Fehlersuche

In diesem Handbuch: Fehlersuche
Allgemeine Informationen zu Konservierungsmaßnahmen — 1Hohlraumversiegelung — 1Karosserie-Korrosionsschutz — 1Reparaturanleitung Karosserie — 1Tragende Teile — 1Gepäckraumboden — 1Radhäuser — 1Seitenrahmen und Türsäulen — 1Dachaußenhaut — 1Windlauf — 1Vordere Verkleidung — 1Heckverkleidung — 1Seitenteile — 1Vordertüren — 1Hintertüren — 1Motorhaube — 1Heckklappe — 1Weitere Klappen — 1Karosserie-Spezialwerkzeuge — 1Allgemeine Informationen — 1Umgang mit Bremsflüssigkeiten — 1Bremsenprüfung und Entlüften — 1Vorderradbremsen — 1Hinterradbremse — 1Hauptbremszylinder — 1Bremsleitungen — 1Bremskraftverstärker — 1Elektrische Bauteile/Verschleißanzeiger — 1Feststellbremse — 1Mechanische/hydraulische Komponenten — 1Elektronische Komponenten — 1Bremsen — 1Vorderradbremse — 1Pedallagerbock — 1Bremspedal mit Gestänge — 1Kupplungspedal mit Gestänge — 1Gaspedalbetätigung — 1Pedale — 1Vorgeschriebenes Fett — 1Gelenkwelle, allgemein — 1Gelenkwelle komplett — 1Mittelkonsole, Montage — 1Vordere Gelenkwelle — 1Gelenkwelle — 1Gelenkwelle komplett — 1Reparaturanleitung Vorderachse — 1Vorderachsaufhängung — 1Vorderer Hilfsrahmen — 1Federbeine mit Gummilagern — 1Radlager und Achsstummel — 1Federbein — 1Feder mit Fahrwerk — 1Stabilisator — 1Vorderachsgetriebe — 1Antriebswelle — 1Vorderachse — 1Allgemeine Informationen zu Hochtemperatur-Mehrzweckfett — 1Reparaturanleitung Hinterachse — 1Hinterachsgetriebe mit Deckel — 1Lagerung Hinterachsgetriebe — 1Abtriebswellen — 1Hinterachsträger — 1Querlenker und Federbeine — 1Achslagerung — 1Radlager — 1Stoßdämpfer — 1Mit Fahrwerk — 1Stabilisator — 1Hinterachse — 1Allgemeine Informationen zum Achsgetriebeöl — 1Freigegebene Achsgetriebeöle für vordere und hintere Achsgetriebe mit und ohne Sperrdifferenzial oder Viskosekupplung — 1Achsgetriebeöl für BMW M1 Motorsport-Coupé — 1Betriebsstoffe ab 11/2015 — 1Erinnerung Bremsbelagwechsel — 1Erinnerung Emissionswartung — 1Wartungserinnerung — 1Erinnerung Reifendruck-Kontrollsystem — 1Beschreibung — 1Fehlersuche — 1Zündleitungen, Zündkerzen — 1Zündspule — 1Elektronische Schalt- bzw. Steuergeräte — 1Glührelais — 1Glühstifte — 1Lichtmaschine mit Antrieb und Befestigung — 1Regler — 1Anlasser mit Befestigung — 1Anlasserleitung — 1Motorkabelbaum — 1Öldruck/Öltemperatur/Öl-Anzeige — 1Schalter und Relais — 1Motorelektrik — 1Innenraumfilter — 1Einsatzbereiche Innenraumfilter — 1Betriebsstoffe - Klimaanlage und Heizung — 1Klimaanlagen-Kältemittel — 1Kältemittelöl — 1Hinweis, Übersicht Komponenten Klimaautomatik — 1Heizung mit Bedienteil — 1Zusatzheizung mit Bedienelementen — 1Düsen und Auslässe — 1Mikrofilter — 1Klimaanlage, Dichtheitsprüfung — 1Klimagehäuse/Verdampfer, Schaltelemente — 1Kompressor — 1Kondensator und Trockner mit Leitungen — 1Heizung und Klimaanlage — 1Reparaturanleitung Vorderachse — 1Vorderachsaufhängung — 1Vorderer Hilfsrahmen — 1Federbeine mit Gummilagern — 