahlschutz im Verhältnis zum Rad markieren.
- Radschrauben herausdrehen. Rad abnehmen.


Schmutz, Fettrückstände und Korrosion an der Anlagefläche mit einem Bohrer und Spezialwerkzeug 81 25 2 344 011 entfernen.
WICHTIG: Spezialwerkzeug 81 25 2 344 011 nicht mit einem Schlagschrauber betreiben!HINWEIS: Anlagefläche mit Universalreiniger entfetten.

HINWEIS: Befinden sich Fettrückstände im Bereich der Radschraubenbohrungen, muss die Bremsscheibe ausgebaut und gereinigt werden.
Schmutz, Fettrückstände und Korrosion an der Anlagefläche mit einem Bohrer und Spezialwerkzeug 81 25 2 344 011 entfernen.
WICHTIG: Spezialwerkzeug 81 25 2 344 011 nicht mit einem Schlagschrauber betreiben!HINWEIS: Anlagefläche mit Universalreiniger entfetten.

Festen Sitz der Bremsscheiben-Befestigungsschraube (1) prüfen.
WICHTIG: Die Befestigungsschraube (1) darf keinesfalls über die Anlagefläche (2) zwischen Bremsscheibe und Felge herausragen.Anziehdrehmoment Bremsscheiben-Befestigungsschraube:
- Vorderachse 34 11 1AZ
- Hinterachse 34 21 1AZ

Radzentrierung (1) in der Radfelge dünn mit Fett bestreichen.

HINWEIS: Zum Lösen und Anziehen von Radschrauben mit Diebstahlschutz ist ein passender Adapter aus Spezialwerkzeug 36 1 300, 36 1 335 oder 36 1 010 zu verwenden.

Radbolzen reinigen und Gewinde auf Beschädigungen prüfen, bei Bedarf ersetzen.
Verrostete Radbolzen ersetzen.
WICHTIG: Radschrauben nicht ölen. WICHTIG: Radschrauben auf keinen Fall mit Druckluft- oder Elektroschraubern montieren und anziehen. WICHTIG: Radfelge muss gleichmäßig an der Bremsscheibe anliegen. Bei Radschrauben/Felgen, die nicht von BMW stammen, kann es aufgrund der Setzeigenschaften notwendig sein, die Radschrauben nachzuziehen (siehe Unterlagen des Herstellers).
Anzugsdrehmomente:
1. Radbolzen eindrehen und über Kreuz von Hand gleichmäßig anziehen, um die Felge zu zentrieren.
2. Radbolzen in Kreuzfolge mit kalibriertem Drehmomentschlüssel auf das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment 36 10 1AZ anziehen.
3. Alle Radbolzen in gleicher Reihenfolge prüfen bzw. erneut auf das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment nachziehen.
Stationäres Radwuchten
Benötigte Spezialwerkzeuge:
- 36 1 010
- 36 1 020
Notwendige Vorarbeiten:
- Rad ausbauen.
Alle angebrachten Auswuchtgewichte, Steine im Profil und größere Verschmutzungen entfernen.
Reifendruck und Reifen auf Zustand, Beschädigungen und Flachstellen prüfen (Unregelmäßigkeiten, z. B. durch Abstellen des Fahrzeugs bei heißen Reifen). Bei Bedarf Rad und Reifen auf Radial- und Seitenschlag prüfen.

Von BMW freigegebene Zentrierelemente der jeweiligen Wuchtmaschinenhersteller verwenden.
- Grundflansch
- Radzentrierelement
- Typflansch
- Spannmutter

Bei Leichtmetallfelgen mit ausgeprägtem J-förmigem Felgenhorn wie folgt vorgehen:
- Reifenflanke mit Spezialwerkzeug 36 1 020 an geeigneter Stelle vorsichtig vom Felgenhorn abdrücken.
- Haltefeder (1) einsetzen.
- Spezialwerkzeug 36 1 020 entfernen.

Haltefeder mit Spezialwerkzeug 36 1 010 anheben. Auswuchtgewicht darunter einschieben und einrasten lassen.

Anordnung der Auswuchtgewichte bei Leichtmetallfelgen mit ausgeprägtem J-förmigem Felgenhorn.
- Haltefeder
- Auswuchtgewicht
Bei allen anderen Leichtmetallfelgen müssen Klebegewichte verwendet werden.
Max. Unwucht.

HINWEIS: Bei Verwendung von Klebegewichten wie folgt vorgehen:
- Vorhandene Klebegewichte vorsichtig entfernen. Felgenoberfläche dabei nicht beschädigen.
- Geeignete Stelle zum Anbringen auswählen.
- Klebefläche gründlich reinigen.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum BMW X3: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.