1Radlager und Achsstummel — 1Federbein — 1Feder mit Fahrwerk — 1Stabilisator — 1Vorderachsgetriebe — 1Vorderachse — 1Allgemeine Informationen zu Hochtemperatur-Mehrzweckfett — 1Reparaturanweisungen integrierte Federungssysteme — 1Vordere Lenker- und Federungselemente — 1Hintere Lenker- und Federungselemente — 1Elektrische Komponenten — 1Elektronische Dämpferkraftverstellung — 1Integrierte Fahrwerksysteme — 1Zugelassene Hydraulikflüssigkeiten — 1Reparaturanleitung Hinterachse — 1Achsgetriebe — 1Hinterachsgetriebe mit Deckel — 1Lagerung Hinterachsgetriebe — 1Abtriebswellen — 1Hinterachsträger — 1Querlenker und Federbeine — 1Achslagerung — 1Radlager — 1Stoßdämpfer — 1Federn mit Fahrwerk — 1Stabilisator — 1Hinterachse — 1Allgemeine Informationen zum Achsgetriebeöl — 1Freigegebene Achsgetriebeöle für vordere und hintere Achsgetriebe mit und ohne Sperrdifferenzial oder Viskosekupplung — 1Achsgetriebeöl für BMW M1 Motorsport-Coupé — 1Betriebsstoffe ab 11/2015 — 1Elektronische Fahrwerksvermessung — 1Mechanisches Lenkgetriebe — 1Lenkgetriebe mit Servoeinheit — 1Lenkhebel, Spurstangen, Lenkungsdämpfer — 1Lenksäule — 1Lenkrad — 1Lenkrad mit Airbag — 1Pumpe und Ölversorgung — 1Lenkung und Achsvermessung — 1Räder — 1Scheibenräder (Felgen) — 1Reifen — 1Räder mit Reifen — 1Reifenmontagepaste — 1Motorlagerung — 1Getriebelagerung, Automatikgetriebe — 1Motor- und Getriebelagerung — 1Automatikgetriebe allgemein — 1Getriebegehäuse, Ölwanne — 1Verlängerungsgehäuse, Lager, Dichtung — 1Mechanische Anbauteile — 1Hydraulische/elektrische Steuerkomponenten/-elemente — 1Ölpumpe — 1Schaltventile, Parksperre — 1Drehmomentwandler — 1Automatikgetriebe — 1Automatikgetriebeöl für ZF-Getriebe GA8HP45Z / GA8HP50Z / GA8HP70Z / GA8HP90Z / GA8P70H / GA8P75H / GA8HP75Z — 1Allgemeine Informationen zu Automatikgetriebeölen — 1Zugelassene Automatikgetriebeöle für die Erstbefüllung und zum Korrigieren des Ölstands — 1Getriebeölstand prüfen — 1Wechselintervalle für Getriebeöl (falls zutreffend) — 1Verteilergetriebe, allgemein — 1Verteilergetriebe — 1Getriebewellen — 1Spezialwerkzeuge für Verteilergetriebe — 1Verteilergetriebe allgemein (ATC 45L) — 1Automatikgetriebe allgemein — 1Lager im Gehäuse, Dichtring — 1SELBSTDIAGNOSE DTCS — 1
12Schritte
~72Min.
3/5Schwierigkeit
Erledigt 0 von 12
  • Hinweise zum Batteriewechsel
  • Verbinder zur Reparatur einer Steckverbindung
  • Inhalt Motorelektrik allgemein
  • Hinweise für Schweißarbeiten (Überspannungsschutz der Steuergeräte)
  • Hinweise zum Aus- und Einbau von Steuergeräten
  • Hinweise zu Arbeiten an der Zündanlage
  • Hinweise zum Abklemmen und Anschließen der Batterie
  • Hinweise zum Öffnen von Kontakten und Verriegelungen verschiedener Steckverbindersysteme
  • Hinweise zum Umgang mit Kabelbäumen und Leitungen
  • Hinweise/Informationen zur Starthilfe (Fremdstarten)
  • Sicherheitshinweise für Arbeiten an Fahrzeugen mit Motorautomatik-Start-Stopp-Funktion (MSA)

Hinweise zum Batteriewechsel

Eine Fahrzeugbatterie ist auf den Einbauort und den individuellen Leistungsbedarf des jeweiligen Fahrzeugs ausgelegt. Dieser individuelle Leistungsbedarf hängt von der Motorisierung und den verschiedenen Ausstattungen ab. Die individuell zugeordnete Fahrzeugbatterie ist der ideale Kompromiss zwischen dem Leistungsbedarf des Bordnetzes und dem Gewicht sowie der Lebensdauer der Fahrzeugbatterie.

Fahrzeuge mit automatischer Start-Stopp-Funktion oder bestimmte Motortypen und Sonderausstattungen sind mit einer speziellen Fahrzeugbatterie (AGM-Batterie) ausgestattet, da nur dieser Batterietyp den erhöhten Leistungsbedarf über die gesamte Lebensdauer decken kann. Der Einbau einer anderen Fahrzeugbatterie kann zu Problemen mit der Fahrzeugelektronik führen, Funktionen einschränken oder zum Austreten von Batteriesäure führen.

Bei einem Unfall, bei dem die Airbags auslösen, wird bei Fahrzeugen mit Fahrzeugbatterie im Gepäckraum die elektrische Verbindung zwischen der Fahrzeugbatterie und der Auslösung automatisch pyrotechnisch getrennt. Dadurch werden mögliche Kurzschlüsse verhindert.

Die einwandfreie Funktion all dieser Sicherheits- und Komfortfunktionen setzt eine vorschriftsmäßige Batterie voraus, die bei Fahrzeugen mit Energiemanagementsystemen (IBS, Power-Modul) ordnungsgemäß registriert ist.

Fahrzeuge mit Energiemanagementsystemen (IBS, Power-Modul): Batteriewechsel registrieren

Das Bordnetz wird über die Kenndaten der Fahrzeugbatterie informiert, wie Typ, Größe, Alter und aktuelle Leistungsfähigkeit. Daher steht stets nur ein Arbeitsumfang zur Verfügung, der dem aktuellen Informationsstand entspricht.

Sinkt die Leistungsbereitschaft unter einen definierten Mindestwert, wird eine Check-Control-Meldung ausgegeben, die den Fahrer darauf hinweist, dass die Batterie ersetzt werden muss.

Beim Einbau einer neuen Fahrzeugbatterie muss die Batterie registriert werden. Dazu muss sie außerdem im Bordnetz angemeldet werden.

HINWEIS: Nur durch diese Registrierung/Anmeldung wird die entsprechende Check-Control-Meldung wieder ausgegeben.

Diagnosesystem:

Batteriewechsel registrieren

  • Servicefunktionen
  • Karosserie
  • Spannungsversorgung
  • Batteriewechsel registrieren

Beim Nachrüsten darf eine leistungsstärkere Batterie verwendet werden. Serienbatterien dürfen stets durch AGM-Batterien mit denselben Spezifikationen ersetzt werden.

Beim Einbau einer Batterie mit abweichender Baugröße oder einem anderen Batterietyp muss diese Änderung der Fahrzeugdaten gemäß Vorgabe in die Fahrzeugdaten programmiert werden.

Programmiersystem:

  • Batterie nachrüsten

Verbinder zur Reparatur einer Steckverbindung

Benötigte Spezialwerkzeuge:

  • 61 0 300
  • 61 4 340
  • 61 0 240
WICHTIG: 1Schadensursache ermitteln (z. B. scharfkantige Karosseriebauteile, fehlerhafte elektrische Verbraucher, blockierte Mechanismen, Korrosion durch eindringendes Wasser usw.).2Fehlerspeicher auslesen3Schadensursache beseitigen.4Batterie-Minuspol abklemmen5Sicherstellen, dass keine sicherheitsrelevanten Systeme gemäß Stromlaufplan beeinflusst werden (z. B. Antiblockiersystem, aktive Hinterachskinematik, Airbags usw.). Andernfalls fehlerhaften Kabelbaum ersetzen oder Reparaturleitung verwenden (Bezugsquelle: BMW Teilevertrieb)6Funktionsprüfung durchführen und Fehlerspeicher erneut auslesen7Gegebenenfalls neue Fehler beseitigen und Fehlerspeicher löschen

HINWEIS: Der Reparatursatz IV für das Bordnetz enthielt die erforderlichen Spezialwerkzeuge und Einzelteile für Nachrüst- und Reparaturarbeiten mit Fächersteckverbindern.

Electrical

Reparatursatz auswählen.

Beispiel: Reparatursatz, Rundsteckverbindersystem D 2.5.

Electrical

Folgende Teile entfernen:

  1. Vorkonfektioniertes Leitungsende mit erforderlichem Leitungsquerschnitt
  2. Crimpkontakt für gewählten Leitungsquerschnitt crimpen
  3. Schrumpfschlauch
    Electrical

Sekundärverriegelung am Gehäuse öffnen.

Beschädigten Kontakt (4) mit Steckplatznummer des Gehäuses markieren und mit dem passenden Spezialwerkzeug aus dem Sonderwerkzeugsatz 61 0 300 aus dem Gehäuse drücken.

Siehe Reparaturanleitung

HINWEISE ZUM ÖFFNEN VON KONTAKTEN UND VERRIEGELUNGEN verschiedener Steckkontaktsysteme.

Electrical
WICHTIG:
  • Maximale Länge der Reparaturleitung prüfen
  • Wenn mehr als eine Ader repariert werden soll, müssen die einzelnen Verbindungsstellen versetzt angeordnet werden, damit der Kabelbaum an der Reparaturstelle nicht zu dick wird.
Electrical

Folgende Vorgehensweise einhalten:

  • Ader mit fehlerhaftem Kontakt an gut zugänglicher Stelle abschneiden
  • Isolierung am Leitungsende des Kabelbaums abisolieren
  • Vorkonfektioniertes Leitungsende auf Länge schneiden und Isolierung abisolieren

Siehe auch Reparaturanleitung:

LEITUNGEN AUF LÄNGE SCHNEIDEN UND ISOLIERUNG ABISOLIEREN

Stoßverbinder am vorkonfektionierten Leitungsende crimpen.

Spezialwerkzeuge:

  • 61 4 340 (0,35 - 2,5 mm²)
  • 61 0 240 (4,0 - 6,0 mm²)

Siehe Reparaturanleitung

ANCRIMPEN VON ANSCHLAGTEILEN

Electrical

Schrumpfschlauch (8) auf das freie Leitungsende schieben.

Electrical

Nicht benötigtes Leitungsende im Stoßverbinder crimpen.

Electrical

Schrumpfschlauch über den Stoßverbinder ziehen.

Electrical
WICHTIG: Schrumpfschlauch nicht abbrennen.

Mit dem Heißluftgebläse den Schrumpfschlauch an beiden Seiten (9) des Schrumpfschlauchs schrumpfen, bis rundum gleichmäßig Kleber austritt.

Kontakt in das Gehäuse einsetzen.

Sekundärverriegelung am Gehäuse schließen.

Electrical

Inhalt Motorelektrik allgemein

Allgemeine Hinweise

  • ARBEITEN AN DER ZÜNDANLAGE
  • AUS- UND EINBAU VON ELEKTRONISCHEN STEUERGERÄTEN
  • SCHWEISSARBEITEN (Überlastschutz der Steuergeräte)
  • Batterie abklemmen und anklemmen
  • ANSCHLIESSEN UND ABKLEMMEN VON PRÜFGERÄTEN
  • BAUTEILPRÜFUNG
  • FREMDSTARTHILFE
  • Kompressionsprüfung

BEHANDLUNG VON BAUTEILEN NACH WASSERSCHÄDEN

Wasserschäden können auftreten, wenn die zulässige Wattiefe des Fahrzeugs überschritten wird. Eindringendes Wasser kann Schäden am Motor (Wasserschlag) oder an Bauteilen verursachen.

Da mit dem Wasser in der Regel Schmutzpartikel in die Bauteile gelangen (z. B. Anlasser, Kabelbaum), müssen die Bauteile gründlich geprüft werden.

Restfeuchte in den Bauteilen führt zu Korrosion (erhöhter Übergangswiderstand im Bauteil), die später zum Ausfall des Bauteils führen kann.

Lässt sich ein Wassereintritt in elektrische Bauteile nicht ausschließen, wird empfohlen, das Bauteil zu ersetzen, um die einwandfreie Funktion über die gesamte Fahrzeuglebensdauer sicherzustellen.

Hinweise für Schweißarbeiten (Überspannungsschutz der Steuergeräte)

VORSICHT: Anweisungen für Karosseriearbeiten beachten.

Bei Schweißarbeiten an eingebauten Steuergeräten sind zur Vermeidung von Schäden an den elektronischen Steuergeräten folgende Schritte zu beachten:

  • Anweisungen zum Abklemmen und Anklemmen der Batterie beachten.
  • Minuspol-Leitung von der Fahrzeugbatterie und ggf. der zweiten Batterie abklemmen. Minuspolklemmen abdecken.
  • Wenn Schweißarbeiten in der Nähe der Batterie/Batterien durchgeführt werden, zuerst die Batterie/Batterien aus dem Fahrzeug ausbauen (Funkenflug – Entzündung von explosivem Gas).
  • Massezange des Schweißgeräts so nah wie möglich an der Schweißstelle anbringen (maximaler Abstand ca. 1 m).
  • Massezange niemals an einen Massepunkt der Karosserie anschließen, an dem Masseleitungen angeschlossen sind!

HINWEISE ZUR BAUTEILPRÜFUNG

HINWEIS:

  • Bei allen Prüfungen und Arbeiten an der Motorelektrik und -elektronik stets die Sicherheitsvorschriften und Unfallverhütungsvorschriften beachten.
  • Steckverbindungen von Steuergeräten oder Bauteilen immer abziehen, bevor elektrische Leitungen geprüft werden.

Prüfhilfsmittel:

  • Stromlaufpläne siehe Diagnose-Informationssystem (DIS).
  • Ausschließlich Prüfleitungen, Adapter, Klemmen und Prüfspitzen von Fachherstellern verwenden, siehe Diagnose-Informationssystem, Reparaturanleitung.
  • Die Prüfwerte für die Bauteilprüfung sind im Diagnose-Informationssystem (DIS) hinterlegt.
  • Weitere technische Informationen siehe Technische Daten.

HINWEISE ZUM ANSCHLIESSEN UND ABKLEMMEN VON PRÜFGERÄTEN

Beim Anschließen und Abklemmen:

  • Service Tester
  • Prüfgeräten
  • Prüfleitungen und
  • beim Austausch von Steuergeräten

ist unbedingt die Zündung auszuschalten!

ANWEISUNGEN ZUM AUS- UND EINBAU VON ELEKTRONISCHEN STEUERGERÄTEN BEACHTEN.

Die Bedienungsanleitungen der Prüfgeräte beachten.

Sicherstellen, dass angeschlossene Messleitungen nicht mit drehenden Teilen in Berührung kommen können (z. B. Lüfter, Keilrippenriemen usw.).

Hinweise zum Aus- und Einbau von Steuergeräten

WICHTIG: Beim Abklemmen der Fahrzeugbatterie werden die Fehlerspeicher der Steuergeräte gelöscht. Daher vor dem Abklemmen der Fahrzeugbatterie immer die Fehlerspeicher auslesen. Gespeicherte Fehler untersuchen und nach Behebung der Fehler den Fehlerspeicher löschen. Steuergerätestecker dürfen nur bei ausgeschalteter Zündung gesteckt und getrennt werden. Der Aus- und Einbau von Bauteilen, Relais, Sicherungen usw. kann dazu führen, dass im selbstdiagnosefähigen Fehlerspeicher Fehler abgelegt werden. Nach Abschluss von Arbeiten an der Elektrik immer die Fehlerspeicher auslesen. Gespeicherte Fehler untersuchen und nach Behebung der Fehler den Fehlerspeicher löschen. Falls erforderlich, Fensterhebersteuerung initialisieren Fensterhebersteuerung initialisieren

Beim Austausch des Steuergeräts DME/DDE Folgendes beachten:

  • In jedem Fall mit dem Diagnosesystem die Hardware-/Softwareversion des jeweiligen Steuergeräts auslesen.

    Die Anweisungen des Diagnosesystems für Codierung und Programmierung befolgen.

    Bei Fahrzeugen mit elektronischer Wegfahrsperre die Anweisungen des Diagnosesystems beachten.

  • In jedem Steuergerät sind bestimmte Mittelwerte als Grundwerte gespeichert. Das Steuergerät erhält je nach Motorzustand unterschiedliche Eingangswerte. Das lernfähige System vergleicht die Eingangswerte mit den gespeicherten Grundwerten und bildet daraus die zugehörigen Steuerbefehle. Die Steuerbefehle werden an die entsprechenden Aktoren weitergeleitet.
  • Wenn das Steuergerät DME über einen längeren Zeitraum (über eine Stunde) stromlos ist, verliert das lernfähige System die gespeicherten Werte. Wenn ein gelöschtes Steuergerät wieder in Betrieb genommen wird oder ein neues Steuergerät eingebaut wird, muss das lernfähige System die Eingangswerte des zugehörigen Motors selbst einlesen und als neue Grundwerte speichern.
  • Dieser Vorgang kann zu unruhigem Leerlauf und Fehlern im Schubbetrieb nach dem Start führen. Je nach Motorcharakteristik kann es einige Zeit dauern, bis alle Werte mit dem Motorzustand abgeglichen sind.
  • Daher vor dem Austausch oder erneuten Einbau eines Steuergeräts DME/DDE folgendes Verfahren durchführen:
1Wenn möglich, den Motor vor dem Austausch des Steuergeräts auf Betriebstemperatur bringen.2Steuergerät wechseln und Fahrzeug mit wechselnden Motordrehzahlen fahren.

Hinweise zu Arbeiten an der Zündanlage

VORSICHT: Vor Arbeiten an der Zündanlage immer die Zündung ausschalten.

Nur Prüfleitungen verwenden, die für diese Prüfgeräte zugelassen sind und zu diesen gehören (z. B. DIS Tester).

Die Bedienungsanleitung des jeweils verwendeten Prüfgeräts beachten.

Die landesspezifischen Sicherheitsvorschriften beachten.

Bauteile unter Strom bei laufendem Motor niemals berühren! Anweisungen des DIS Testers beachten. Keine Entstörkondensatoren oder Prüflampen an Klemme 1 der Zündspule anschließen. Klemme 1 der Zündspule darf nicht mit Masse oder Batterie-Plus verbunden werden. Wird nachträglich eine Alarmanlage eingebaut, darf die Leitung von Klemme 1 nicht zur Startverhinderung verwendet werden.

Bei Arbeiten an der Zündanlage immer die Versorgungsleitungen der Zündspulen abklemmen.

Hochspannung! - Hochspannung!

WICHTIG: Gefährliche Spannungen treten auf an: Zündkabel-Steckverbindern Zündkerzen Zündspule (Hochspannung an Klemme 4 beträgt ca. 40 kV) Leitung von Klemme 1 der Zündspule zum DME-Steuergerät (Hochspannung ca. 350 V)

Hinweise zum Abklemmen und Anschließen der Batterie

Die SICHERHEITSHINWEISE ZUM UMGANG MIT DER FAHRZEUGBATTERIE beachten.

Vor dem Abklemmen der Batterie:

Zündung und andere elektrische Lasten/Verbraucher ausschalten, um Funkenbildung beim Wiederanschließen zu vermeiden.

HINWEIS: Wenn die Zündung beim Abklemmen der Batterie nicht ausgeschaltet ist, können in einigen Steuergeräten Fehlerspeicher gesetzt werden.

WICHTIG: Es besteht die Gefahr einer Verwechslung der Batteriekabel: Haben der Batterie-Plus- und Minuspol dieselbe Farbe und sind Sie unsicher, folgen Sie der Polung bis zur Batterie, und markieren und isolieren Sie anschließend die Leitungen. Bordcomputer und Uhr können ihre Daten verlieren.

Allgemeine Hinweise zum Abklemmen der Batterie:

  • Batteriekabel sowie Leitungen von Generator und Anlasser bei laufendem Motor nicht abklemmen.
  • Masseleitung der BATTERIE von der Batterie abklemmen. Batterie-Minuspol(e) abdecken und sichern.
  • Bei Ausführung mit Zusatzbatterie beide Batterie-Masseleitungen abklemmen. Batterie-Minuspol(e) abdecken und sichern.
  • Bei Arbeiten an der Elektrik können bei angeschlossener Batterie in den Fehlerspeichern einiger Steuergeräte Fehler entstehen.
  • Beim Anschließen der Batteriepolklemme

Nur bei Blei-AGM-Batterie:

  • Bei Fahrzeugen mit IBS am Batterie-Minuspol:
    Polschuhe auf keinen Fall gewaltsam abziehen oder abhebeln.
    Innensechskantschraube des IBS auf keinen Fall lösen.

Nach dem Anschließen der Batterie:

WICHTIG: Der Funktionsumfang einiger Systeme kann nach einer Unterbrechung eingeschränkt sein. Persönliche Profile können ebenfalls verloren gehen. Je nach Ausstattung müssen Einstellungen oder Aktivierungen vorgenommen werden.

Zum Beispiel:

  • Schiebe-/Hebedach aktivieren.
  • Fensterheber aktivieren.

Weitere fahrzeugspezifische Informationen sind dem Diagnosesystem zu entnehmen.

Hinweise zum Öffnen von Kontakten und Verriegelungen verschiedener Steckverbindersysteme

Benötigte Spezialwerkzeuge:

  • 61 0 300
  • 61 0 400
  • 61 1 100
Electrical
WICHTIG: Die Kontakte von ultraschallgeschweißten Steckern (1) können nicht gewechselt werden. Ultraschallgeschweißte Stecker (1) müssen vollständig ersetzt werden. Ultraschallgeschweißte Stecker (1) erkennt man an den Schweißnähten (2) an ihrer Längsseite.
Electrical

HINWEIS: Die in den folgenden Reparaturanleitungen genannten Spezialwerkzeuge sind in folgenden Spezialwerkzeugsätzen enthalten:

  • Entriegelungs- und Abdrückwerkzeug 61 1 150 wird ab 09/2005 durch 61 0 300 (BMW) und 61 0 400 (MINI) ersetzt
  • Entriegelungs- und Abdrückwerkzeug 61 1 100 (Motor)

Reparaturanleitungen zum Öffnen von Steckergehäusen und Ausbauen von Kontakten verschiedener Steckersysteme:

Steckersystem D 1.5/D 2.5:

  • RUNDSTECKVERBINDER, 7- ODER 8-POLIG, SYSTEM D 2.5
  • RUNDSTECKVERBINDER, 13-POLIG, SYSTEM D 2.5
  • RUNDSTECKVERBINDER, 20-POLIG, SYSTEM D 2.5
  • RUNDSTECKVERBINDER, 4-, 7-, 10-, 12- ODER 25-POLIG, SYSTEM D 1.5/D 2.5
  • KABELSTECKVERBINDER, 15-POLIG, SYSTEM D 2.5
  • KABELSTECKVERBINDER, 8-, 12-POLIG, SYSTEM D 2.5
  • KABELSTECKVERBINDER, 30-POLIG, SYSTEM D 2.5
  • KABELSTECKVERBINDER, 20-POLIG, SYSTEM D 2.5

Steckersystem JPT/MDK/DFK:

  • KABELSTECKVERBINDER, 2-POLIG, SYSTEM JPT ELA
  • KABELSTECKER, 2-POLIG, SYSTEM MDK 3 PLUS 2.8
  • KABELSTECKER, 4-POLIG, SYSTEM DFK ELA

Steckersystem Elo/Elo Power:

  • KABELSTECKER, 4-, 10-POLIG, SYSTEM ELO
  • KABELSTECKVERBINDER, 6- BIS 50-POLIG, SYSTEM ELO
  • KABELSTECKER, 3-, 6-POLIG, SYSTEM ELO-POWER 2.8

Steckersystem LSK:

  • STECKERGEHÄUSE LSK-KONTAKT

Steckersystem MQS/MPQ:

  • KABELSTECKVERBINDER, 6-, 8-POLIG, SYSTEM MQS
  • KABELSTECKER, 2-POLIG, SYSTEM MPQ 2.8
  • STEUERGERÄTESTECKVERBINDER, 25-, 35-, 55-, 83-, 88-POLIG
  • KABELSTECKER, 24-POLIG, HYBRIDSYSTEM MQS/MPQ
  • BUCHSENGEHÄUSE 42-, 43-POLIG, HYBRIDSYSTEM MQS/MPQ
  • BUCHSENGEHÄUSE 2X21-, 2X27-POLIG
  • PIN, HYBRIDSYSTEM MQS/MPQ, ELO/ELO POWER
  • KABELSTECKVERBINDER, 30-POLIG, HYBRIDSYSTEM MQS/MPQ
  • BUCHSENGEHÄUSE, 5-, 8-POLIG, SYSTEM MQS/MPQ
  • BUCHSENGEHÄUSE (RADIOSTECKVERBINDER), HYBRIDSYSTEM MQS/MPQ

Hinweise zum Umgang mit Kabelbäumen und Leitungen

Allgemein gilt Folgendes:

Um Schäden zu vermeiden, beachten Sie folgende Hinweise:

  • Druck- und Zugbelastungen vermeiden
  • Für fachgerechte Reparaturen Reparaturarbeiten nur mit von BMW freigegebenen oder empfohlenen Spezialwerkzeugen und Ersatzteilen durchführen
  • Sicherstellen, dass Leitungen knickfrei und ohne Scheuerstellen verlegt werden
  • Berührungsfreie Verlegung an scharfkantigen Karosserieteilen sicherstellen; bei Bedarf Kantenschutz verwenden
  • Zusätzlich verlegte Leitungen/Kabel mit Kabelbindern sichern

Zusätzlich gilt Folgendes

Geschirmte Leitungen

Kontaktstellen im Schirm können Probleme hinsichtlich der Störstrahlung und Störfestigkeit verursachen.

Daher sind folgende Typen zu unterscheiden:

Koaxialkabel

  • Geschirmte Koaxialleitungen RTK031 dürfen nur mit speziellen Crimpwerkzeugen repariert werden.

CVBS-Leitungen

  • CVBS-Leitungen dürfen nicht repariert werden.
  • CVBS-Leitungen müssen komplett ersetzt werden.

HSD-Leitungen

  • HSD-Leitungen dürfen nicht repariert werden.
  • HSD-Leitungen müssen komplett ersetzt werden.

Lichtwellenleiter:

HINWEIS: Lichtwellenleiter sind wie folgt farblich gekennzeichnet:

  • Grün = MOST-Lichtwellenleiter (M edia O riented S ystems T ransport)
  • Gelb = ISIS-Lichtwellenleiter (I ntelligent S afety I ntegration S ystem)
  • Orange = Reparatur-Lichtwellenleiter
WICHTIG: Lichtwellenleiter dürfen nur eine Verbindungsstelle (Brücke) aufweisen. Lichtwellenleiter bei Bedarf ersetzen. Kleinster zulässiger Biegeradius beträgt 25 mm. Wärmeeinwirkung ≥ 85 °C vermeiden.

Behandlung von Leitungen und Lichtwellenleitern.

FlexRay:

Der FlexRay kann repariert werden. Bei Beschädigung können die Leitungen mit handelsüblichen STUMPFVERBINDERN UND SCHRUMPFSCHLAUCH verbunden werden.

HINWEIS:

  • FlexRay-Leitungen dürfen nur eine Trennstelle (Brücke) aufweisen; bei Bedarf komplette Leitung erneuern.
  • Die Leitung ist eine verdrillte Leitung. Nach Möglichkeit die verdrillte Leitung nach der Reparatur beibehalten.

Airbag-Leitungen:

REPARATUR VON AIRBAG-LEITUNGEN

Hinweise/Informationen zur Starthilfe (Fremdstarten)

Motor nicht mit Startspray starten.

Vorbereitung:

Beim Starten des Motors mit einem Starthilfekabel Folgendes beachten.

  • Sicherstellen, dass die Starthilfekabel-Adern den passenden Querschnitt haben.
  • Nur absicherte Starthilfekabel verwenden.
  • Prüfen, ob die Spenderbatterie 12 V Spannung hat.
  • Wenn der Motor über die Batterie eines anderen Fahrzeugs gestartet wird, sicherstellen, dass keine Berührung zwischen den Karosserien beider Fahrzeuge besteht.
WICHTIG: Zündanlagenbauteile unter Spannung niemals berühren: Hochspannung – Verletzungsgefahr!

Wenn die Batterie des Spenderfahrzeugs schwach ist, dessen Motor starten und im Leerlauf laufen lassen.

Vorgehen: Die Vorgehensweise unbedingt einhalten, um Verletzungen von Personen oder Schäden an Bauteilen zu vermeiden.

  • Automatikgetriebe: Wählhebel in Stellung „P“ bringen, Feststellbremse anziehen.
  • Schaltgetriebe: Schalthebel in Leerlaufstellung bringen, Feststellbremse anziehen.
  • Sicherstellen, dass sich die Starthilfekabel nicht in drehenden Teilen, z. B. dem Lüfter, verfangen können.
  • Zuerst beide Pluspole der Batterien mit einem Starthilfekabel (rot) verbinden.
  • Bei Fahrzeugen mit Batterie im Kofferraum den Pluspol der Batterie im Motorraum verwenden.
  • Dann das zweite Starthilfekabel (schwarz) verwenden, um den Minuspol der Spenderbatterie mit dem Massepunkt (nicht dem Minuspol oder der Karosserie) des zu startenden Fahrzeugs zu verbinden.
WICHTIG: Das zweite Starthilfekabel (schwarz) nicht an den Minuspol der Batterie im Fahrzeug anschließen, das gestartet werden soll. Das entstehende Gas könnte durch Funken entzündet werden.

Explosionsgefahr! Nachdem der Motor des zu startenden Fahrzeugs angesprungen ist, zuerst das Starthilfekabel zwischen Minuspol und Massepunkt abklemmen. Dann das Starthilfekabel von den Pluspolen entfernen.

Sicherheitshinweise für Arbeiten an Fahrzeugen mit Motorautomatik-Start-Stopp-Funktion (MSA)

WARNUNG: Wird der Motorhaubenkontakt nach oben gezogen (Werkstattmodus), wird die Information „Schalter geschlossen“ ausgegeben. Die automatische Motor-Start-Stopp-Funktion ist aktiv.

Ein automatischer Motorstart ist möglich.

Sicherheitshinweise bei Arbeiten an MSA-Fahrzeugen beachten.

Vor Arbeiten am Motor immer sicherstellen, dass die MSA-Funktion deaktiviert ist, damit der Motor während der Arbeiten im Motorraum nicht automatisch startet.

Die MSA-Funktion wird deaktiviert durch:

  • MSA deaktivieren mit Taste (1) im Fahrgastraum
  • Gurtschloss öffnen und Fahrertür öffnen
Electrical

Motorhaube öffnen und sicherstellen, dass sich der Motorhaubenkontakt nicht im Werkstattmodus befindet

  • Werkstattmodus
    A = 10 mm
  • Grundeinstellung (Motorhaube geöffnet)
    B = 7 mm
Electrical

Um sicherzustellen, dass sich der Motorhaubenkontakt in der Grundeinstellung befindet, den Motorhaubenkontakt vor Arbeitsbeginn gegebenenfalls bis zur Endposition drücken und langsam loslassen.

Beim Arbeiten mit Diagnosegeräten:

  • Anweisungen im Diagnosegerät beachten

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum BMW X3: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.